"Von Krise absolut keine Spur"
Crailsheim. Optimistische Töne vernimmt man aus dem Hause Robert Bosch GmbH: "Von Krise keine Spur", freut sich Werksleiter Kurt Stefan Klaiber beim Pressegespräch über die Lage beim Verpackungsspezialisten.
"Wir sind absolut unbeschadet durch die Wirren der Wirtschaftskrise gekommen", ergänzt der seit knapp zwei Jahren amtierende Crailsheimer Bosch-Chef. Und ergänzt: "Nach gutem Auftragseingang 2009 geht es in diesem Jahr gerade so weiter." Bis 2011 habe das Unternehmen bereits "Aufträge im Sack". Dazu komme, dass Bosch im vergangenen Jahr mehr als 30 Mitarbeiter in allen Abteilungen eingestellt habe, sagt der Technische Abteilungsleiter Ulrich Tomaschewski. Die Fluktuation im Betrieb liege seit Jahren bei "quasi null".
Das sichert nicht nur das Einkommen von mittlerweile mehr als 700 Bosch-Mitarbeitern, das sorgt zugleich für ein komfortables Standing im Gesamt-Konzern. Crailsheim gilt als "Kopf" und Leit-Werk für Pharma-Liquid mit seinen 4600 Beschäftigten in der Packaging-Gruppe des Unternehmens. Weltweit gibt die Robert Bosch GmbH übrigens rund 280 000 Menschen Lohn und Brot.
Sorgen bereitet den Verantwortlichen des hiesigen Betriebs dagegen das Image der Stadt. Hier habe man schon Kontakte mit den Verantwortlichen aufgenommen. So bemängeln die Top-Manager Klaiber und Tomaschewski beispielsweise das deutlich zu geringe Hotel-Angebot in der Stadt. "Da müsste sich doch ein Investor finden lassen, der ein Hotel mit Gastronomie und Annehmlichkeiten wie Wellness, Schwimmbad und Fitnesscenter aufbaut", meint er. Zwar habe sich im Freizeitsektor in den letzten Jahren einiges entwickelt, aber bei anderen "weichen Standortfaktoren" täten sich nach wie vor Lücken auf. "Das Umfeld muss stimmen, damit junge Mitarbeiter sich ans Werk und damit auch an die Stadt binden", meint Tomaschewski, der der Region bereits seit 28 Jahren verbunden ist. Und auch bei Aus- und Fortbildung klafften Lücken.
Dass es nicht gelungen sei, einen Studiengang Verpackungsmaschinenbau in die Stadt zu schleusen, sei ein echtes Versäumnis. Bosch selber will in den nächsten Jahren kräftig in den Standort investieren.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: MATHIAS BARTELS | 10.03.2010
| Artikel twittern |
|
|
Der Blick aus der Vogelperspektive zeigt das Crailsheimer Werk für Verpackungsmaschinen der Robert Bosch GmbH. Die derzeitige Lage wie auch die Zukunft sieht rosig aus, und das selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise. Luftfoto: Peer Hahn
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe
Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
