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Pinizzotto läuft zur Galaform auf

Die Bietigheim Steelers haben in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) am Sonntag den achten Sieg in Serie geholt. Das Team aus dem Ellental bezwang die tapfer kämpfenden Wölfe aus Freiburg mit 4:2.

ANDREAS EBERLE |

Die Fans des EHC Freiburg gaben ihrer Mannschaft vor dem DEL-2-Duell bei den Bietigheim Steelers eine klare Botschaft mit auf den Weg. "Kämpft so wie wir saufen" war auf einem Spruchband im Gästeblock vor dem ersten Bully zu lesen. Der Anhang aus dem Breisgau hoffte auf eine Reaktion des Aufsteigers auf die 0:9- Heimklatsche kurz vor dem Jahreswechsel gegen Kassel. Die Schlachtenbummler aus Südbaden wurden nicht enttäuscht: Die Wölfe kämpften wie Löwen, warfen sich in jeden Schuss und verteidigten mit viel Leidenschaft ihr Gehäuse. Dies war freilich auch die einzige Möglichkeit, gegen den spielerisch eine Klasse besseren Meister zu bestehen. Dennoch setzte sich am Ende Bietigheim verdient mit 4:2 durch. Mit dem achten Drei-Punkte-Erfolg hintereinander bleibt der SCB dem am Sonntag ebenfalls siegreichen Spitzenreiter Fischtown Pinguins weiter dicht auf den Fersen.

Obwohl die Steelers im ersten Drittel auch bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis ein Powerplay aufzogen und den Freiburger Kasten fast ständig belagerten, wollte ihnen kein Tor gelingen. Großes Pech hatte René Schoofs, der nach einem Diagonalpass von Max Prommersberger aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf (12.). Zum Spielverderber wurde außerdem Torhüter Christoph Mathis, dem EHC-Trainer Alexej "Leos" Sulak den Vorzug vor Stammkeeper Jonathan Boutin gegeben hatte. Der leicht angeschlagene Kanadier hatte die Fahrt ins Ellental gar nicht erst mitgemacht. Mit etwas Glück hätte Freiburg in den 90 Sekunden doppelter Überzahl gar das 0:1 erzielt: Gleich zweimal scheiterte David Vrbata an Sinisa Martinovic. Als die Wölfe dann selbst in Unterzahl waren, bewahrte der SCB-Goalie seine Mannschaft vor einem Rückstand, indem er bei einem Konter gegen den Ex-Bietigheimer Marc Wittfoth klärte.

Im zweiten Durchgang war es dann aber vorbei mit der Schonfrist. Jason Pinizzotto brach in der 30. Minute den Torbann, indem er zur 1:0-Führung abstaubte. Zuvor hatte Mathis einen Schuss von Marcus Sommerfeld mit dem Schoner abgewehrt. Exakt 111 Sekunden später durfte Pinizzotto erneut jubeln. Diesmal tankte sich der Stürmer in der Mitte durch und vollendete zum 2:0 (32.). Und beim 3:0 tanzte Yannik Baier seinen am Boden liegenden Gegenspieler Vladimir Kames aus und setzte die Scheibe flach ins Eck - der dritte Saisontreffer des Bietigheimer U-23-Spielers (37.). Pinizzotto hatte die Vorlage geliefert und damit seinen dritten Scorerpunkt eingesackt.

Im letzten Spielabschnitt mussten die Hausherren ohne Topscorer David Wrigley auskommen - der Kanadier hatte die Scheibe an den Kopf bekommen und klagte über Schmerzen im Nacken. Ob und wie lange er ausfällt, ist noch offen.

In der 43. Minute belohnte sich der Neuling aus dem Breisgau für seinen couragierten Auftritt mit dem Anschlusstreffer. Nach Vorarbeit von Petr Haluza war der Tscheche Ondrej Svanhal erfolgreich. In der Endphase wurde es für den Favoriten sogar wider Erwarten noch einmal eng: In doppelter Überzahl - Prommersberger und Frédérik Cabana hatten sich auf die Strafbank verabschiedet - verkürzte Freiburg auf 2:3: EHC-Topscorer Haluza fand nach einem Querpass von Niko Linsenmaier die Lücke (51.). Jetzt war bei den Steelers das große Zittern angesagt, während die Südbadener die zweite Luft bekamen. Cabana räumte 58 Sekunden vor Schluss aber die letzten Zweifel am Bietigheimer Heimsieg aus: Er traf ins leere Tor, nachdem Gästecoach Sulak den Goalie vom Eis geholt hatte.

Stimmen zum Spiel

Kevin Gaudet, Trainer der Bietigheim Steelers: Freiburg hat in letzter Zeit bis auf das Duell gegen Kassel immer sehr gut gespielt. Die Wölfe verteidigen gut und stehen hinten sehr kompakt. Da ist es schwer, Chancen zu bekommen. Wenn man sieben Spiele in 17 Tagen bestreiten muss, ist es vor allem für das Heimteam nicht einfach, Druck zu machen. Ich bin froh, dass wir in den ersten beiden Dritteln nur wenig zugelassen haben. Nach dem 2:3 war das Spiel offen. Der Mannschaft muss ich ein Lob aussprechen. Sie zeigt einen hervorragenden Siegeswillen.

Alexej Sulak, Coach des EHC Freiburg: Die drei Punkte für Bietigheim gehen in Ordnung. Nach dem Ergebnis gegen Kassel war klar, dass die Jungs heute ein bisschen verunsichert waren. Das haben wir im ersten und zweiten Drittel gesehen. Wir bekommen zurzeit zu leichte Tore. ae

SWP

So spielten sie

Bietigheim - Freiburg 4:2 (0:0, 3:0, 1:2)

Tore: 1:0 Pinizzotto (30./Überzahl), 2:0 Pinizzotto (32.), 3:0 Baier (37.), 3:1 Svanhal (43.), 3:2 Haluza (51./doppelte Überzahl), 4:2 Cabana (60./Empty Net).

Strafminuten: 12 (6 Strafen) - 8 (4 Strafen).

Schiedsrichter: Martin Holzer (Krugzell).

Zuschauer: 3234.

SWP

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Eishockey, 2. Bundesliga, 52. Spieltag
Pl. Verein Tore Pkt.
1 Bremerhaven 68 114
2 Bietigheim 77 111
3 Ravensburg 39 102
4 Kassel 37 93
5 Frankfurt 35 87
6 Dresden 29 87
7 Bad Nauheim 0 84
8 Rosenheim -8 81
9 Riessersee -11 69
10 Crimmitschau -30 63
11 Lausitz -45 60
12 Freiburg -51 54
13 Kaufbeuren -46 48
14 Heilbronn -94 39
Zum Schluss

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