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6:2 - Steelers zeigen eine meisterliche Vorstellung

Die Bietigheim Steelers haben in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) das Verfolgerduell bei den Löwen Frankfurt klar mit 6:2 gewonnen. Festtagsstimmung verbreiteten fast 1000 mitgereiste SCB-Fans.

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Das Trainer-Comeback von Sportdirektor Rich Chernomaz an der Bande der Löwen Frankfurt ist missglückt: Die Hessen kassierten gegen den DEL-2-Meister Bietigheim Steelers eine 2:6-Niederlage.

Über 5200 Besucher, darunter gut 1000 stimmungsvolle Gäste aus Bietigheim, die einen Tag vor Heiligabend mit einem Sonderzug nach Frankfurt gekommen waren um ihre Steelers zu unterstützen, warteten gespannt auf den Auftritt der Hessen, die besonders in den bisherigen Heimpartien oft enttäuscht hatten. Die Fans, die noch mit den 2010 in Insolvenz gegangenen Lions sympathisierten, erhofften sich von ihrem Meistertrainer von 2004 Rich Chernomaz kleine Wunderdinge, da der 52-Jährige in der Mainmetropole Kultstatus genießt.

Der Tabellenvierte vom Main startete ohne Angreifer Marc Schaub, dafür mit der Nürnberger Leihgabe Philip Lehr im Tor. Neuzugang Tyler Plante war zwar schon spielberechtigt, aber erst gestern am Frankfurter Flughafen gelandet - der Kanadier mit US-Pass hatte erst eine Einheit mit seinen neuen Kollegen absolviert. Auf Seiten der Steelers verzichtete Coach Kevin Gaudet auf den verletzten Angreifer Shawn Weller und Verteidiger Markus Gleich.

Nach den beiden bisherigen Saisonspielen, die jeweils mit 4:2 zugunsten des Gaudet-Teams endeten, waren die Löwen nicht nur wegen des Trainertauschs vom Montag besonders motiviert.

Die Löwen begannen überfallartig das Spiel, drei krachende Checks in den ersten 60 Sekunden sollten ein Zeichen setzen. Das setzte jedoch Frederik Cabana in Minute zwei, der bei einer 1:1-Kontersituation eiskalt vollstreckte. Justin Kelly schien das imponiert zu haben, denn er machte es seinem Kameraden gut eine Minute später nach, als eine glänzende Vorarbeit von David Wrigley gekonnt vollstreckte.

Jetzt war das Stadion fest in Bietigheimer Hand, die Fans feierten den Heiligen Abend einen Tag früher. Die Löwen produzierten nun Strafen. Als sogar zwei Frankfurter in der Kühlbox Platz nahmen, hämmerte Adam Borzecki den Puck zum 3:0 ins Netz. Nach 15 Minuten die erste Gelegenheit der Hessen, doch Richie Mueller schoss in die Arme von Sinisa Martinovic. Doch auch er musste hinter sich greifen, als Bietigheim in eigener Überzahl zu sorglos war, Norman Martens einen Break gekonnt vollendete.

Der Mittelabschnitt sah weiter meisterliches Hockey aus Bietigheim, die Gäste spulten ihr Programm in imponierender Art und Weise herunter. David Wrigleys Treffer stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her, als der Torjäger durch die Löwen-Abwehr kurvte. Zwar verkürzte Mike Card in Überzahl mit einem Schlagschuss für Frankfurt, aber wieder war es eine Einzelleistung gegen die mannschaftliche Geschlossenheit der Steelers. Da wollte Matt McKnight nicht nachstehen: Als gerade eine Überzahl seines Teams abgelaufen war, nutzte er die kurzzeitige Neuorientierung der Löwen-Abwehr zum 5:2.

Im Schlussanschnitt standen die beiden befreundeten Fanlager im Mittelpunkt, die sich minutenlange Sprechchöre mit Wechselgesang lieferten. Die Löwen arbeiten hart, spielten ihr bestes Eishockey, was aber gegen die spielerisch dominierenden Gäste zu wenig war. 180 Sekunden vor dem Ende nahm Chernomaz schon seinen Torwart Lehr vom Eis, brachte einen weiteren Feldspieler. René Schoofs war es vergönnt, ins leere Tor zu treffen, was die Anhänger aus Bietigheim endgültig in Silvesterlaune versetzte. Ein hochverdienter Erfolg der Steelers, die eine meisterwürdige Auswärtspartie ablieferten. Am Samstag (17 Uhr) geht es für die Steelers nun mit einem Gastspiel bei den Starbulls Rosenheim weiter.

Stimmen zum Spiel

Kevin Gaudet, Trainer der Bietigheim Steelers: Ich hatte gehofft, dass wir das erste Tor schießen. Es war uns klar, dass die Löwen dann nervös werden. Nach dem 3:0 hatten wir das nötige Glück. Dann haben wir den Sieg verdient nach Hause gebracht. Die 1000 mitgereisten Bietigheimer Fans waren super. Sie haben uns grandios unterstützt und toll mit den Frankfurtern gefeiert.

Rich Chernomaz, Coach der Löwen Frankfurt: Das war nicht das erwünschte Ergebnis. Nach dem 0:3 war praktisch alles vorbei. Aber es war ein absolut verdienter Sieg der Steelers. Bietigheim hat ein tolles Team mit einem tollen Trainer, das war meisterlich, was unser Gegner geboten hat. Wir haben zu viele Fehler gemacht, waren zu wenig spielintelligent. ul

SWP

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