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Wut über die Schiedsrichter

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Patrick Färber, hier beim Wurf, erzielte im Pokal-Finale gegen Freiburg den 5:6-Anschlusstreffer für den SVB.  Foto: 

Die Wasserballer des SV Bietigheim haben das baden-württembergischen Pokalfinale beim SSV Freiburg mit 5:6 verloren. Damit verpassten sie nach der Meisterschaft in der Oberliga das Double denkbar knapp. „Wir haben alles gegeben und eine sehr gute kämpferische Leistung geboten. Schade für unsere tollen Fans, dass das Spiel so ausgegangen ist, aber sie können alle bewerten, unter welchen Bedingungen wir heute verloren haben“, sagte SVB-Trainer Markus Köhler, der sich von den Schiedsrichtern benachteiligt fühlte.

Die 40 im Spielerbus mitgereisten Bietigheimer Fans sorgten während der Partie im Westbad Freiburg für Heimatmosphäre. Von Beginn an neutralisierten sich die Verteidigungsreihen, und es entwickelte sich das erwartet enge Duell. Freiburg verwandelte die erste Überzahlsituation, wobei die Abwehr der Gäste nicht gut aussah. Auf der anderen Seite taten sich die Bietigheimer bei ihrem Überzahlspiel schwer – gleich vier Möglichkeiten konnten sie im ersten Viertel nicht nutzen. Mit dem 1:0 ging es dann auch in die erste Pause.

Torjäger Ulfers fehlt dem SVB

Die Abwehrleistung stimmte, nur hatte der SVB im Spiel nach vorne weiter Schwierigkeiten. Da machte sich das Fehlen des gesperrten Torjägers Julius Ulfers bemerkbar. Dennoch gelang György Csanyi das 1:1 für den verbissen kämpfenden Titelverteidiger aus dem Ellental. Freiburg kam aber – wiederum in Überzahl – erneut zum Torerfolg und stellte den 2:1 Halbzeitstand her.

Nach der Pause kamen die Breisgauer erneut besser ins Spiel. Der SVB haderte dagegen mit Entscheidungen der Unparteiischen Jürgen Wittner und Marc Boettcher. „Sie meinten es sehr gut mit den Gastgebern. Auf der einen Seite wurde auf einfache Fouls entschieden, auf der anderen Seite wurden identische Situationen mit einem Wasserverweis bestraft“, stellte Köhler verärgert fest. Zudem monierte Bietigheims Coach bei den Schiedsrichtern, dass die Bälle nicht mehr die zu Spielbeginn eingestellte Härte haben würden – vergebens. Köhler: „Den Unparteiischen interessierte das nicht. Dieser wies den Hinweis mit dem Kommentar ,Konzentriert euch doch lieber auf euer Spiel’ ab.“

Freiburg nutzte die Gunst der Stunde und erhöhte durch zwei weitere Überzahltore auf 4:1. Nach dem 5:1 schien das Spiel für den Oberliga-Meister schon  verloren, doch die Bietigheimer rappelten sich noch einmal auf. Csanyi verkürzte mit seinem zweiten Treffer auf 2:5, was die Gastgeber in Überzahl mit dem 6:2 beantworteten. Kurz vor der letzten Pause ließ Benedikt Schwuchow mit seinem Solo, das zum 3:6 führte, noch einmal Hoffnung für das letzte Viertel aufkommen.

Bietigheim nahm im letzten Spielabschnitt die Herausforderung an, während beim SSV zunehmend die Kräfte schwanden. Kapitän Sascha Graf erzielte das 4:6 und läutete den Endspurt ein. Knapp vier Minuten vor Spielende gerieten die Schwaben erneut in Unterzahl, kamen dabei aber zum ersten Mal ohne Gegentreffer davon. Auf der anderen Seite erzielte Patrick Färber in eigener Überzahl mit seinem dritten Nachschuss das 5:6. Zu dieser Zeit saß Trainer Köhler schon auf der Tribüne – er hatte sich zu vehement über die Schiedsrichter aufgeregt und die Rote Karte gesehen. In der letzten Minute verteidigte Freiburg mit viel Körper­einsatz den knappen Vorsprung.

SVB-Kapitän Sascha Graf nahm die Niederlage sportlich: „Freiburg hat am Ende heute viel richtig gemacht und letztlich das Spiel nach Hause gebracht. Wir haben uns bei Über- und Unterzahl einfach zu schlecht verkauft, um hier als Sieger aus dem Becken zu steigen.“

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