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Erste Heimniederlage trotz Offensivfeuerwerk

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Die Landesliga-Handballer des TSV Bönnigheim standen am Samstagabend gegen den Aufsteiger VfL Waiblingen 2 zum zweiten Mal in Folge mit leeren Händen da. Das 37:39 war zudem die erste Heimniederlage in dieser Saison, die nach einer desolaten Abwehrleistung auch verdient war. Der Gegner konnte sich nach einem Offensivspektakel mit insgesamt 76 Toren in der Bönnigheimer Sporthalle über einen unerwarteten Auswärtssieg freuen.

„Wenn man in eigener Halle 39 Gegentore bekommt, braucht man sich nicht wundern, wenn man so ein Spiel verliert. Wir haben heute überhaupt keinen Zugriff und keine Einstellung auf den Gegner gefunden, und sind meist den Zweikämpfen aus dem Weg gegangen“, haderte TSV-Coach Sven Kaiser mit der indiskutablen Deckungsarbeit seiner Mannschaft. Der Aufsteiger, der nun ebenso wie der TSV 6:4 Punkte auf dem Konto hat, konnte sein Laufspiel aufziehen, ohne dass er ernsthaft oder aggressiv gestört wurde.

Immerhin lief es aber – abgesehen von einer fast zehnminütigen Schwächephase Mitte der ersten Hälfte – im Angriff der Bönnigheimer sehr gut. David Track und Mathias Hepperle erzielten jeweils acht Tore. Aber was nützt das, wenn man hinten offen ist wie ein Scheunentor? Nicht zu bremsen bei den Gästen waren Adrian Müller mit elf Treffern, davon vier per Siebenmeter, sowie Rechtsaußen Christian Tutsch mit neun Toren. Beide nutzten ihre unverhofften Freiheiten und die großen Lücken, die ihnen die Bönnigheimer gewährten, weidlich aus.

In der 13. Minuten lagen die Gastgeber vor einer spärlichen Zuschauerkulisse mit 8:4 in Front, wobei bis dahin David Track schon viermal einnetzen konnte. Dann aber verletzte sich Robin Czapek, und von nun an wendete sich das Blatt zusehends. In der Abwehr fanden die TSVler keine Stabilität mehr, und im Angriff gesellten sich Abspielfehler und Missverständnisse dazu. Durch einen 7:0-Lauf setzte sich der VfL Waiblingen innerhalb von neun Minuten auf 11:8 ab. „Im Nachhinein war wohl diese Schwächephase, die unser ganzes Konzept über den Haufen geworfen hat, eine zu große Hypothek – obwohl wir wieder zurückgekommen sind“, meinte Bönnigheims sichtlich angefressener Übungsleiter Kaiser nach der Begegnung. Zwar glichen die Hausherren durch einen Doppelschlag von Jaron May zum 15:15 aus, doch in die Pause gingen die Gäste mit 16:18.

In der Kabine des TSV gab‘s einiges zu besprechen, aber eine verbesserte Einstellung in der Abwehr war weiterhin nicht zu erkennen. Da aber auch die Gäste hinten zu nachlässig agierten, war praktisch nach dem Seitenwechsel jeder Schuss ein Treffer. Die Torhüter, die des Öfteren ein munteres Wechselspiel betrieben, konnten einem fast leidtun. Sie brachten kaum einmal die Hand an den Ball. So blieb die Partie lange Zeit auf des Messers Schneide, doch nach dem letztmaligen Ausgleich durch Tim Kühlhorn zum 31:31 (50.) blieben die Waiblinger in der Schlussphase einfach abgezockter und zielstrebiger – und entführten mit einem 39:37-Erfolg beide Zähler. Am Samstag muss der TSV Bönnigheim wieder auswärts ran – und zwar um 20 Uhr bei der SG Weinstadt.

TSV Bönnigheim: Kellner, Schelling; Daub, Track (8), Mathias Hepperle (8), Kühlhorn (4), May (4), Schuster (2), Dominic Zäh (5/2), Patrick Stierl (4), Zundel, Czapek (2), Strapko.

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