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Junges Team mit Potenzial

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Abteilungsleiter Michael Ruthardt (rechts) und die Fußballer des TuS Freiberg.  Foto: 

Mit dem Heimspiel gegen den SGV Murr II startet der TuS Freiberg am kommenden Wochenende in die Rückrunde der Fußball-Kreisliga B 2. Als Tabellensechster gehören die Geisinger zu der breiten Spitzengruppe der Staffel, die den Aufstieg unter sich ausmachen wird. „Unser Saisonziel ist, oben mitzuspielen“, verrät Michael Ruthardt, der Abteilungsleiter der Fußballer beim TuS. Die junge Mannschaft hat Potenzial, und genau das soll den Verein mittelfristig in die Kreisliga A führen. „Ob das nun in dieser Saison gelingt oder etwas später, ist zweitrangig. Mein Ziel ist es aber, den Aufstieg zu schaffen und uns dann dauerhaft in der Kreisliga A zu etablieren“, so Ruthardt.

Zweimal war den Freibergern der Aufstieg bereits gelungen, beide Male dauerte das Gastspiel in der A-Liga aber nur ein Jahr. Das soll künftig anders sein. „Aufgrund der Stärke dieser Mannschaft und unserer gut aufgestellten Jugendabteilung halte ich es für machbar, dieses Ziel in den nächsten Jahren zu realisieren. Idealerweise könnten wir dann eine  zweite Mannschaft als Unterbau in der Kreisliga B melden“, so Ruthardt. Noch ist das allerdings Zukunftsmusik. Die Leistungen aus der Vorrunde lassen aber durchaus darauf hoffen, dass das Ziel vom A-Liga-Fußball in den kommenden Jahren erreicht werden kann.

Im Jugendbereich stellt der TuS, der seine Wurzeln im 1899 gegründeten TGV Geisingen hat, von den Bambini bis zur D-Jugend jeweils drei bis vier Mannschaften, die sowohl bei Hallenturnieren als auch während der Feldsaison schon mehrere Erfolge feierten. Bei den älteren Nachwuchsteams von der A- bis zur C-Jugend gibt es eine Spielgemeinschaft mit dem GSV Pleidelsheim. „Das funktioniert sehr gut. Die Zusammenarbeit mit den Pleidelsheimern ist sehr harmonisch, die Teams sind auch erfolgreich. Wir hoffen aber natürlich trotzdem, irgendwann wieder eigene Jugendmannschaften in diesen Altersklassen stellen zu können“, so Ruthardt. Momentan sei man mit der Situation im Jugendbereich aber sehr zufrieden – auch, weil viele Jugendspieler aus dieser Spielgemeinschaft den Weg zum TuS Freiberg zurückgefunden haben.

Vor der Zusammenarbeit mit dem GSV Pleidelsheim gab es eine Kooperation mit dem FV Ingersheim, von der vor allem die Ingersheimer profitiert hätten, berichtet der Abteilungsleiter.

Seit mittlerweile zwölf Jahren ist Michael Ruthardt dem TuS Freiberg verbunden. Kurz, nachdem er damals mit seiner Frau nach Freiberg gezogen war, gehörte er der damaligen ersten Mannschaft der Geisinger an, für die er drei Jahre spielte. Ein Jahr nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn übernahm der aus Filderstadt stammende Ruthardt, der einst für die Amateure der Stuttgarter Kickers die Kickstiefel schnürte, die Abteilungsleitung beim TuS Freiberg. Dort fühlt er sich längst heimisch. Der Zusammenhalt sowohl unter den Jugendlichen als auch unter den Aktiven sei groß. Gemeinsame Ausflüge und das alljährliche Engagement beim Freiberger Bürgerfest machen allen Beteiligten viel Spaß. Auch das Verhältnis zu den anderen Abteilungen des 2200 Mitglieder umfassenden Vereins ist gut. Die Lugaufhalle in Geisingen wird nicht nur von den Fußballern, sondern zum Beispiel auch von den Handballern und den Turnern genutzt.

Plus bei den Schiedsrichtern

„Besonders gute Kontakte haben wir zu den Faustballern, mit denen wir auch schon etwas unternommen haben“, berichtet Ruthardt. Besonders stolz ist man bei den Fußballern vom TuS, dass man mehr Schiedsrichter stellt als vom Verband vorgeschrieben. „Letztes Jahr haben wir sogar Geld erstattet bekommen, während viele andere Vereine Strafen zahlen müssen, weil sie nicht genügend Schiedsrichter stellen können“, so der Abteilungsleiter.

Überhaupt stehe die Fußball-Abteilung finanziell so gut da, dass sie sich weitgehend ohne Unterstützung seitens des Hauptvereins behaupten kann. Mit ihren knapp 350 Mitgliedern steht die Abteilung also bestens da. Zwei Drittel der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche, was die Hoffnungen in die sportliche Zukunft stärkt. Irgendwann wieder eigene A-, B- und C-Jugendteams zu melden und die erste Mannschaft in der A-Klasse zu etablieren, erscheint machbar. Mehr als die Kreisliga A wird aber nicht drin sein, schätzt Michael Ruthardt die Situation realistisch ein. „Wir sind ein Breitensportverein. Hochklassigen Fußball können wir nicht stemmen, da stehen wir ohnehin im Schatten des SGV“, stellt er klar. Mit dem SGV ergänze man sich gut. Bei der Belegung der Trainingsplätze am Wasen verständige man sich bestens, das Neben- und Miteinander funktioniere gut. „Wir freuen uns über jeden, der den Weg zu uns findet und für uns spielen möchte. Auch und gerade, weil wir nicht mit Geld locken können“, so Ruthardt. Verdienen kann man beim TuS Freiberg nicht viel, der Zusammenhalt ist dafür umso größer. Da das Kreisliga B-Team sehr jung ist, wird es wohl noch mehrere Jahre in gleicher Zusammensetzung spielen. Gute Voraussetzungen für den Aufstieg.

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