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Miteinander ist das große Plus

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Die Murrer Leichtathleten nehmen gekonnt die Hürden. Ihre große Stärke ist der Zusammenhalt.  Foto: 

Die Leichtathletikabteilungen zahlreicher Vereine in der Region haben damit zu kämpfen, dass die Zahl der aktiven Sportler immer geringer wird. Leichtathletikgemeinschaften mehrerer Vereine sind keine Seltenheit. Beim SGV Murr kennt man solche Sorgen nicht. Vom Gesamtverein gehören rund 400 Mitglieder der Leichtathletikabteilung an. Freilich sind nicht alle davon aktive Sportler, doch sind die Murrer sowohl im Junioren- als auch im Seniorenbereich sehr gut aufgestellt.

Das große Engagement der SGV, gerade im Kinder- und Jugendbereich, und das herzliche, freundschaftliche Miteinander im Verein dürften die Hauptgründe sein, warum es so viele Aktive gibt. Neben den regelmäßigen Trainingseinheiten für die Mitglieder sind die Murrer Leichtathleten regelmäßig Ausrichter verschiedener Veranstaltungen. So gibt es jedes Jahr den Tag der Kinderleichtathletik, der sehr gut angenommen wird. Seit 1984 gibt es auch den Werfertag mit Wettbewerben im Diskus, Speerwurf und Kugelstoßen. „Seit etwas mehr als zehn Jahren werden beim Werfertag auch die Kreismeisterschaften in diesen Disziplinen ausgetragen“, berichtet Uwe Funk, der seit 1997 Abteilungsleiter der Leichtathleten ist.

Neben den Teilnehmern an den Kreismeisterschaften gibt es aber auch immer wieder Sportler, die außer Konkurrenz dabei sind. So war Niko Kappel, der bei den Paralympics 2016 die Goldmedaille im Kugelstoßen gewann, 2011 beim Werfertag zu Gast. Auch für die Durchführung des Murrer Volkslaufes waren die SGV-Leichtathleten in den vergangenen Jahren verantwortlich. „Ursprünglich war das eine von der Turnabteilung ins Leben gerufene Veranstaltung. Als sich die Turner aber davon zurückgezogen hatten, haben wir das übernommen“, so Funk.

Funk früher Mehrkämpfer

Selbst nimmt der Maschinenbauingenieur nicht mehr aktiv an Wettkämpfen teil. „Ich war ein begeisterter Mehrkämpfer. Besonders die 110 Meter und die 400 Meter Hürden waren meine Paradedisziplinen. Mittlerweile bin ich aber sehr verletzungsanfällig“, berichtet er. Daher konzentriert er sich nun auf seine Aufgaben als Abteilungsleiter und als Mitorganisator der zahlreichen Veranstaltungen. Sein Engagement wird sehr geschätzt. Vor Jahren schenkten ihm die Übungsleiter ein Trikot mit dem Schriftzug „d’r Chef“ zum Geburtstag. Natürlich gelingt keine erfolgreiche Vereinsarbeit im Alleingang. Uwe Funk schätzt die Zusammenarbeit mit Übungsleitern und Helfern. Auch seine Frau und seine Tochter unterstützen ihn regelmäßig. Selbst nach 20 Jahren als Abteilungsleiter ist er keineswegs amtsmüde. Die Arbeit macht ihm nach wie vor sehr viel Spaß.

Das Engagement des SGV Murr zahlt sich aus. „In den letzten Jahren haben immer mehr Jugendliche den Weg zu uns gefunden. Im Bereich der Sechs- bis Zehnjährigen sind sogar Kinder aus Benningen und Pleidelsheim bei uns“, freut sich Funk. Sportlich gab es in den zurückliegenden Jahren einige Erfolge. So qualifizierten sich im vergangenen Jahr mehrere Jugendliche für die Endrunde um die Deutschen Meisterschaften. Und vor  einem Monat waren sechs SGV-Aktive bei der Senioren-EM in Aarhus dabei, darunter Mirko Huber. „Ich hatte Glück, dass ich kurz zuvor 50 geworden bin und somit in der höheren Altersklasse starten konnte. Ab 50 wirft man nämlich mit leichteren Sportgeräten“, erklärt Huber. „Die EM war professionell organisiert und das Stadion in Aarhus hat mich beeindruckt. Interessant fand ich auch das Leistungsspektrum innerhalb der einzelnen Wettkämpfe. Vom Hobbysportler bis zum ehemaligen Leistungssportler war alles vertreten.“ Beim Wurf-Fünfkampf verbesserte er seine persönliche Bestleistung auf 3062 Punkte und beim Speerwurf wurde er mit einer Weite von 49,50 Metern Sechster.

In Venedig wieder am Start

Für die Murrer Teilnehmer war die EM eine Mischung aus Wettkampf und Urlaub. Die mitgereisten Familien unterstützten die Sportler lautstark. Bei der nächsten Senioren-EM in Venedig wollen wieder einige Athleten teilnehmen. Die Murrer Leichtathleten ruhen sich aber nicht auf ihren Erfolgen aus, sondern planen bereits Neues. So wollen sie einen Team-Wettkampf auf die Beine stellen, bei dem Sportler aus unterschiedlichen Disziplinen miteinander antreten. Die Pläne sind schon konkret. Aber auch außerhalb des reinen Sportgeschehens sind die Athleten sehr aktiv – und gesellig.

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