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Bietigheim Steelers verlieren in der DEL 2 gegen die Fischtown Pinguins

Die Bietigheim Steelers stehen mit dem Penaltyschießen weiter auf Kriegsfuß. Am Sonntag unterlagen sie in der Deutschen Eishockey-Liga 2 den Fischtown Pinguins daheim mit 2:3. Trotz der dritten knappen Pleite in Folge bleibt der SCB Sechster.

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Der Bietigheimer Stürmer Mark Heatley (Mitte) und der Bremerhavener Verteidiger Dustin Friesen zeigen vollen Körpereinsatz, um an die schwarze Hartgummischeibe zu kommen.  Foto: 

Die Bietigheim Steelers und das Penaltyschießen: Beides passt auch in dieser Saison einfach nicht zusammen. Das gestrige 2:3 gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven war für die Schützlinge von Trainer Kevin Gaudet die bereits vierte Niederlage im Penaltyschießen in der laufenden Hauptrunde der DEL 2. Einen Sieg gab es bei diesem Sonderwettbewerb, der über einen oder zwei Zähler auf der Habenseite entscheidet, für die Steelers bisher noch nicht. "Zum Penaltyschießen muss man auch die Nerven haben. Da bringt es auch nichts, wenn du zwei Monate Penaltys trainierst", sagte SCB-Coach Kevin Gaudet und schrieb seinen Profis ins Stammbuch: "Jeder Spieler sollte froh sein, einen Penalty schießen zu dürfen. Aber viele meiner Spieler sind dies nicht, weil sie Angst davor haben, kein Tor zu schießen."

Nach einem verhaltenen Beginn ohne große Höhepunkte hatten die Nordlichter in der 13. Minute für das erste Aha-Erlebnis gesorgt: Nach einem Querpass von Kapitän Marian Dejdar zog Stanislav Fatyka mit viel Schmackes ab, und die Scheibe landete hinter SCB-Keeper Jochen Vollmer zum 0:1 im Netz. Zwei Strafzeiten gegen die Pinguins kurz hintereinander und die damit verbundene doppelte Überzahl ermöglichten Bietigheim den 1:1-Ausgleich: Alexej Dmitriev staubte ab, nachdem Gästegoalie Jonas Langmann einen Schuss von Markus Gleich nur notdürftig zur Seite abgelenkt hatte (14.).

Auch im zweiten Durchgang gaben sich beide Mannschaften vor den 2007 Zuschauern in der EgeTrans Arena schwäbisch-sparsam und geizten mit Treffern. Zunächst beschworen die Gäste die gefährlicheren Situationen vor dem gegnerischen Gehäuse herauf. Doch dann kam der Meister aus dem Ellental wieder besser auf und schoss Langmann ordentlich warm. Selbst, als sie 72 Sekunden lang erneut mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen, brachten die Steelers den Puck aber nicht ein zweites Mal im Netz unter. Gegen Drittelende musste dann auch Vollmer mehrmals sein Können aufbieten, um eine Reihe guter Chancen der Bremerhavener zu vereiteln.

Immerhin zwei weitere Tore hatten sich die zwei Teams in dem Nord-Süd-Vergleich für das Schlussdrittel aufgehoben. Ein Traumpass von Marco Schütz war der Ausgangspunkt für die Bietigheimer 2:1-Führung. Nutznießer war René Schoofs, der die Scheibe unter die Latte hämmerte (48.). Lange durften sich die Steelers freilich nicht über den Vorsprung freuen. Exakt 29 Sekunden nach Schoofs Treffer schlüpfte Vollmer ein eigentlich harmloser Distanzschuss von Gästeverteidiger Martin Walter irgendwie durch - das 2:2. Obwohl die Hausherren danach ein Übergewicht und das Gros der Chancen hatten, blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit beim Unentschieden. Gerade in der Schlussphase brachten auch die "Pinguine" das Gehäuse der Steelers noch einmal kräftig in Bedrängnis, allerdings ebenfalls ohne zählbaren Erfolg.

Nach einer torlosen Verlängerung musste das Penaltyschießen die Entscheidung herbeiführen - und dort unterlagen die Bietigheimer Kufencracks wie üblich. Andrew McPherson und Jan Kopecky legten jeweils eine Killermentalität an den Tag und trafen für die Fischtown Pinguins. Dagegen scheiterten auf Bietigheimer Seite Greg Squires und Robin Just mit ihren Versuchen. "Squires hat normalerweise die Nerven. Im Training trifft er fast immer", stellte Gaudet betrübt fest.

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