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SLG Mettertal feiert Erfolge und engagiert sich sozial

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Das Schützen-Ehepaar Beate und Klaus Gruner hat seine sportliche Heimat beim SV Großsachsenheim gefunden. National und international haben die Gruners schon viele Erfolge gefeiert.  Foto: 

Viel unterwegs waren Beate und Klaus Gruner in den letzten Wochen. Die beiden Sportschützen aus Großsachsenheim haben einen eng getakteten Wettkampfrhythmus. So waren sie im August bei der deutschen Meisterschaft in Alsfeld und bei den Czech Open in mehreren Disziplinen am Start. Und dies sehr erfolgreich, denn Beate Gruner wurde in Alsfeld sowohl mit dem Revolver als auch mit der Pistole deutsche Vizemeisterin. Ehemann Klaus wurde in der Wertungsklasse EEP (Europäischer Polizei Parcours) Dritter. Bei den Czech Open holte sich Beate Gruner den Titel mit dem Revolver. Die nächsten Wettkämpfe in Tschechien und Österreich stehen unmittelbar bevor, derzeit bereiten sich die begeisterten Sportschützen intensiv darauf vor.

Vom Radfahrer zum Schützen

Anders als bei vielen anderen Ehepaaren war es bei den Gruners Ehefrau Beate, die die Begeisterung für den Schießsport zuerst packte. Seit Mitte der 90er-Jahre ist sie Schützin. Ehemann Klaus, begeisterter Radfahrer, begleitete seine Frau zunächst zu Training und Wettkämpfen, ehe er selbst zu schießen begann. Mittlerweile hat er über 25 Titel gewonnen. Wie viele es bei seiner Frau sind, wissen die Gruners mittlerweile nicht mehr. „Nach dem 100. habe ich aufgehört zu zählen“, berichtet sie. Aufgrund Vielzahl an Disziplinen mit unterschiedlichen Waffen und vielen Wettkämpfen, die jedes Jahr stattfinden, ist eine solch große Zahl an Titeln möglich.

Ihre sportliche Heimat haben die Gruners im SV Großsachsenheim gefunden, für den sie auch heute noch aktiv sind. Daneben gibt es seit 2013 jedoch auch noch die SLG Mettertal, deren 1. Vorsitzender Klaus Gruner ist. „Wir hatten damals die Idee, eine Spendenveranstaltung für krebskranke Kinder zu organisieren. Beim SV Großsachsenheim haben wir das so nicht durchsetzen können, wie wir uns das vorgestellt haben“, erinnert sich Klaus Gruner. So entschlossen sich einige Großsachsenheimer Schützen gemeinsam mit Schützen aus anderen Vereinen, die Schießleistungsgruppe (SLG) Mettertal zu gründen.

„Die Mitglieder der SLG kommen aus dem ganzen süddeutschen Raum, zum Beispiel aus Augsburg oder Frankfurt. Außer bei den Vorstandssitzungen und dem Eichwald-Cup sehen wir uns häufig bei Wettkämpfen auf nationaler und internationaler Ebene“, sagt Klaus Gruner. „Dort können wir dann Mannschaften bilden, um an den Teamwertungen teilzunehmen. Mannschaften können nur aus Mitgliedern einer SLG gebildet werden.“

Neben dem Training für die nächsten Wettkämpfe in Tschechien und Österreich organisieren die Gruners bereits den nächsten Eichwald-Cup, der am 17. und 18. November in Großsachsenheim stattfinden wird. Von den zehn Euro Startgebühr, die jeder Schütze zu entrichten hat, gehen fünf Euro an die Stiftung „Tour de Hoffnung“ für krebskranke Kinder. Sollte die Veranstaltung nach Abzug der Kosten für Standgebühren, Prämien und Materialkosten einen Überschuss erwirtschaften, geht dieser ebenfalls an die Stiftung. „Wir haben bereits wieder sehr viele Anmeldungen, hoffen aber noch auf weitere Teilnehmer“, meinen sowohl Beate als auch Klaus Gruner.

Wettkämpfe und Urlaub

Das Ehepaar reizt am Schießen nicht nur der Sport und die Möglichkeit, damit Gutes zu bewirken. „Man sieht außerdem viel von der Welt. Wir verbinden die Reisen zu den Wettkämpfen immer mit etwas Urlaub“, sagt Beate Gruner. „Das Problem ist mitunter nur das Fliegen. Wenn man beim Einchecken erklärt, dass man Waffen im Gepäck hat, erntet man zunächst oft erschreckte Blicke“, berichtet sie. Das negative Image, das Schützen weithin anhaften, ist dem Ehepaar Gruner bekannt. „Ich habe meinen Kollegen bei der Arbeit auch nicht sofort erzählt, dass ich Schützin bin. Als ich es doch tat, bin ich zunächst auf Unverständnis gestoßen. Mittlerweile wird es aber akzeptiert.“

Die Sicherheitsbestimmungen sind im Schießsport sehr streng – sowohl was die Aufbewahrung von Waffen und Munition zu Hause angeht, als auch die Wettkampfbestimmungen vor Ort. „Man darf zum Beispiel mit geladener Waffe nur in einem bestimmten Winkel zur Zielscheibe stehen. Tritt man aus diesem Winkel heraus, sodass Gefahr für andere bestehen könnte, wird man sofort aus dem Wettkampf genommen“, so Beate Gruner. „Außerdem ist der Genuss von Alkohol vor und während des Schießens untersagt und führt ebenfalls zur sofortigen Disqualifikation“, ergänzt Klaus Gruner.

Die Gefahren des Sportschießens werden seiner Ansicht nach überschätzt. „Das Risiko, sich beim Fußball einen Bänderriss zuzuziehen, ist deutlich größer als sich beim Schießen zu verletzen“, sagt er. Die volle Konzentration gilt nun den Turnieren in Tschechien und Österreich. Für den Eichwald-Cup im November erhoffen sich Beate und Klaus Gruner dann einen hohen Spendenerlös für krebskranke Kinder.

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