Sorge um Hohenloher Natur
Crailsheim. "Auch in der Hohenloher Landschaft geht es bergab mit der Artenvielfalt!" So lautet die ernüchternde Erkenntnis der Crailsheimer NABU-Gruppe, was die Entwicklung der letzten Jahre anbelangt.
Obstwiesen, Feldraine und Blumenwiesen verschwinden, in naturnahen Laubwäldern findet massiver Holzeinschlag statt. Als Hauptgründe haben die Naturschützer den fortschreitenden Strukturwandel in der Landwirtschaft, die Nachfrage nach Biomais und Energieholz und die zunehmende Bautätigkeit ausgemacht. Mit ihrem Jahresprogramm will die Gruppe dieser Entwicklung auch durch Information entgegenwirken.
Bereits morgen hat der NABU zu seiner Jahresversammlung eine Koryphäe in Sachen Grünlandnutzung engagiert: Professor Dr. Martin Elsäßer vom landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg in Aulendorf lüftet die Geheimnisse, auf welche Weise unsere Blumenwiesen entstanden sind und wie diese wertvollen Kulturlandschaftsbiotope erhalten werden können. Beginn der Versammlung ist um 19 Uhr im Johannesgemeindehaus, neben dem Hauptvortrag gibt es interessante Kurzreferate der Vereinsfachleute.
"Steinig und bunt statt grün und langweilig" heißt am Mittwoch, 14. März, im Spital der Vortrag von Rainer Prosi, bei dem er mit eindrucksvollen Bildern Tipps für eine ökologische Grüngestaltung gibt. Vogelfreunde kommen am Samstag, 31. März, auf ihre Kosten, Detlef Wucherpfennig beobachtet mit ihnen Zugvögel am Bucher Stausee. Der Hohenkreßberg ist am Sonntag, 15. April, Ziel einer Exkursion mit Martin Zorzi, der dort Naturfreunden die Frühblüher und verschiedene Wiesentypen erklärt. Am Sonntag, 6. Mai, zeigt Detlef Wucherpfennig die vielfältige Natur im Grimmbachtal. An Himmelfahrt, Donnerstag, 17. Mai, findet wieder die traditionelle Familienexkursion mit Alexander Busch-Nowak statt und am Pfingstsonntag, 27. Mai, führt Martin Zorzi zu einem urtümlichen orchideenreichen Trockenwald im Bühlertal. Am Sonntag, 17. Juni, nimmt lädt die Gruppe ein, am GEO-Tag der Artenvielfalt auf dem Haller Einkorn teilzunehmen. Am Mittwochabend, 11. Juli, kann man in Kirchberg Fledermäuse erleben. Am Sonntag, 5. August, zeigt die verantwortliche Landschaftsplanerin Inge Maass aus Stuttgart, wie ihr am Crailsheimer Solarwall ein Biotop besonders gut gelungen ist. Info Die genauen Termine der NABU-Gruppe sind im Internet unter www.nabu-kreis-sha.de/crailsheim oder in der Crailsheimer Geschäftsstelle, Adam-Weiß-Straße 30, Telefon 0 79 51 / 89 82, zu erhalten.
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Autor: PM | 10.02.2012
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Prof. Dr. Martin Elsäßer Privatfoto
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