„Gut gegen Nordwind“ auf der Bühne in Dinkelsbühl

Mit der Bühnenadaption des Erfolgsromans „Gut gegen Nordwind“ eröffnet das Landestheater Dinkelsbühl heute die Wintersaison.

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Auf humorvolle und berührende Weise beschäftigt sich das Stück mit dem Thema „Liebe“ in Zeiten des Internets. Eigentlich wollte Emmi Rothner ihr „Like“-Abo kündigen. Ein Tippfehler in der Adresszeile lässt die E-Mail bei Leo Leike landen, einem Uniassistenten für Sprachpsychologie. Der antwortet nur, um Emmis nervigen E-Mails wegen der immer noch nicht vollzogenen Kündigung zu entgehen. Emmi fühlt sich verbal herausgefordert und schreibt zurück.

Was als spontaner Wortwechsel beginnt, nimmt schnell eine ungeahnt persönliche Wendung. Lustvoll, provokant und von Neugier getrieben erschaffen sich die beiden Unbekannten mittels Computertastatur und Bildschirm eine virtuelle Welt, in der eine humorvolle Freundschaft ebenso Platz findet wie lustvolles Verlangen. Emmi ist eigentlich glücklich verheiratet.

Moderne Version des Briefromans

Leo hingegen erholt sich von der x-ten Trennung von Marlene, mit der er seit Jahren eine On-Off-Beziehung pflegt. Im sicheren Schatten der Unverbindlichkeit teilen beide ihre Sorgen und Ängste, plaudern über Trivialitäten, offenbaren eigene Erfah- rungen und Wünsche. Die Versuchung eines persönlichen Treffens steigt. Bleibt die Frage, ob die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten?

Der Roman „Gut gegen Nordwind“ des österreichischen Autors Daniel Glattauer ist die moderne Version eines klassischen Briefromans und gilt als „einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur“, wie Volker Hage im „Spiegel“ schrieb. Glattauer wurde 2006 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Die Bühnenfassung entwickelte der Autor gemeinsam mit Ulrike Zemme, ehemalige Dramaturgin des Wiener Burgtheaters.

Info Die Premiere am Landestheater Dinkelsbühl findet am heutigen Mittwoch um 20 Uhr statt. Weitere Vorstellungen gibt’s am 22., 23., 24. und 25. September sowie am 8. und 9. Oktober, jeweils um 20 Uhr. Karten sind erhältlich unter Telefon 0 98 51 / 90 26 00.

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