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SG BBM Bietigheim: Magdeburger Stars sind gewarnt

Nach den Füchsen Berlin ist mit dem SC Magdeburg ein weiterer etablierter Bundesliga-Topklub bei der SG BBM Bietigheim zu Gast. Die Handballer des Aufsteigers wollen sich erneut teuer verkaufen - und möglichst eine Sensation schaffen.

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Tim Dahlhaus (rechts), hier eine Szene aus dem Heimspiel gegen die Füchse Berlin, nimmt mit der SG BBM einen neuen Anlauf, eine Sensation zu schaffen. Der Bietigheimer Gegner ist an diesem Samstag der SC Magdeburg.  Foto: 

Mund abwischen, weiter geht's. Die Erstliga-Handballer der SG BBM Bietigheim haben nach der knapp verpassten Sensation am Mittwoch gegen die Füchse Berlin an diesem Samstag erneut die Gelegenheit, eine Spitzenmannschaft zu ärgern. Zu Gast in der Ludwigsburger MHP Arena ist ab 20.15 Uhr der SC Magdeburg. Das Star-Ensemble aus Sachsen-Anhalt steht mit 17:7 Zählern auf Rang sieben und damit in Reichweite der internationalen Plätze. Nach Minuspunkten würde der dreimalige Champions-League-Sieger allerdings auf Rang fünf stehen.

"Das ist eine etablierte Mannschaft mit internationalem Niveau. Es wäre vermessen zu sagen, wir würden Magdeburg schlagen, aber wenn der Gegner uns die Möglichkeit gibt, wollen wir da sein", meint SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer. Der 45-jährige Bayer glaubt nicht, dass der Sportclub sein Team auf die leichte Schulter nehmen wird, wie dies vielleicht die Berliner am vergangenen Mittwoch getan haben. "Magdeburg wird uns nach dem Spiel gegen die Füchse nicht unterschätzen", stellt er fest. Ein Indiz: Der Tross des SCM ist bereits am Freitag angereist, um sich gewissenhaft auf das Gastspiel beim Tabellenletzten vorzubereiten.

Auswärts haben die "Gladiators" in der laufenden Runde schon viermal verloren, zuletzt vor zwei Wochen mit 25:29 beim TuS N-Lübbecke, also ebenfalls bei einem Abstiegskandidaten. Dafür rehabilitierte sich die Mannschaft des isländischen Trainers Geir Sveinsson sieben Tage später mit einem souveränen 36:28-Heimsieg gegen den aktuellen Vorletzten TSG Friesenheim.

Der Sportclub aus Magdeburg verfügt über ein physisch starkes Team, das über 60 Minuten lang Tempohandball zu spielen vermag. Trotz eines intensiven Videostudiums hat Mayerhoffer keine Schwächen beim Gegner ausgemacht, weder im Rückzugsverhalten noch in der Vorwärtsbewegung. Und erstklassig doppelt besetzt sind die Magdeburger ohnehin auf sämtlichen Positionen. Im Tor ist der dänische Nationalkeeper Jannick Green Krejberg ein Erfolgsgarant. Die beiden Kreisläufer Bartosz Jurecki aus Polen und Jacob Bagersted aus Dänemark bürgen ebenfalls für viel Qualität. Viele Treffer erzielen die Gäste über die Flügel. Rechtsaußen und Siebenmeter-Spezialist Robert Weber führt mit 107 Treffern derzeit sogar die Torschützenliste der Ersten Bundesliga an. Zu den weiteren Stützen in der Mannschaft zählen die Slowenen Marko Bezjak und Jure Natek, der in Polen geborene Deutsche Andreas Rojewski, der Norweger Espen Lie Hansen sowie der Niederländer Fabian van Olphen, die jeweils auch für ihre jeweilige Nationalmannschaft spiel(t)en. Diese Woche hat der Sportclub einen weiteren Transfercoup gelandet: Nationalspieler Finn Lemke wechselt zur neuen Saison für zunächst zwei Jahre an die Elbe. Der Vertrag des 22-jährigen Rückraum-Akteurs beim TBV Lemgo läuft nach dieser Runde aus.

Die Bietigheimer Handballer gehen mit demselben Kader in das David-gegen-Goliath-Duell wie gegen Berlin. Rechtsaußen Christian Schäfer hat sich am Mittwoch bei einem Zweikampf mit Füchse-Kreisläufer Jesper Nielsen zwar eine Prellung am linken Wurfarm zugezogen und konnte am Donnerstag nicht trainieren. Doch bis zum Spiel in der MHP Arena sollte der 26-Jährige wieder rechtzeitig fit sein. Auf dem Weg der Besserung ist auch Robin Haller, dessen Patellasehnenprobleme am Abklingen sind. Gegen die Füchse hatte der Rückraum-Kanonier nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte bereits für wichtige Impulse gesorgt.

Info
Die Drittligisten SV Salamander Kornwestheim und der TSV Rödelsee bestreiten ab 17.30 Uhr das Vorspiel.

Mayerhoffer fordert Lösung

Kalte Halle Hartmut Mayerhoffer, der Trainer der SG BBM Bietigheim, moniert die erhöhte Verletzungsgefahr durch die niedrigen Temperaturen in der EgeTrans Arena. "Das ist nicht optimal und ein Punkt, über den man sich Gedanken machen muss. Da muss eine Lösung gefunden werden", sagt der Coach - gerade auch im Hinblick auf die zunehmend kühlere Witterung in Herbst und Winter. Der Hintergrund: Rasches Auskühlen erhöht bei den Spielern naturgemäß das Risiko, sich zu verletzen oder zu erkälten. Davon abgesehen fühlt sich Mayerhoffer in beiden Spielstätten - der EgeTrans Arena im Ellental und der MHP Arena in Ludwigsburg - allerdings pudelwohl: "Beide Hallen sind erstligareif, und in beiden Hallen ist die Stimmung super."

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