Eine Region als Marke

Ein hehrer Augenblick: Auf dem "5. Strategietreffen der Weltmarktführer" wurde die engagierte Vermarktung der Region mit der Auszeichnung gewürdigt, einer "365 Orte im Land der Ideen" zu sein.

Mulfingen. Das Ambiente hätte wohl kaum schöner sein können: Das Freigelände vor dem schmucken Landgasthof "Jagstmühle" in Heimhausen bildete das stimmungsvolle Ambiente für eine Preisverleihung, die so wohl nicht abzusehen war.

Die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" hat gemeinsam mit der Deutschen Bank das erfolgreiche Standortmarketing der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken (WHF) "Region der Weltmarktführer" ausgezeichnet und dabei auch die Verbindung von Akademikerjobbörse, Strategietreffen, pfiffiger Anzeigenkampagne und dem "Kongress der Deutschen Weltmarktführer" besonders gewürdigt.

Vor den geladenen Spitzenkräften von 114 Unternehmen aus der Region unterstrich Emanuel von Bodmann (Initiative: Deutschland - Land der Ideen), dass die Auszeichnung keine Selbstverständlichkeit ist, schließlich soll der Preis "die Innovationskraft des Landes sichtbar machen". In dieses Horn stieß auch Axel Hepelmann, Leiter des Marktgebietes Nordwürttemberg der Deutschen Bank: "Es haben nur solche Projekte eine Chance, die einen maßgeblichen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland leisten. Das Engagement der Region gilt vielerorts als vorbildlich." WHF-Geschäftsführer Steffen Schoch freute sich: "Der Preis selbst ist ein weiterer Baustein in unserem Bemühen, mit der Region einen Landstrich als Marke zu etablieren." Das Strategietreffen selbst bot den hiesigen Unternehmen und Spitzenvertretern der Kommunen, Verwaltung, Wissenschaft und Forschung einmal mehr die Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre aktuelle Trends und Entwicklungen intensiv zu diskutieren.

Im Mittelpunkt standen Vorträge zu den Themen: "Supply Chain Management" sowie "Herausforderungen und Trends beim Einkauf". Den Abschluss bildete wie immer "das persönliche Netzwerken" bei einem "guten Glas" und einem "gepflegten Vesper". Bereits einen Tag zuvor hatten "die Weltmarktführer" der Region zum ersten Kamingespräch ins "Alte Amtshaus" nach Mulfingen-Ailringen geladen.

Nein, Unternehmer können ihre Kinder nicht zu ihren Nachfolgern erziehen - darüber waren sich die drei Gesprächspartner der Süddeutschen-Redakteurin Elisabeth Dosert einig. "Bei uns war klar, dass wir nicht auf das klassische Modell zustreben", sagte Edgar Ansmann, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Ansmann AG aus Assamstadt. Ihm sei wichtig, was seine Kinder möchten, betonte er. Ansmann übergibt die Führung seines Unternehmens zum Sommer an drei externe Manager. Stephan Müller hat die Geschäftsführung des Unternehmens seines Onkels Fritz Müller, der GEMÜ Apparatebau, übernommen. Dass er und nicht die Kinder seines Onkels - beide stehen übrigens eigenen Unternehmen vor - die Firma leitet, habe sich über die Jahre ergeben. Katharina Heinrichs promoviert an der Otto Beisheim School of Management über Unternehmensnachfolge und ergänzte die Runde mit dem wissenschaftlichen Hintergrund.


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Autor: HERIBERT LOHR | 20.05.2011

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