„Die Leute kommen schon immer gerne“

Der Weihnachtsmarkt der Vereine ist der Crailsheimer Weihnachtsmarkt. Mittler-weile kümmert sich die Stadt erfolgreich um die Organisation.

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30 Vereine und Institutionen, 18 Händler: Am Wochenende laden der Weihnachtsmarkt der Vereine und der Thomasmarkt zu einem Besuch nach Crailsheim ein.  Foto: 

Der Weihnachtsmarkt der Vereine, der 1981 als „Weihnachtsbasar der Jugendverbände und sozialen Einrichtungen“ das erste Mal stattfand, ist auch heute noch, 36 Jahre später, eine feste Größe im Crailsheimer Märkte-Kalender. Am Wochenende ist es wieder so weit.

Die Vergangenheit wird ja zeitweise gerne verklärt. „Früher war alles besser, größer, schöner…“. Das mag in Crailsheim vielleicht auch für den Weihnachtsmarkt der Vereine gelten, doch sieht man sich die Fakten und die Begeisterung auch der Vereine für den Markt an, dann hat er an Attraktivität gewonnen.

Drei Jahre fand der Markt auf dem Schweinemarktplatz in Eigenregie der Vereine statt, bevor die Stadt die Organisation übernahm, die von den Vereinen nicht mehr geleistet werden konnte. Drei Marktleiter haben die Veranstaltung über die Jahre hinweg begleitet, heute liegt die Verantwortung bei Uwe Ehrmann, der sie 2013 von Peter Riedmüller übernahm.

Riedmüller blickt auch heute noch gerne zurück. „Im stärksten Jahr hatten wir 48 beteiligte Gruppen“, sagt er und erzählt von den Anfängen, wo Selbstgebasteltes hoch im Kurs stand und die Vereine ihre Hütten, Zelte und „Verschläge“, wie er lachend sagt, selber heranschaffen mussten. „Das war und ist der Weihnachtsmarkt in Crailsheim, weil fast jeder in irgendeinem Verein oder in irgendeiner Organisation Mitglied ist oder engagiert ist. Schon deshalb kommen die Leute schon immer gerne.“

Mehr Essen und Trinken

Zwar hat sich das Angebot des Marktes über die Jahre in Richtung Essen und Trinken verschoben, doch die Stadt hat von ­Anfang an davon abgesehen, regulierend in das Angebot einzugreifen. Einzige Teilnahmevoraussetzung war der eindeutige Bezug zu Crailsheim.

2014 wurde der Markt neu strukturiert und auf den Marktplatz verlegt – eine Entwicklung, von der die Vereine, aber auch die Marktbeschicker des Thomasmarktes, der zeitgleich über die Bühne geht, profitieren. Die Vereine haben durch den Ortswechsel die Möglichkeit, die bereits aufgebauten Hütten und Unterstände des kulinarischen Weihnachtsmarktes auch zu nutzen, von denen immerhin 18 bereitstehen und die die Stadt den Teilnehmern  kostenlos zur Verfügung stellt.

Eine Verbesserung zu früher, bestätigt Peter Riedmüller: „Die Hüttenmiete hat in der Vergangenheit viele Vereine abgeschreckt, weil sie schlichtweg den Erlös aufgefressen hat.“ Als „ganz bewusste Förderung seitens der Stadt“ bezeichnet Michaela Butz, Pressesprecherin der Stadt, dieses Angebot, an das sich weitere Maßnahmen anschließen, um es den Vereinen leichter zu machen: Sicherheitskonzept, Müllentsorgung, Strom- und Wasserversorgung, Werbung im Vorfeld, gesamte Platzbetreuung.

 Mit 30 teilnehmenden Vereinen und Institutionen, auf diese Zahl hat sich der Markt in den vergangenen Jahren eingependelt, ist die Kapazitätsgrenze des Platzes übrigens auch fast schon erreicht, auch wenn Uwe Ehrmann bestätigen kann, dass bisher noch kein Verein abgelehnt werden musste, weil sich kein Platz für einen Stand mehr gefunden hätte.

Das Programm ausgebaut

Bei einer Umfrage zeigten sich die Teilnehmer sehr zufrieden mit den Neuerungen. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Markt dahingehend verändert, dass das Rahmenprogramm ausgebaut wurde und Aufführungen von Bürgerwache, Jugendstadtkapelle, städtischer Musikschule und Posaunenchören des Kirchenbezirkes feste Bestandteile des Marktwochenendes sind.

Außerdem nehmen die Vereine zunehmend die Möglichkeit wahr, sich auf dem Weihnachtsmarkt mit Vorführungen zu präsentieren, wie in diesem Jahr das Shotokan-Karate-Team oder die Majoretten. Zusammen mit dem Thomasmarkt, auf dem sich in diesem Jahr 18 Händler präsentieren, ist also auch im 36. Jahr wieder ein buntes Marktvergnügen geboten.

Los geht es übrigens am Samstag um 10 Uhr, am Sonntag um 11 Uhr. Ein Bummel lohnt sich auch in diesem Jahr bestimmt wieder.

Bei 18 Händlern, vorwiegend aus dem süddeutschen Raum, können am Samstag und Sonntag auf dem Thomasmarkt Weihnachtsgeschenke eingekauft werden. Im Angebot sind Strickwaren, Schürzen, Socken und Strümpfe, Schals, Kinderbekleidung, sonstige Textilien, Kräuter, Liköre, Kunstgewerbe, Schmuck, Handarbeiten und vieles mehr. Für Schleckermäuler gibt es gebrannte Mandeln, Waffeln und weitere Süßwaren. Die kleinen Besucher können sich auf einer Eisenbahn vergnügen. Der Markt öffnet am Samstag um 8 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr. Ende ist an beiden Tagen gegen 18 Uhr. pm

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