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Bei Regen fallen Training und Spiel aus

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Schläger und Werfer beim Baseball-Bezirksligaspiel zwischen den Brewers Freiberg und den Ladenburg Romans.  Foto: 

Baseball ist eine der populärsten Sportarten der Welt. Nicht nur in den USA, sondern auch in Lateinamerika und weiten Teilen Asiens erfreut sich der Sport größter Beliebtheit. In Europa ist das aus dem Brenn- beziehungsweise Schlagball hervorgegangene Spiel jedoch eine Randsportart. Das zeigt sich an der vergleichsweise geringen Zahl an Vereinen. Dennoch gibt es in der weiteren Region einige Baseball-Klubs. Die Stuttgart Reds gehören gar der Bundesliga an.

Vier Klassen tiefer, in der Bezirksliga, sind die Freiberg Brewers beheimatet. „Bis vor zwei Jahren haben wir noch Landesliga gespielt, wo wir leider zumeist verloren haben, wenn auch oft nur sehr knapp“, berichtet Chris Engelmann. Der Zweite Vorsitzende ist einer von etwa 20 aktiven Spielern der Freiberg Brewers. Insgesamt gehören dem 1998 gegründeten Verein etwa 50 Mitglieder an. In zwei bis drei Jahren möchten die Freiberger die Rückkehr in die Landesliga schaffen.

Nach elf von zwölf Spieltagen belegen die Brewers in der aktuellen Bezirksliga-Saison mit sechs Siegen und fünf Niederlagen den dritten Platz. Zuletzt gab es eine 4:11-Heimniederlage gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Ladenburg Romans. „Die Begegnung war lange ausgeglichen, erst sehr spät ist das Ergebnis deutlich geworden“, berichtet Chris Engelmann. „Für mich macht das den Reiz des Baseball-Sports aus, dass noch in den letzten Innings eine Wende möglich ist. Wenn es im Fußball 20 Minuten vor Schluss 5:0 steht, ist das Spiel ja entschieden“, sagt Engelmann. Im Baseball kann man sich mit einem Homerun schnell wieder zurück ins Spiel bringen.

Engelmann, der im zweiten Jahr Zweiter Vorsitzender der Freiberger ist, hat früher selbst Fußball gespielt. Bei zwei USA-Reisen kam er näher mit dem Baseball in Berührung. Die Entscheidung, vom Fußball zum Baseball zu wechseln, fiel ihm auch deshalb leicht, weil Baseball keine so körperlich harte Sportart ist wie Fußball. Vor etwas mehr als fünf Jahren fand er schließlich den Weg zu den Freiberg Brewers, für die er seitdem aktiv ist. „Unser Ziel ist es natürlich, erfolgreich zu sein. Den Aufstieg in die Landesliga haben wir ja fest im Blick. Der Spaß am Spiel ist uns aber genauso wichtig“, betont er.

Weite Reisen in der Liga

Ohne Freude an der sportlichen Betätigung würde vermutlich auch niemand die weiten Wege zu den Spielen auf sich nehmen. Denn anders als im Fußball oder auch beim Handball umfasst die Bezirksliga im Baseball nicht nur Teams aus einem Landkreis. Die Freiberger Gegner kommen zum Beispiel aus Heilbronn, Karlsruhe oder Bretten. Die Reisekosten müssen zum Großteil selbst getragen werden, wenngleich der Verein, wo immer möglich, etwas zuschießt. „Wir nehmen seit Jahren regelmäßig mit einem Stand am Freiberger Bürgerfest teil, dadurch haben wir Einnahmen“, erzählt Chris Engelmann.

Durch die Teilnahme am Bürgerfest ist man im kulturellen Leben der Stadt verankert. Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniere gut. Der Kunstrasenplatz im Sportzentrum Wasen steht den Baseballern einmal wöchentlich fürs Training und für die Heimspiele zur Verfügung. „Wir sind dabei immer auf gutes Wetter angewiesen, denn die Korkbälle nehmen Wasser auf. Bei Regen kann also nicht trainiert oder gespielt werden. Baseball ist also sozusagen eine Schön-Wetter-Sportart“, meint Engelmann schmunzelnd.

Das Verhältnis zu den anderen Baseball-Vereinen sei sehr gut, man kenne sich nicht nur vom Liga-Spielbetrieb, sondern auch von Turnieren. Da sich die Brewers den Kunstrasenplatz mit mehreren anderen Sportvereinen teilen müssen, war es bislang nicht möglich, ein eigenes Turnier auszurichten. Die Fahrten nehmen die Freiberger jedoch gerne in Kauf, da ihnen der Sport am Herzen liegt. „Baseball ist auch deshalb ein interessanter Sport, weil er Elemente mehrerer Disziplinen wie Werfen und Laufen vereint“, sagt der Zweite Vorsitzende. Außerdem könne man beim Baseball sehr lange aktiv sein. „Es gibt immer wieder Sportler, die noch mit über 50 Jahren auf dem Feld stehen“, berichtet er. Die untere Altersgrenze für den Aktivenbereich liegt bei 16 Jahren.

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