Die Stimme als Türöffner zur Außen- und zur Innenwelt
Mehr Gesang in Kindergärten und Schulen forderte Wolfgang Layer, Chefredakteur der Zeitschrift "Singen", in seinem Festvortrag zum Sängergau-Jubiläum. Dass Singen Kreativität, soziale Kompetenz und Kombinationsfähigkeiten schule, sei längst bekannt.
Besorgt zeigte sich Layer über die Entwicklung des Klangspektrums, dem Menschen in der technisierten Gegenwart ausgesetzt sind. Ob Handyton, Computerspiel oder Filmschnipsel: "Sonore Töne kommen nicht mehr vor." Layer fürchtet durch die Omnipräsenz aggressiv-piepsiger Klänge Rückwirkungen auf die Gesellschaft. Es sei kein Wunder, dass auch die Stimmen der Kinder nicht entspannt sind. In Chören könnten Kinder die gesamte stimmliche Dynamik besonders gut erleben und schulen.
Wer es lerne, auf seine eigene Stimme zu hören, lerne auch besser, anderen zuzuhören und tolerant zu sein. Damit könnte sich Chorgesang als Schlüsselelement für die Zukunft erweisen. Im Berufsleben jedenfalls wirke die Stimme als Visitenkarte. ibra
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09.03.2010
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