Partner der

Der Meister ist von der Rolle

Jetzt gewinnen die Bietigheim Steelers in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) nicht mal mehr gegen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser. Die holten sich am Freitagabend in der EgeTrans Arena einen verdienten 4:3-Sieg. Am Sonntag sind die Steelers in Rosenheim zu Gast (Beginn 18 Uhr).

|
Der Bietigheimer Greg Squires bekommt den Puck nicht am überragenden Torhüter Dustin Strahlmeier von den Lausitzer Füchsen vorbei. Foto: Avanti
Der deutsche Zweitliga-Meister Bietigheim ist von der Rolle. Das 3:4 am Freitag gegen die Lausitzer Füchse war die zehnte Niederlage in den letzten 13 Partien. Für die weitgereisten Gäste aus dem Osten Deutschlands war es der dritte Auswärtssieg in Serie nach den Erfolgen in Rosenheim und vor einer Woche in Heilbronn. Wies geht, demonstrierten die bissigen und schlauen Füchse mit einfachen Mitteln. In der Defensive standen sie kompakt, hatten im Ex-Bietigheimer Dustin Strahlmeier einen ausgezeichneten Torhüter und konterten gradlinig und zielstrebig. Dass die Steelers-Verteidigung und zweimal Torhüter Jochen Vollmer bei den Gegentoren standen, kam den Gästen entgegen. Schon der Anfang des Spiels verlief für die Gastgeber denkbar schlecht. Nach nicht mal einer Minute musste René Schoofs auf die Strafbank. Kaum wieder komplett, kassierten die Steelers das 0:1. Sie bekamen den Puck nicht vom eigenen Tor befördert und störten dann Mike Mieszkowski halbherzig, als dieser die Scheibe schnurgerade vors Tor auf Sean Fischer spielte, der sie knallhart im Bietigheimer Netz versenkte. Wieder musste das Team von Trainer Kevin Gaudet einem Rückstand hinterherlaufen und dadurch einen hohen Aufwand betreiben, während sich der Gegner vor dem eigenen Gehäuse einrichten und auf Konter lauern konnte. Die Gastgeber stellten sich bei ihren Angriffen oft ungeschickt an, spielten zu ungenau den Pass, verzogen den Schuss oder zielten so, dass Schlussmann Strahlmeier parieren konnte. Mit der zweiten Zeitstrafe gegen die Lausitzer Füchse in der neunten Minute erhöhten die Bietigheimer das Tempo und nahmen das Gästetor unter Beschuss. Aber Chris St. Jacques, Mark Heatley und Schoofs scheiterten nacheinander im Torhüter der Füchse. Nicht dabei sein durfte in dieser guten Phase seiner Mannschaft Topscorer David Wrigley, der eine völlig überzogene Zehn-Minuten-Strafe für einen angeblichen Bandencheck absitzen musste. Ihre fünfte Überzahl nutzten die Steelers dann in der 29. Minute zum fälligen Ausgleich. Heatley lupfte den Puck seinem Sturmpartner St. Jacques gefühlvoll auf die Schlägerkante und von dort prallte die Scheibe vorbei an Strahlmeier ins Tor. Mit dem Ausgleich hatte St. Jacques eine wilde Fahrt eröffnet mit Toren im Minutentakt. Zuerst nutzte Peter Boon bei einem Solo die Freiheiten vor dem Bietigheimer Tor und manövrierte auch noch Schlussmann Vollmer zur erneuten Führung der Füchse aus (30.). Dann zeigte Verteidiger Marco Schütz jene Entschlossenheit, die seine Mitspieler oft vermissen ließen, und jagte den Puck aus sieben Metern Entfernung ins Gehäuse der Gäste (31.), Das Ende des Torreigens war bitter für die Steelers, denn sie gerieten zum dritten Mal in Rückstand. Zwei Minuten nach dem 2:2 beendete Markus Schmidt einen scheinbar erfolglosen Angriff der Gäste nach einer Fahrt ums Steelers-Tor mit einem eher harmlos scheinenden Schuss aufs kurze Eck und drehte Richtung Spielerbank ab. Beim kurzen Blick zurück fiel Schmidt auf, dass der Puck durch eine schmale Lücke zwischen Pfosten und Torhüter ins Netz geflogen war und bejubelte mit Verspätung die 3:2-Führung der Weißwasseraner. Der Bietigheimer Torhüter Vollmer machte sich sofort auf den Weg vom Eis und Platz für den jungen Andreas Mechel. Der kassierte in der 39. Minute das 2:4, als ihn Scott King verladen hatte. Der Mann mit dem Goldhelm verzögerte nach einem Alleingang zunächst finalen Torschuss und erwischte Mechel dann auf dem falschen Fuß. Im Schlussdrittel versuchten die Steelers mit erhöhtem Tempo und Einsatz die Niederlage noch abzuwenden, aber die clever verteidigenden und schnell konternden Gäste ließen nur noch das 3:4 durch Patrick Asselin in der 49. Minute zu.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Bietigheimer eine Runde weiter

Pishtar Dakaj hat mit seinem Gesang bei der Sendung „The Voice of Germany“ die Juroren überzeugt. weiter lesen