"Ein guter Ort zum Arbeiten"

Seit dem Sommer schon wird in den neuen Räumen gearbeitet, doch jetzt wurde der Tag der offenen Tür genutzt, um den Erweiterungsbau der Beschützenden Werkstätte in Crailsheim einzuweihen.

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  • Sie freuen sich über die Erweiterung (von links): Werkstattleiter Dieter Bögelein, Pfarrer Hans-Christoph Ketelhut, Vorsitzender des Vereins Beschützende Werkstätte, OB-Stellvertreter Werner Pikulski und Thomas Haag, der Sozialdezernent des Landkreises. Fotos: Andreas Harthan 1/2
    Sie freuen sich über die Erweiterung (von links): Werkstattleiter Dieter Bögelein, Pfarrer Hans-Christoph Ketelhut, Vorsitzender des Vereins Beschützende Werkstätte, OB-Stellvertreter Werner Pikulski und Thomas Haag, der Sozialdezernent des Landkreises. Fotos: Andreas Harthan
  • Für Maria Schwab und ihre Kinder Rainer Schwab und Martina Rötlich ist die Werkstätte eine große Hilfe. 2/2
    Für Maria Schwab und ihre Kinder Rainer Schwab und Martina Rötlich ist die Werkstätte eine große Hilfe.
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Für Stadtrat Werner Pikulski, einen der ehrenamtlichen Stellvertreter des Oberbürgermeisters, ist die Beschützende Werkstätte "eine tolle Einrichtung". Die in diesem Jahr nicht nur die Einweihung ihres Erweiterungsbaues feiern kann, sondern auch ein Jubiläum: Seit 40 Jahren sorgt sie in Crailsheim dafür, dass Behinderte arbeiten können. Und das nicht irgendwo, sondern an einem "guten Ort", betonte Pfarrer Hans-Christoph Ketelhut, Vorsitzender des Vereins Beschützende Werkstätte für geistig und körperlich Behinderte. Dieser Verein mit Sitz in Heilbronn betreibt mehrere Werkstätten in der Region.

In Crailsheim war die Platznot besonders groß. Umso größer ist nun die Freude über 50 weitere Arbeitsplätze. Nun können rund 150 Behinderte in der Werkstätte im Industriegebiet "Flügelau" arbeiten. Sie sind hauptsächlich in der Metallverarbeitung tätig und in der Montage. 2006 wurde die Werkstätte bezogen, jetzt ist sie mit einem Aufwand von 1,3 Millionen Euro vergrößert worden - und schon wieder wird der Platz knapp, wie bei der Einweihungsfeier zu hören war.

Eine weitere Vergrößerung steht also an und Pfarrer Ketelhut nutzte denn auch die Anwesenheit von Thomas Haag, dem Sozialdezernenten des Landkreises, um Gespräche zu führen. Sowohl Ketelhut als auch Haag hoben hervor, dass ein strukturierter Tag und sinnvolle Arbeit für alle Menschen wichtig ist. Arbeit vermittele Selbstwertgefühl und stärke das Selbstbewusstsein.

Sozialdezernent Haag würdigte die Beschützende Werkstätte als eine "feste Größe in der Hilfe für Menschen mit Behinderungen". Die Einrichtung sei "ein verlässlicher Partner für den Landkreis". Für Haag steht außer Frage, dass die Werkstätten für behinderte Menschen "ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Teilhabe am Arbeitsleben" sind. Umso weniger könne er nachvollziehen, dass sie infrage gestellt werden, nur weil sie nicht in der Behindertenrechtskonvention auftauchen. Er ist sich sicher, "dass die Werkstätten weiterhin ein wichtiges Instrument im Orchester der Teilhabe am Arbeitsleben sein werden".

Seit 40 Jahren gibt es die Werkstätte in Crailsheim und seit 40 Jahren arbeitet Rainer Schwab dort. Pfarrer Ketelhut überreichte nicht nur ihm einen Blumenstrauß, sondern auch seiner Schwester Martina Rötlich, die gerade den Bundesfreiwilligendienst in der Einrichtung absolviert, und an die über 90 Jahre alte Mutter der beiden, Maria Schwab. Sie würdigte die Einrichtung als "große Hilfe".

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