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Lechner nimmt 08-Team den Druck

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Für den Vizemeister FSV 08 Bissingen scheint die Zeit reif für den ersten Heimsieg in der noch jungen Oberliga-Saison. Nach drei Unentschieden am Bruchwald soll an diesem Samstag (15.30 Uhr) im Spiel gegen den FC Astoria Walldorf II der erste Dreier zu Hause her. Das will auch Trainer Andreas Lechner, doch er nimmt den Dampf aus dem Kessel – und seinem Team den Druck. „Ich sehe das entspannt und werde das Spiel nicht überbewerten. Wenn es nicht mit einem Heimsieg klappt, dann versuchen wir es eben in zwei Wochen wieder“, sagt Lechner. Er attestiert seinen Fußballern eine sehr gute Trainingswoche und hofft, dass sie sich dafür belohnen und auch im Spiel mal wieder ihr volles Leistungsvermögen abrufen.

Am Montag haben sich Trainerteam und Mannschaft vor der Übungseinheit zu einer Manöverkritik zusammengesetzt. Dabei ging es Lechner zufolge auch darum, die erfolgreiche Vorsaison endgültig abzuhaken und sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. „Die Spieler sind sehr ehrgeizig und machen sich selbst zu viel Druck“, hat der Coach erkannt.

Walldorf II ist Drittletzter

Während sich Bissingen mit bisher neun Punkten auf Rang acht und damit im breiten Mittelfeld tummelt, steckt Walldorf II als Drittletzter schon mitten im Abstiegskampf. Unter der Woche war die Regionalliga-Reserve des FCA beim Spitzenreiter FC Nöttingen chancenlos und verlor 0:3. Bisher haben die Nordbadener erst einen Sieg bejubeln dürfen: Am zweiten Spieltag triumphierten sie mit 3:0 in Reutlingen. „Es ist immer unangenehm, gegen zweite Mannschaften zu spielen. Das sind gut ausgebildete und willige Teams mit einer hohen Laufbereitschaft“, sagt Lechner.

Thanh Duc Ngo und Tim Reich haben zuletzt in der Bissinger Bezirksliga-Elf gespielt und dort beim 2:2 im Derby gegen Germania auch überzeugt. Im Oberliga-Kader müssen sich die beiden Abwehrspezialisten aber erst einmal hinten anstellen. „Der Torwart und die Innenverteidigung sind unsere kleinsten Baustellen. Die Spieler dort sind die einzigen, die ihre Leistung gebracht haben. Darum wird sich auf diesen Positionen auch nichts ändern“, sagt Lechner. Sicher nicht dabei sind der Dauerverletzte Michael Deutsche, Manuel Sanchez (Muskelbündelriss), Patrick Milchraum (im Aufbautraining) und Niklas Weiß (Entzündung im Adduktorenbereich). Simon Lindner litt bis Mitte der Woche an einer Magen-Darm-Verstimmung, hat aber am Donnerstag wieder trainiert. Sein Einsatz ist nicht in Gefahr.

Beim SGV Freiberg wäre man dagegen froh, wenn sich die erste Mannschaft wie die Nullachter im Tabellenmittelfeld befinden würde. Der Aufsteiger vom Wasen ist bisher hinter den Erwartungen geblieben und hält sich als Vierzehnter in der Abstiegszone auf. Vier knappe Niederlagen haben den Freibergern die Anfangsbilanz vermiest. Erst vier Punkte hat der SGV nach sechs Spieltagen auf dem Konto – dank einer Nullnummer in Oberachern und eines 2:1-Heimsiegs gegen Pforzheim. Auswärts gelang also noch kein Dreier – keine guten Voraussetzungen für das Duell an diesem Samstag (15.30 Uhr) beim Göppinger SV. „Wir müssen aus eigener Kraft aus dieser Situation herauskommen und brauchen  dringend ein Erfolgserlebnis“, sagt Coach Ramon Gehrmann. „Jeder muss sich voll reinhauen. Das ist das Mindeste, was man erwarten kann.“

Nach der 0:1-Heimniederlage vor einer Woche gegen die TSG Balingen hat der Fußball-Lehrer seine Schützlinge für ihren Auftritt kritisiert und aus seinem Frust keinen Hehl gemacht. „Balingen wollte den Sieg mehr und hat darum gewonnen. Darum bin ich so enttäuscht“, sagt Gehrmann. „Dass man in der jetzigen Situation nicht bereit ist, 100 Prozent abzurufen, ist für mich als Trainer schwer begreiflich.“

Auch beim Gegner aus Göppingen läuft in dieser Runde noch nicht alles nach Wunsch. Die Mannschaft des früheren Bissinger Trainers Gianni Coveli hat zwar mit zwei Dreiern gegen Spielberg (2:0) und Backnang (2:0) einen Traumstart hingelegt, doch seitdem zeigt der Trend nach unten. Nach vier sieglosen Partien rutschte der GSV auf Rang elf ab.

Abgesehen von den Langzeitverletzten Spetim Muzliukaj, Sven Schimmel und Clemens Schlimgen steht den Freibergern der komplette Kader zur Verfügung. Nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre wird Linksverteidiger Thomas Gentner voraussichtlich in die Startelf zurückkehren – und das wird nicht die einzige Umstellung bleiben, wie Gehrmann andeutet: „Nach einem Spiel wie gegen Balingen ist es legitim, wenn man als Trainer die eine oder andere Änderung ins Auge fasst.“

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