69 Teilnehmer bewältigen den Parcours beim 44. Drais-Laufradrennen

Die regennassen Straßen machten das 44. Drais-Laufradrennen gestern Vormittag zu einer ganz besonderen sportlichen Herausforderung.

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69 Teilnehmer waren mit ihren hölzernen historischen Rennmaschinen  angetreten, um den traditionell rund dreieinhalb Kilometer langen Parcours von der Bahnhofsunterführung in die Innenstadt vor die Ehrentribüne am Rathaus zu absolvieren.  Ein ganz besonderes Schmankerl darunter  war für die vielen Schaulustigen entlang der gesamten Strecke das selbst gebaute Tandem von Thomas Keller und Alex Hofmann, den beiden Vorständen des SV Tiefenbach, das heuer zum ersten Mal an den Start ging.

Der Himmel hatte zwar ein Einsehen und verschonte die Draisrad-Fahrer wenigstens während des Rennens mit seinem Segen, aber die regennassen Straßen machten die Tour besonders in solchen scharfen Kurven wie am Bullinger Eck bei der Einmündung von der Spitalstraße in die Lange Straße zu einer Herausforderung. Schließlich sind die nach dem badischen Forstmeister Freiherr Carl Drais benannten Vorläufer des heutigen Fahrrads weder mit Pedalen noch mit Bremsen ausgestattet, und im Gegensatz zum Fahrrad werde das Laufrad durch die Fahrerbewegungen  umso instabiler, je schneller man fahre, weiß Arno Ferchow von der Drais-Laufrad-Trainingsgruppe „Die Moles“ aus Westgartshausen aus seiner 20-jährigen Erfahrung.

Heuer war er jedoch als Moderator dabei und erwartete die Rennradler am Ende der Zielgerade vor dem Rathausplatz. Als dann alle Fahrer  angefeuert von vielen Schaulustigen letztlich sicher und ungefährdet  ins Ziel geschossen kamen, verhinderte das geistesgegenwärtige Eingreifen Ferchows eine Kollision in letzter Sekunde: Ein Kleinkind wollte es wohl den Großen nachtun und kreuzte mit seinem Laufrädchen die Zielgerade.

Das Zeitnehmerteam unter Heinz Schumm erfasste die Reihenfolge der eintreffenden Fahrer. Ihr Ehrgeiz gilt vor allem einer Platzierung unter den ersten zehn, denn die dürfen im nächsten Jahr in vorderster Linie starten.  Gemeinsam mit dem langjährigen Teilnehmer und Baubürgermeister Herbert Holl nahmen Arno Ferchow und Oberbürgermeister Rudolf Michl die Siegerehrung vor. Da nur drei Frauen am Start waren, belegten alle einen Podestplatz: Anke Tonef, die jedes Jahr extra aus der Schweiz zum Rennen anreist, wurde Zweite, auf Platz zwei landete Sandra Rollbühler und auf Platz eins die Dauersiegerin Theresa Kett.

Bei den Herren erreichte Lars Wenzelburger den dritten Platz, Platz zwei errang Achim Weiß und den ersten Preis  mitsamt dem prächtigen holzgeschnitzten Wanderpokal durfte wieder Julian Ferchow entgegennehmen, der bereits die Rennen von 2007 bis 2010 gewonnen hatte.

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