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Ungarinnen bejubeln den Sprung ins Achtelfinale

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  • Die Mannschaft von Ungarn feiert ihren 31:28-Triumph über Polen und den vorzeitigen Einzug ins WM-Achtelfinale.   1/2
    Die Mannschaft von Ungarn feiert ihren 31:28-Triumph über Polen und den vorzeitigen Einzug ins WM-Achtelfinale.  Foto: 
  • Die norwegische Kapitänin Stine Bredal Oftedal wurde gegen Tschechien zur besten Spielerin gekürt.  2/2
    Die norwegische Kapitänin Stine Bredal Oftedal wurde gegen Tschechien zur besten Spielerin gekürt. Foto: 
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Bereits am vorletzten Spieltag der Gruppe B sind die Würfel gefallen: Mit Norwegen, Schweden, Tschechien und Ungarn stehen die vier Mannschaften fest, die Bietigheim-Bissingen nach der Vorrunde als Achtelfinalisten verlassen werden. In die Röhre schauen die Teams aus Argentinien und Polen. Sie haben den Sprung unter die besten 16 vorzeitig verpasst. Dennoch herrscht an diesem Freitag zum Abschluss der Gruppenphase noch genug Spannung und Zündstoff – besonders am Abend in der abschließenden WM-Partie in der EgeTrans-Arena, wenn der Titelverteidiger Norwegen und Schweden ab 20.30 Uhr in einem skandinavischen Duell um den Gruppensieg wetteifern. „Das ist jetzt ein richtiges Finale. Ich erwarte ein hartes Spiel für uns. Unser Gegner hat bisher in jeder Partie beeindruckt und in den vergangenen Jahren eine gewaltige Siegermentalität entwickelt“, sagte der schwedische Trainer Henrik Signell.

Schweden gewinnt locker

Seine Schützlinge hatten mit einem ungefährdeten 38:24-Sieg gegen Argentinien die letzten Zweifel am Weiterkommen beseitigt. Dabei trugen sich gleich 14 schwedische Spielerinnen in die Torschützenliste ein. Topwerferin war Nathalie Hagman mit sechs Treffern. Coach Signell konnte sich angesichts der Überlegenheit sogar den Luxus erlauben, einige Stars zu schonen – etwa Isabelle Gullden. Das Rückraum-Ass, das in den ersten drei Spielen viel Einsatzzeit erhalten hatte, stand diesmal nur kurz auf dem Feld, verwandelte dabei aber immerhin ihre beiden  Siebenmeter gewohnt souverän. Die Südamerikanerinnen hielten vor den 2220 Zuschauern nur bis zum 10:12 (22.) einigermaßen mit, bezahlten dann  aber kräftig Lehrgeld. Dennoch war Eduardo Peruchena zumindest mit der Angriffsleistung des Außenseiters zufrieden: „Unser Ziel in dieser schweren Gruppe war, in jedem Spiel 20 Tore zu werfen. Das ist uns bis auf die Partie gegen Ungarn auch immer gelungen“, konstatierte der argentinische Trainer.

Norwegische Demonstration

Eine noch größere Machtdemonstration war der  Kantersieg der Norwegerinnen gegen Tschechien. Der amtierende Weltmeister deklassierte die völlig überforderten Osteuropäerinnen mit 34:16 und feierte den vierten Erfolg im vierten Gruppenspiel. Schon zur Pause lag das Star-Ensemble um Kapitänin Stine Bredal Oftedal vor den 2300 Besuchern nach einer imponierenden Vorstellung mit 20:7 vorne. „Das war ein wahnsinniger Auftritt der Norwegerinnen“, stellte Hallensprecher Michael Kloiber  bereits zur Pause hörbar beeindruckt fest. Besonders Nora Mork (sieben Tore), Veronica Kristiansen (6) und  Oftedal (6) taten sich als Vollstreckerinnen hervor.

In der zweiten Hälfte durfte die zweite Garde der Skandinavierinnen ran – und die zeigte sich ähnlich spielfreudig wie die Mitstreiterinnen in Durchgang eins.„Ich bin sehr zufrieden mit dem Spielverlauf. Wir konnten alle Spielerinnen einsetzen. Die Pausen waren gut im Hinblick auf das Duell gegen Schweden“, bilanzierte der norwegische Trainer Thorir Hergeirsson.

In Partystimmung waren auch die Handballerinnen aus Ungarn, die bereits am Nachmittag ihr Schlüsselspiel gegen Polen mit 31:28 (13:11) für sich entschieden hatten. Schon vor dem Duell war klar: Der Sieger würde  ins Achtelfinale einziehen. Die Polinnen um die Bietigheimerin Karolina Kudlacz-Gloc begannen stark und führten nach 16 Minuten mit 8:7. Dann steigerten sich die Ungarinnen um die überragende Aniko Kovacsics (acht Tore) und schlugen in der Offensive immer wieder eiskalt zu. Über 18:12 (35.) und 24:16 (43.) zogen sie auf 29:21 (53.) davon. In der Schlussphase gelang Polen nur noch Ergebniskosmetik. „Wir haben heute alles gegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft“, stellte Kudlacz-Gloc fest, gab aber auch zu: „Die ungarische Mannschaft hatte heute mehr Argumente im Spiel.“ Die siegreichen Ungarinnen kämpfen nun an diesem Freitag (18 Uhr) gegen Tschechien um Platz drei in der Gruppe.

Info Die beiden Spiele am Freitagabend zwischen Ungarn und Tschechien (18 Uhr) sowie Norwegen und Schweden (20.30 Uhr) sind bereits ausverkauft. Karten gibt es dagegen noch für das Duell Polen gegen Argentinien (14 Uhr).

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