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Handball-Bundesligist SG BBM Bietigheim verliert gegen Füchse Berlin

Trotz einer starken Leistung hat es für den Aufsteiger SG BBM Bietigheim in der Handball-Bundesliga der Männer wieder nicht zu einem Sieg gereicht. Die Füchse Berlin gewannen in der EgeTrans Arena vor 2743 Zuschauern mit 24:22 (12:12).

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Das war nichts mit einer Pflichtaufgabe in der Bundesliga für die Berliner Füchse zwischen ihren Auftritten im Europacup. Das Team von Trainer Dagur Sigurdsson musste sich in der EgeTrans Arena mächtig anstrengen, um gegen den Aufsteiger SG BBM Bietigheim mit 24:22 zu gewinnen. Die Gastgeber glichen in der umkämpften und emotional geführten Partie mehrfach aus und lagen kurz vor der Pause sogar mit zwei Toren in Führung. Obwohl sie gegen das mit internationalen Klassespielern gespickte Berliner Team nur 24 Gegentreffer kassierten, reichte es am Ende nicht zum zweiten Heimsieg.

Angekommen in der Ersten Liga und ein ernst zu nehmender Gegner sind die Bietigheimer allerdings. Auch gegen die Füchse fehlten am Ende ein paar Kleinigkeiten, um zu punkten. Da schlichen sich vor allem in der zweiten Halbzeit ein paar Abspielfehler und einige Fehlwürfe zu viel ein.

Überragender Akteur bei der SG BBM war Linksaußen André Lohrbach, der zehn Treffer erzielte. Ganz stark auch Bietigheims Neuer im Tor, Darko Stanic. Zum Duell zwischen dem serbischen Nationalkeeper und der deutschen Nummer eins kam es allerdings nicht. Berlins Silvio Heinevetter kam nur bei zwei Siebenmetern aufs Feld, bei denen er gegen Lohrbach keine Chance hatte. Sein Kollege Petr Stochl durfte durchspielen und bot eine überragende Partie. Er meisterte 18 Würfe der Gastgeber und war so maßgeblich am Sieg der robusten Gäste beteiligt. Stanic brachte es immerhin auf 13 Paraden.

Nach einer 2:0-Führung kassierten die Berliner, die ohne ihren polnischen Spielmacher Bartlomiej Jaszka antraten, nach viereinhalb Minuten den ersten Gegentreffer. Torschütze war Julius Emrich nach einem tollen Kreisanspiel von Romas Kirveliavicius. Die Bietigheimer kamen so langsam und dann mit Schwung und Tempo ins Spiel, sie scheiterten aber zunächst mehrfach an Schlussmann Stochl. In Überzahl pirschte sich die SG BBM ran. Lohrbach traf aus dem Feld und vom Siebenmeterstrich und es stand nur noch 5:4 für die Gäste.

Ab der 15. Minute wurde die Partie zu einer ganz heißen Nummer. Die Schiedsrichter Pawel Fratzak und Paulo Ribeiro griffen bei einigen Attacken hart durch und die Berliner hatten kurzzeitig nur drei Feldspieler im Einsatz. Lohrbach glich per Siebenmeter zum 6:6 aus (17.) und sorgte nach einem Tempogegenstoß beim 11:10 für die erste Führung. Christian Schäfer legte nach und es stand 12:10. Da hatte die Bietigheimer Flügelzange die Füchs empfindlich getroffen. In der Abwehr des Aufsteigers bildeten Timo Salzer, Roko Praznik, Emrich und Kirveliavicius ein stabiles Bollwerk. Nach dem Berliner Ausgleich hatte die SG gleich viermal die Chance zur erneuten Führung, aber Stochl parierte mehrfach.

In der zweiten Halbzeit klebte Tim Dahlhaus das Pech an den Händen. Dreimal hätte der Bietigheimer Rückraumspieler einen Treffer erzielen können, und vergab. Dafür traf Robin Haller zweimal mit seinen unwiderstehlichen Würfen, die kaum zu verteidigen sind. Weil aber die Bietigheimer im Angriff Fehler einstreuten und die Berliner die Kampfmaschine auf Hochtouren schalteten und ihre Routine und Cleverness in die Waagschale warfen, sorgten sich nach rund 50 Minuten für einen etwas beruhigenden Vier-Tore-Vorsprung. Dabei trat Pavel Horak als dreifacher Torschütze in Erscheinung, nachdem er in der ersten Halbzeit nur als Defensivstratege bei Bietigheimer Angriffen aufs Feld gekommen war.

Bietigheim kam zwar nochmals ran, weil Marco Rentschler von Rechtsaußen zweimal eiskalt abschloss, aber die Berliner brachten den Sieg routiniert über die Runden. Da nutzte der SG BBM auch ein siebter Feldspieler und Manndeckung nichts mehr.

Am Samstag haben es die Bietigheimer in Ludwigsburg mit dem SC Magdeburg zu tun.

So spielten sie

Bietigheim - Berlin 22:24 (12:12)

SG BBM Bietigheim: Stanic, Kulhanek; Haller (2), Patrick Rentschler, Praznik, Salzer (2), Dahlhaus, Schäfer (3), Blodig, Marco Rentschler (2), Lindt, Emrich (1), Lohrbach (10/6), Kirveliavicius (2).

Füchse Berlin: Stochl, Heinevetter; Wiede (2), Nenadic (1), Romero (1), Zachrisson (4), Nielsen, Horak (3), Igropulo (4/3), Nielsen (3), Petersen (4/1), Drux (2).

Siebenmeter: 7/6 - 5/4; Zwei-Minuten-Strafen: 5 - 8; Schiedsrichter: Pawel Fratzak (Kamp-Lintfort), Pauli Ribeiro (Diepholz); Zuschauer: 2743.

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