Aus den Lautsprechern vom 29. Juli

20 Jahre nach dem Debüt klingen die Schotten so entspannt und frisch wie eh und je.

SCO 2010 / 12 Lieder / Hörtipps: "Baby Lee", "Today never ends", "Sometimes I dont need to believe in anything", "Shock and awe"

So leicht, so flockig, so unangestrengt, so himmlisch melodiös: Auch wenn der Teenage Fanclub aus Schottland sein zwölftes Album laut Titel den Schattenseiten gewidmet hat, sind die zwölf neuen Songs nichts anderes als der perfekte Soundtrack für den Sommer - das war auch noch nie anders, seit die unaufgeregte Band um Norman Blake, Gerard Love und Ramond McGinley im Jahr 1990 mit A catholic education ihr Debüt vorgelegt hat.

Meisterwerke wie Thirteen (1993), Grand Prix (1995) und Howdy! (2000) folgten. In der letzten Dekade wurden die Lieblinge der Independent-Szene älter und grauer - die Stromgitarre, bei alten Hits (Hang on, Neil Jung) noch dominierend, ließen sie immer öfter im Schrank. Den Songs schadet das nicht, man höre sich nur Baby Lee an: Eines der schönsten Lieder, das Love/Blake/McGinley je geschrieben haben - und der heimliche Hit des Jahres sowieso.

Gut gereifte, dünkelfreie Popmusik, für die sich auch Lennon/McCartney nicht schämen müssten.

Byrds, BMX Bandits, Nada Surf, Beatles, Travis


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Autor: HOLGER STRÖBEL | 29.07.2010

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