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Nächster Abschlag: Champions League

Die Meisterspieler der Heidenheim Heideköpfe sind in der kommenden Saison auf internationaler Bühne des Baseballs im Einsatz.

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Eigengewächs mit großem Potenzial: Tristan Hurler jubiliert nach ­einem Homerun der Heideköpfe.  Foto: 

Was für ein Auftritt: In der letzten Partie einer langen Saison, dem fünften Spiel der Finalserie um die deutsche Meisterschaft, zeigten die Heidenheimer Baseballer ihre beste Leistung und bezwangen die Bonn Capitals klar mit 8:1.

Großen Anteil am dritten Titelgewinn der Heideköpfe hatte Werfer Clayton Freimuth, der über die kompletten neun Innings ging und den starken Bonnern dabei gerade mal drei Hits gestattete. Der Linkshänder aus den USA mit deutschen Vorfahren und deutschem Pass will nächstes Jahr auch mit der Nationalmannschaft durchstarten. „Mein Ziel ist es, mit den Heideköpfen wieder einen Titel zu gewinnen und mein noch größeres, mich mit der deutschen Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele zu qualifizieren“, sagt Freimuth, der im nächsten halben Jahr übergangsweise in Australien und möglicherweise auch im amerikanischen Profi-Baseball spielen wird.

Hit auf Hit

Auch die Offensive der Heidenheimer trumpfte auf, haute den drei Bonner Pitchern – allesamt Nationalspieler – zehn Hits um die Ohren. Schon im ersten Spielabschnitt gelang die 2:0-Führung, spätestens mit dem 7:0 nach fünf Durchgängen war die Vorentscheidung gefallen. Zu den Höhepunkten zählten die Homeruns von Mitch Nilsson und Shawn Larry. Die Meisterschaft krönt das Jubiläumsjahr der Heideköpfe, die – vor 25 Jahren als Abteilung des Heidenheimer Sportbundes gegründet – auch heute noch im Großverein zu Hause sind.

Auf dem höchsten Level

Dieses Vierteljahrhundert Baseball in Heidenheim wurde geprägt durch Klaus Eckle, der Gründer, langjährige Spieler und Manager ist mittlerweile auch Trainer des Teams. Beim Baseball hat der Coach wie in kaum einer anderen Sportart direkten Einfluss auf das Geschehen auf dem Feld, muss nicht nur die Mannschaft richtig ein- und aufstellen, sondern auch während der Spiele schnell Entscheidungen treffen. Deshalb stehen auf Spitzenniveau in Deutschland noch oft Amerikaner an der Seitenlinie, die Baseball sozusagen schon mit der Muttermilch aufgesogen haben.

Doch der 49 Jahre alte Heidenheimer hat längst bewiesen, dass er auf diesem Level bestens mithalten kann. Nun ist er jedoch als Manager gefordert, denn wenn es im Frühjahr 2018 wieder los geht, wollen die Heideköpfe nicht nur ihren Titel verteidigen, sondern auch im European Champions Cup für Furore sorgen.

Diese „Champions League des Baseballs“ wird von den niederländischen und italienischen Profiteams dominiert. „Finanziell können wir mit denen nicht mithalten, wir setzen  andere Tugenden dagegen: Engagement in der Jugendarbeit, freundschaftliches Verhältnis zu den Gastspielern, ausgeprägter Teamgeist“, sagt Eckle. Und dass es trotz allem nicht unmöglich ist, mitzuhalten, bewiesen die Heideköpfe 2010, im Jahr nach dem ersten Titelgewinn, als sie das Finale des Europapokals erreichten und dort gegen Bologna erst in der Verlängerung sehr unglücklich unterlagen.

Die Herausforderung, sich mit den europäischen Spitzenklubs zu messen, ist groß. Manager Klaus Eckle und ­Abteilungsleiter Thomas Kess, die ­Macher der Heidenheimer, müssen erst einmal die Finanzierung des Champions Cups sichern, bevor sie eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen können. In diesem Jahr passte die Mischung. Zuletzt standen beispielsweise Philip Schulz und Tristan Hurler in der Startformation, zwei Akteure, die bereits als Achtjährige das Einmaleins des Baseballs bei den Heideköpfen erlernten.

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