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SG BBM: Mayerhoffer guckt nicht auf Tabelle

Innerhalb von vier Tagen absolviert der Handball-Erstligist SG BBM Bietigheim zwei Heimspiele gegen etablierte Traditionsklubs. Am Mittwoch gastieren die Füchse Berlin in der EgeTrans Arena. Am Samstag geht es gegen den SC Magdeburg.

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Bundestrainer und Füchse-Coach in Personalunion: Dagur Sigurdsson kann sich zurzeit über mangelnde Arbeit nicht beklagen.  Foto: 

Bundestrainer Dagur Sigurdsson, Deutschlands Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, Ausnahmekönner wie Petar Nenadic oder Bartlomiej Jaszka - die Fans der SG BBM Bietigheim dürfen sich auf viel Handball-Prominenz freuen, wenn an diesem Mittwoch (20.15 Uhr) das Heimspiel des Aufsteigers gegen die Füchse Berlin in der EgeTrans Arena angepfiffen wird. "Diese Spiele und Gegner machen den Reiz der Liga aus. Für die Zuschauer sind das Highlights", sagt SG-Coach Hartmut Mayerhoffer. "Wir können als Verein stolz sein, dass solche Mannschaften unter Wettkampfbedingungen gegen uns antreten."

Die Kehrseite ist, dass die Bietigheimer gegen so etablierte Teams wie die Füchse oder auch am Samstag (20.15 Uhr) in der Ludwigsburger MHP Arena gegen den SC Magdeburg kaum eine Chance haben - sofern der Gegner seine Normalform bringt und den Neuling nicht unterschätzt. Dabei hätte die SG BBM Punkte bitter nötig: Nach der enttäuschenden 20:26-Niederlage im Kellerduell bei der TSG Friesenheim bildet der Klub mit nun 4:24 Zählern wie gehabt das Schlusslicht. Das rettende Ufer, ein Nichtabstiegsrang, ist schon sechs Punkte entfernt. Eine Zwischenbilanz, die für Mayerhoffer freilich kein Grund für schlaflose Nächte ist. "Die Tabellensituation und der Abstand sind mir relativ egal. Wir konzentrieren uns immer nur auf den nächsten Gegner und versuchen, das bestmögliche Ergebnis herauszuholen. Uns geht es vor allem darum, die Entwicklung der Mannschaft voranzutreiben", stellt der Coach fest.

Ein Fragezeichen steht einmal mehr hinter dem Einsatz von Robin Haller. Den 28-jährigen Rückraumspieler plagen nach wie vor Patellasehnenprobleme, weshalb er derzeit nur eingeschränkt trainieren kann. Nach dem Friesenheim-Spiel litt zudem Timo Salzer an Rückenbeschwerden. Doch seit Montag nimmt er wieder an den Übungseinheiten teil. Auf einem guten Weg ist Christian Heuberger. Bietigheims Kapitän und Kreisläufer ist mittlerweile ins Mannschaftstraining eingestiegen und dürfte nach einem Dreivierteljahr Zwangspause infolge einer Ellbogenverletzung demnächst sein Comeback feiern. "Aufgrund seiner Persönlichkeit und Erfahrung ist er ein sehr wichtiger Spieler für uns", sagt Mayerhoffer.

Der amtierende DHB-Pokalsieger aus Berlin kommt mit viel Rückenwind in die EgeTrans Arena. Die Füchse haben am Sonntag in der dritten EHF-Pokal-Runde das Hinspiel gegen den französischen Vertreter HBC Nantes dank einer starken Defensive mit 23:18 (10:8) gewonnen. Damit verschaffte sich das Star-Ensemble von der Spree eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag in Frankreich. Bester Werfer war der schwedische Linksaußen Fredrik Petersen mit sechs Treffern. Eine Personalie sorgte bei den Berlinern für zusätzliche Freude: Der polnische Regisseur und Nationalspieler Bartlomiej Jaszka kam nach fast fünfmonatiger Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz und dürfte auch gegen die SG BBM zum Kader zählen.

Aktuell steht der Tabellenfünfte der Vorsaison hinter dem Bietigheimer Samstags-Gegner SC Magdeburg auf Rang sechs. Auswärts haben die Füchse bereits drei ihrer sechs Duelle verloren - in Göppingen (27:29), Minden (21:30) und zuletzt in Hamburg (25:33). Dennoch wäre es eine Sensation, wenn die Berliner bei ihrer Zwischenetappe auf dem Weg nach Nantes ausgerechnet beim schwäbischen Underdog ausrutschen würden.

Obwohl die Karten also klar verteilt sind, geht SG-Coach Mayerhoffer mit Zuversicht in die Heimpartie gegen den Topklub aus der Hauptstadt. "Man muss immer an seine Chance glauben. Jedes Spiel geht bei 0:0 los. Wir werden sicher nichts abschenken", sagt der Bayer. Dass beim Gegner mit dem Isländer Sigurdsson der deutsche Nationaltrainer an der Seite steht, lässt ihn genauso kalt wie der Tabellenstand: "Damit beschäftige ich mich nicht. Es gibt andere Dinge, die man als Trainer im Blickfeld haben muss."

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