Einen Spitzenplatz im "Land der Ideen"

Region.  Sie alle gehen kreative Wege, setzen Ideen erfolgreich um und fördern so Innovationen in Deutschland: Die Preisträger im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" für das Jahr 2012 stehen fest.

"Innovationen für nachhaltigen Wohlstand brauchen gesellschaftliche Offenheit. Wir brauchen Internationalität, neue weltumspannende Netzwerke, Austausch und Zusammenarbeit der besten Köpfe und Institutionen", erklärt Bundespräsident Christian Wulff, Schirmherr der Initiative "Deutschland - Land der Ideen".

Alle 365 Projekte präsentieren sich ab März jeweils an einem speziellen Tag als "Ausgewählter Ort" der Öffentlichkeit. Aus über 2000 Bewerbungen hat die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern die vielversprechendsten Zukunftsideen in den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft ausgewählt.

Die 365 Preisträger des Wettbewerbs seien damit Indikatoren für die ausgeprägte Innovationskultur Deutschlands und Spiegelbild bedeutender Zukunftstrends: Egal ob es sich um den intelligenten Umgang mit Ressourcen, ausgeklügelte Energielösungen oder neue Konzepte zur Bevölkerungsstruktur handelt - die "Ausgewählten Orte" gäben in allen gesellschaftlichen Bereichen zuverlässig Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit.

"Der Wettbewerb 365 Orte im Land der Ideen präsentiert die Vielfalt an Innovationskraft hierzulande. Die Ausgewählten Orte 2012 sind Ideen, die begeistern, von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland", so Jürgen Fitschen, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank.

Unter den Preisträgern sind zwei Unternehmen aus dem Hohenlohekreis: Das Mulfinger Ausbildungsprojekt "EBM-Papst-Energiescouts" zählt zu den Preisträgern. EBM-Papst überzeugte die Jury mit einem Projekt, mit dem bereits ab der Ausbildung ein Schwerpunkt auf Energieeinsparung und Klimaschutz gelegt wird.

Im Rahmen der unternehmenseigenen Klimaschutzstrategie "GreenTech" sind Auszubildende im Unternehmen unterwegs und suchen nach Energiesparpotenzialen. Ausgestattet sind die "EBM-Papst-Energiescouts" mit hochsensiblen Geräten wie Druckluftmessgerät und Wärmebildkamera.

Lisa Bahr, die Projektverantwortliche: "Unsere Aufgabe ist es, Energiefresser im Unternehmen aufzuspüren und zu entschärfen. Ich finde es gut, dass unsere Unternehmen sich stark für Umwelt einsetzt, und wir profitieren von unserem Wissen auch für den Alltag." Durch ihren Einsatz konnten die Energiescouts im ersten Jahr über 100 000 Euro einsparen. Einen Film mit mehr Infos zum Projekt findet sich unter www.ebmpapst.com/mediathek bei "ebm-papst goes green".

Auch die Firma Ziehl-Abegg aus Künzelsau ist Preisträger im Wettbewerb. Das neu entwickelte widerstandsarme Lüfterrad von Ziehl-Abegg hat in der Kategorie "Wissenschaft" die Expertenjury überzeugt. Bei diesem Ventilatorrad haben die Ingenieure einen neuen Verbundwerkstoff geschaffen, um Erkenntnisse aus der Natur (Bionik) praxistauglich umzusetzen.

"Ich freue mich, dass wir in der Kategorie Wissenschaft als einziges Industrieunternehmen in ganz Baden-Württemberg ausgezeichnet worden sind", sagt der Vorstandschef Peter Fenkl.

Die ebenfalls gekürten Wissenschaftspreisträger im Ländle sind zwei Fraunhofer-Institute, das Karlsruher Institut für Technologie, sowie die Uni Freiburg und die Hochschulen in Offenburg und Heidelberg. "Das unterstreicht, wo die Leistung unserer eigenen Forschung und Entwicklung angesiedelt ist", betont Fenkl.

"Die Form eines Wassertropfens ist ideal, um Ventilatoren zu konstruieren, die leiser laufen und deutlich weniger Energie benötigen. Sie konnte jedoch bislang nicht realisiert werden, da für die Herstellung der Lüfterräder wegen der hohen Belastungen nur Metall verwendet werden konnte", erklärt der Entwicklungschef von Ziehl-Abegg, Dr. Omar Sadi.

Erst der neu entwickelte Verbundwerkstoff Zamid hat die Idealform eines Lüfterrades verwirklichen lassen. Zudem ist auch der Stromverbrauch im Betrieb 15 Prozent niedriger. "Damit setzten wir erneut einen Meilenstein in Sachen Energieeffizienz", betont Sadi.


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Autor: PM | 04.02.2012

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