"Gern gesehene Gäste"

Nach Ansicht der Verwaltung muss die Käthe-Kollwitz-Schule Räume an die Eichendorffschule abgeben. Zu diesem Sachverhalt und der HT-Berichterstattung darüber nimmt KKS-Schulleiter Ludwig Stellung.

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Nimmt Stellung: Norbert Ludwig, Rektor der Käthe-Kollwitz-Schule. Archivfoto

Nachfolgend veröffentlicht die HT-Redaktion die Stellungnahme von KKS-Schulleiter Norbert Ludwig im Wortlaut:

Nach der Absichtserklärung der Stadtverwaltung, den gesamten Neubau der Käthe-Kollwitz-Schule der Eichendorffschule zuzuordnen, gab es durch die Schulleitung der Käthe-Kollwitz-Schule initiierte Informationsgespräche mit Gemeinderäten und Bürgermeister Rilk vor Ort. Einladungen in die Fraktionen der SPD und der AWV folgten.

In einem Schreiben an Bürgermeister Rilk wurde die grundsätzliche Bereitschaft seitens der Schulleitung der Käthe-Kollwitz-Schule signalisiert, Räume abzugeben. Im Kollegium schlugen die Wellen der Empörung erst hoch, als der Beschlussantrag der Verwaltung vorlag. Hier heißt es unter anderem: "Die Räume im Neubau 1. + 2. OG können ab dem Schuljahr 2013/14 der Eichendorffschule zur Verfügung gestellt werden. Die Räume können klar abgetrennt werden, so dass es durch die unterschiedlichen Schulformen keine Überschneidungen geben kann. Es besteht die Möglichkeit, im Westen einen separaten Zugang zu schaffen. Der Bereich kann von den Schülern der Eichendorffschule für die Käthe-Kollwitz-Schule ohne Störung genutzt werden. Diese Abtrennung ist auch organisatorisch und haftungsrechtlich sinnvoll und erforderlich."

Dieser Teil lässt zumindest, wie auch immer, die Interpretation zu, dass hier Schüler beider Schulen, ohne sich gegenseitig zu "stören", klar abgetrennt werden sollen. Nach unserem Selbstverständnis ein unvorstellbares Unterfangen, zumal schon jetzt Schüler der Eichendorffschule in der Nachmittagsbetreuung gern gesehene Gäste unserer Schule sind, eine Inklusionsklasse an der Eichendorffschule mit gutem Erfolg läuft, und Lehrer der Eichendorffschule und der Käthe-Kollwitz-Schule im Tausch unterrichten.

Und auch die Konrad-Biesalski- Schule, Heimsonderschule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche, kann kein Lied von der Abschottung der Käthe-Kollwitz-Schule singen. Dazu zitiere ich Herrn Scholz, ehemaliger Abteilungsleiter der Konrad-Biesalski-Schule: "Soweit ich mich erinnern kann, begann unsere engere Zusammenarbeit Anfang der 2000er-Jahre. Aus der Zusammenarbeit im Frühförderverbund entwickelte sich später eine gemeinsam veranstaltete Psychomotorik-Gruppe, die viele Jahre Bestand hatte. Daraufhin nahm die Schulleitung der Konrad-Biesalski-Schule Kontakt mit der Käthe-Kollwitz-Schule auf, um ein neues Standbein im Crailsheimer Raum zu realisieren. Bei den ersten Gesprächen und Besichtigungen, spann man den Faden eines gemeinsamen Unterrichts der beiden Sonderschulen bis hin zu einem ,kleinen sonderpädagogischen Förderzentrum in der Crailsheimer Raumschaft.

Leider waren dann die Gremien der Elternschaft der Konrad-Biesalski-Schule von diesem Konzept nicht zu überzeugen und lehnten die Vorschläge ab. Zur gleichen Zeit bot uns dann auch wieder die Geschwister-Scholl-Schule weitere Räume an. Diese Möglichkeit war dann auch für die Konrad-Biesalski-Schule vorteilhafter, um eine Zersplitterung der Außenklassen zu vermeiden.

Aus meiner Sicht kann also nicht die Rede davon sein, dass die Käthe-Kollwitz-Schule in dieser Phase die Konrad-Biesalski-Schule aus dem Rennen geworfen hat."

Wir hoffen, die Position der Schulleitung damit verdeutlichen zu können.

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