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VfB Friedrichshafen startet in die neue Bundesliga-Saison

Vergangene Runde vergaben die Bundesliga-Volleyballer des VfB Friedrichshafen den Matchball zum Meistertitel. Die Psyche wird daher diesmal eine größere Rolle spielen.

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Trainer Vital Heynen (Mitte) will mit dem VfB Friedrichshafen endlich wieder die Meisterschaft gewinnen. Vergangene Runde waren die favorisierten „Häfler“ schon nah dran.  Foto: 

Mit einer Mischung aus Eigengewächsen und langjährigen Stammkräften sowie punktuellen Verstärkungen aus dem Ausland will der VfB Friedrichshafen am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die AlpenVolleys Haching erfolgreich in die neue Bundesliga-Runde starten. Dass das Konzept aufgehen kann, hat die Truppe von Ex-Bundestrainer Vital Heynen beim Gewinn des Supercups gegen Meister Berlin (3:1) gezeigt. Doch die vergangene Saison lehrte das Team und die Fans vom Bodensee, dass es am Ende nur auf ein Spiel ankommen kann, ob die Saison im Rückblick als gelungen betrachtet werden kann.

Rückblende: Im Finale um die Deutsche Meisterschaft 2017 stehen sich, wie sollte es anders sein, die Branchenriesen VfB Friedrichshafen und Berlin Recycling Volleys gegenüber. Die Friedrichshafener sind aufgrund ihrer nahezu makellosen Saison- und Playoff-Bilanz der große Favorit, Berlin hatte dagegen in den Runden zuvor viele Spiele benötigt und vermeintlich viel Kraft verloren. Doch letztlich erzwingen die Berliner im verkürzten Finalduell ein drittes Spiel – und gewinnen dieses zur Schmach der Häfler auch noch in deren „Wohnzimmer“ ZF-Arena.

Diese Blauäugigkeit wollen die Friedrichshafener nun ablegen und haben sich dafür mit internationalen Hochkarätern verstärkt. Der deutsche Nationalspieler Philipp Collin, der US-Amerikaner Scott Kevorken (beide Mittelblock), der Bulgare Martin Atanasov (Außenangriff) sowie Bartłomiej Boladz aus Polen (Diagonalangriff) sollen neben dem erneuten Einzug ins Playoff-Finale auch die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League sicherstellen. Daneben sind Eigengewächse wie 2,10-Meter-Mittelblocker Jakob Günthör gereift und sollen die Mannschaft auch in der Breite stabilisieren. Aber auch die Stammspieler der vergangenen Runde, von Zuspieler Tomas Kocian bis zu Kapitän Simon Tischer, werden das Niveau des VfB Friedrichshafen gleichbleibend hoch halten.

Die psychologischen Erkenntnisse aus der zunächst sehr erfolgreichen und am Ende doch enttäuschenden Saison werden in dieser Runde ebenfalls eine größere Rolle spielen. „Wir haben gleich einen Titel gewonnen. Da ist es unglaublich schwierig das Team jetzt fokussiert zu halten, dass sie nicht in ein Loch fallen“, warnt Heynen vor dem Heimauftakt gegen Haching. Die Gefahr, dass die Spieler jetzt denken, dass jetzt alles von alleine läuft, sei groß: „Das ist jetzt die Kunst, dass wir die Spannung hoch halten.“

Zur neuen Taktik scheint auch zu gehören, dass Trainer Heynen ungeachtet der stets bestehenden Titelambitionen den Ball im Vorfeld auffallend flach hält. „Berlin ist für mich der eindeutige Favorit“, lenkt der VfB-Coach in Richtung des Dauerrivalen aus der Hauptstadt ab: „Wirtschaftlich ist die Mannschaft einfach die Beste in Deutschland und ich hoffe, dass die Berliner auch so weiter machen. Dazu kommt die große Spielerqualität, die das Team hat.“

Auch der schwäbische Ligarivale TV Rottenburg hat im Sommer eine spektakuläre Personalie vermeldet: Der 38 Jahre alte Idner Faustino Lima Martins, mit dem VfB Friedrichshafen dreimal Deutscher Meister und zweimal Pokalsieger geworden war, soll Routine und Erfahrung ins junge Team bringen, das im Vorjahr in der Hauptrunde auf Rang neun landete und in Pre-Playoffs ausschied. „Unser Saisonziel ist es, besser abzuschneiden als in der letzten Saison, also die Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale“, sagt TVR-Manager Philipp Vollmer, der großen Respekt vor dem Liga-Rivalen vom Bodensee hat: „Friedrichshafen geht in die zweite Saison mit Vital Heynen und wird eingespielter in die Saison gehen als Berlin – die Häfler sind unser Favorit auf den Meistertitel in diesem Jahr.“ Und auch Bundestrainer Andrea Giani nennt den VfB als Meisteranwärter Nummer eins.

Der Ball liegt also beim VfB Friedrichshafen. Diesmal muss er das Ass aber auch in des Gegners Hälfte verwandeln. Denn, Vital Heynen gab es dann doch zu: „Das ist mein wichtigstes Ziel: Ich will Friedrichshafen wieder zum Meister machen.“

In der Volleyball-Bundesliga (VBL) treten elf Mannschaften gegeneinander an. Die Meisterschaft wird über eine Hauptrunde und anschließende Playoffs entschieden. Letztere werden ab der Saison 2017/18 im neuen Spielmodus ausgetragen: Die Endrunde mit den besten acht Teams startet direkt mit den Playoff-Viertelfinals, die Pre-Playoffs entfallen. „Unser Ziel ist, den Spielplan zu entzerren und eine größere Planungssicherheit zu schaffen“, sagt VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung. Vergangene Runde musste nämlich das Finale um die Deutsche Meisterschaft verkürzt werden, weil die deutschen Teams parallel noch im Europapokal gefordert waren.

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