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Nach Massenkarambolage auf A 6:
Zwei Tote und über 20 verletzte Personen

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 6 zwischen Kirchberg und Wolpertshausen sind am Dienstag zwei Menschen getötet worden. Mehr als 40 Fahrzeuge waren an dem Unfall beteiligt.

SEBASTIAN UNBEHAUEN | 0 Meinungen

Es war ein Bild des Schreckens, das sich den Rettungskräften auf der A 6 bei Ilshofen bot: Auf einer Strecke von mehreren Hundert Metern waren 17 Lkw und 27 Pkw ineinandergekracht - mit einer derartigen Wucht, dass manche Führerhäuser und Motorhauben bis zur Unkenntlichkeit zerquetscht wurden. Mindestens zwei Menschen starben bei dem Unfall, drei verletzten sich schwer, mehr als 20 wurden mit leichteren Verletzungen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Ursache für die Karambolage war wohl ein geplatzter Turbolader eines Lasters, der in Richtung Heilbronn fuhr. Durch den Defekt, so die ersten Ermittlungen der Schwäbisch Haller Polizei, bildete sich gegen 12.40 Uhr eine große Rauchwolke. Nachfolgende Fahrzeuge bremsten abrupt ab, und ein verheerender Dominoeffekt setzte sich in Gang.

Die Polizei sperrte die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen ab. Der Verkehr staute sich auf jeweils 15 Kilometern. Die Feuerwehren von Crailsheim und Ilshofen waren an der Unfallstelle im Einsatz. Die Kirchberger Wehr errichtete Ölsperren in den umliegenden Bächen. Darüber hinaus waren das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Großaufgebot vertreten. Rund 15 Stunden nach der Massenkarambolage ist die A 6 am frühen Mittwochmorgen wieder freigegeben worden. Am Dienstag war die Strecke in beiden Richtungen gesperrt worden.

Immer wieder starteten Rettungshubschrauber ins Schneegestöber des wolkenverhangenen Himmels über Hohenlohe. Beheizte Zelte wurden aufgestellt, in denen leicht- und unverletzte Fahrer versorgt wurden und sich aufwärmen konnten. Auch Notfallseelsorger waren im Einsatz.

Die Versorgung der Verletzten ist erstes Ziel aller Einsatzkräfte, dann aber ging es natürlich darum, sich ein genaues Bild von der unübersichtlichen Unfallstelle zu machen - und die Autobahn wieder freizubekommen. Derart ineinandergeschoben waren manche der Fahrzeuge, dass dies einer wahren Herkulesaufgabe gleichkam.

Bereits am Nachmittag rückte das THW deshalb mit einer Beleuchtungsanlage an. "Das wird viele Stunden dauern", prognostizierte Werner Groß, der Einsatzleiter der Crailsheimer Feuerwehr. "Wir müssen jetzt organisiert vorgehen. Zuerst pumpen wir die Tanks der Fahrzeuge leer." Anschließend ging es an die Bergung.

Der bei der Karambolage entstandene Sachschaden dürfte nach Schätzungen der Polizei im Millionenbereich liegen.

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