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Der Meister übernimmt die Tabellenführung

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Mit wehenden Haaren zum Torerfolg. Die polnische Nationalspielerin Karolina Kudlacz-Gloc (links) von der SG BBM Bietigheim spielte in der ersten Halbzeit überragend und glänzte mit tollen Tricks und Toren. Rechts Gisa Klaunig von der HSG Blomberg-Lippe.  Foto: 

Das war eine Punktlandung: Mit ihrem Treffer zum 35:23-Endstand warf Antje Lauenroth die SG BBM Bietigheim an die Tabellenspitze der Bundesliga. Im ersten direkten Duell zweier Topmannschaften der Liga hatte der Thüringer HC den TuS Metzingen mit 33:30 besiegt. Damit stand in der Halle am Viadukt in Bietigheim kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit fest, dass der Meister einen Sieg mit zwölf Toren Unterschied gegen die HSG Blomberg-Lippe benötigt, um auf seinen Stammplatz aus der Vorsaison zurückzukehren. In ihrem letzten Spiel in der Bundesliga vor der langen WM-Pause muss die SG BBM am 8. November beim ebenfalls mit nun fünf Siegen gestarteten Thüringer HC ihre Spitzenposition verteidigen.

Müller trifft viermal Holz

Dass es zum Sprung an die Tabellenspitze gegen Spielende für die Gastgeberinnen nochmals eng werden könnte, hatte sich in der ersten Halbzeit der Partie gegen die junge und anfangs ohne Zutrauen und fast schüchtern auftretende Mannschaft aus Westfalen-Lippe nicht abgezeichnet. Da schien der Meister einem haushohen Sieg entgegenzustürmen. Vier SG-Spielerinnen standen dabei vor allem im Mittelpunkt: Torhüterin Tess Wester mit neun Paraden und nur sieben Gegentoren, Martine Smeets mit drei fein herausgespielten Treffern über links, Karolina Kudlacz-Gloc und Susann Müller. Die polnische Nationalspielerin gab das Tempo vor, war überall präsent und warf zwei ihrer am Ende sechs Tore mit einer tollen Technik. Sie fing den aus der Abwehr lang nach vorne gespielten Ball mit einer Hand und warf ihn in fließender Bewegung ins gegnerische Tor. Die deutsche Ex-Nationalspielerin dagegen hatte kein Wurfglück. Sie traf alleine in der ersten Hälfte unglaubliche viermal Pfosten oder Latte des Blomberger Tores. Erst in der 43. Minute hatte Susann Müller kein Pech beim Abschluss und traf zum 25:13.

In den ersten 30 Minuten war es ein Trainingsspiel für die SG. Die Gäste trauten sich gegen die stabil stehende Bietigheimer Abwehr kaum einen Durchbruch zu und spielten den Ball häufig schier endlos lang um den Kreis. Und beim Abschluss, wenn sie mal einen wagten, fehlte auch die Präzision. Da auch Bietigheim sechs Minute ohne eigenen Treffer blieb, Susann Müller Pech hatte und die junge Blomberger Torhüterin Melanie Veith mit vier Paraden glänzte, hielt sich der Rückstand für die HSG beim 7:17 zur Halbzeit in Grenzen.

Mit Entschlossenheit zu 16 Toren

In der zweiten Hälfte trauten sich die Gäste dann mehr zu, spielten zielstrebiger, schneller und suchten auch die Eins-gegen-eins-Situationen. Die Folge des mutigen Auftritts waren 16 eigene Tore in 30 Minuten und eine erträgliche Niederlage. Mehrfach verdarb  die HSG den Gastgeberinnen die Tabellenführung, als sie auf elf Tore verkürzten. Der Meister hatte trotz der aufmüpfig spielenden Gäste die Partie jederzeit souverän unter Kontrolle und im Griff und legte immerhin noch 18 Treffer nach.  „Wir haben mit zwölf Toren Differenz gewonnen, daher können wir zufrieden sein. Jetzt stehen wir nach fünf Spieltagen ganz oben in der Tabelle. Das macht uns natürlich sehr glücklich“, meinte SG-Coach Martin Albertsen. Am Sonntag steht für seine Mannschaft bei den Kristiansand Vipers in Norwegen wieder Champions League auf dem Programm.

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