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Der Meister steckt sich hohe Ziele

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  • Gute Stimmung vor der neuen Saison bei der SG BBM und (von links) Sportdirektor Gerit Winnen, Geschäftsführer Torsten Nick, Spielführerin Kim Naidzinavicius und Trainer Martin Albertsen. Im Vordergrund der Meisterpokal. 1/2
    Gute Stimmung vor der neuen Saison bei der SG BBM und (von links) Sportdirektor Gerit Winnen, Geschäftsführer Torsten Nick, Spielführerin Kim Naidzinavicius und Trainer Martin Albertsen. Im Vordergrund der Meisterpokal. Foto: 
  • Verletzt: Martine Smeets fällt auf unbestimmte Zeit aus. 2/2
    Verletzt: Martine Smeets fällt auf unbestimmte Zeit aus. Foto: 
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An schweren und vielfältigen Aufgaben sowie hohen Zielen in vier Wettbewerben mangelt es der SG BBM Bietigheim in der Saison 2017/2018 nicht. An erster Stelle steht im Alltagsgeschäft Bundesliga die Meisterschaft und damit die Titelverteidigung. Im deutschen Pokalwettbewerb soll es der Einzug ins Olymp Final 4, des Halbfinales in Stuttgart sein, und in der Champions League wollen die Bietigheimerinnen die Hauptrunde erreichen und dann so weit wie möglich kommen. „Wir sind eine Gewinner-Mannschaft, wir wollen jedes Spiel gewinnen“, verdeutlichte Trainer Martin Albertsen beim Medientag in der Firmenzentrale von Olymp, dem Hauptsponsor des Meisters.

In der abgelaufenen Saison sei für ihn „ein Traum in Erfüllung“ gegangen, gab der Mäzen und Handballfreund Eberhard Bezner zu. „Das freut mich für das Team, dem ich sehr nahe stehe. Besser geht es nicht“, lobte Bezner, der sein Engagement belohnt sieht. Kritisch ging er mit der Stadt Bietigheim-Bissingen ins Gericht: „Dass wir hier keine vernünftige Halle haben und nach Ludwigsburg ausweichen müssen, ist frustrierend, gerade auch für unsere Fans.“ Den Wechsel in die neue Heimat MHP-Arena begründete SG-Sportdirektor Gerit Winnen so: „Wir haben dort perfekte Bedingungen und der Zuschauerzuspruch war bisher sehr angenehm. Wir wollen bei den Spielen keinen Flickenteppich anbieten und haben uns bewusst für die MHP-Arena entschieden.“ Von den 13 Heimspielen in der Bundesliga finden nur drei in der Halle am Viadukt statt, in der Champions League spielt die SG BBM alle Partien in Ludwigsburg.

„Wir haben hohe Ziele nach einer perfekten Saison mit 52 Punkten in der Liga und dem Erreichen des Finales im EHF-Cup. Und in der neuen Saison sind wir genauso  ambitionierter. In der Champions League müssen wir aber etwas vorsichtiger sein, denn da ist das Niveau ganz anders“, so der Sportdirektor.

Chance auf den ersten Titel

Die Mannschaft mit den fünf Neuzugängen sieht Trainer Albertsen gut vorbereitet. „Wir verbessern uns Step by Step und haben auch durch unser zum Teil neues Trainerteam ein ganz anderes Niveau im Training. Die Spielerinnen machen alles mit. Wir werden gegen Leverkusen als verbesserte Mannschaft dastehen“, sagt der Däne im Hinblick auf den Saisonstart am 9. September. Davor allerdings wartet am 3. September in Hamburg das Finale um den Supercup gegen den Pokalsieger Buxethuder SV. „Da haben wir gute Chancen, unseren ersten Titel in der neuen Saison zu holen. Mit Buxtehuder haben wir noch eine Rechnung offen“, so Albertsen, der damit auf den einzigen dunklen Fleck auf der weißen Erfolgsweste hinweist, dem in der EgeTrans-Arena verlorenen Pokal-Halbfinale. Vorbereiten werden sich die Bietigheimer auf die Partie um den Supercup ab Montag im Trainingslager in Dänemark. Davor wartet am Wochenende noch das Turnier um den Lotto-Cup in Ludwigsburg. „Da werden wir die Spielanteile verteilen, damit alle genügend zum Einsatz kommen“, verspricht der Meistertrainer. Fehlen wird allerdings Linksaußen Martine Smeets, die sich am Mittwoch im Training verletzt hat und ins Krankenhaus musste. Eine Diagnose konnte Albertsen noch nicht nennen. „Ich hoffe, sie ist bald wieder dabei. Aber es klingt nicht so gut“, meinte Albertsen.

Der Däne möchte auch auf der europäischen Bühne mit seinem Team lange dabei sein. „Jetzt kennen Bietigheim viele Mannschaften in Europa. Es ist wichtig, dass wir einen guten Ruf haben. Aber es spielen dort nur Topmannschaften“, so Albertsen. Von den vier Mannschaften in der Bietigheim-Gruppe erreichen drei die nächste Runde. Mit Budcurnost Podgorica und Metz stehen zwei Gegner fest, der dritte wird über die Qualifikation ermittelt.

„Es macht mich tierisch stolz, dass ich Spielführerin bin. Ich trete in große Fußstapfen, denn Nina Müller hat das bisher gut gemacht“, erzählte Nationalspielerin Kim Naidzinavicius, die von Trainer Albertsen zur neuen Kapitänin ernannt wurde. „Mannschaftlich und handballerisch haben sich die Neuen gut eingeführt. Im Trainingslager hat Antje Lauenroth einen Abend organisiert, an dem die neuen die älteren Spielerinnen bespaßt haben“, verriet Naidzinavicius. „Wir hatten Topbedingungen auf Lanzarote. Wir wissen das zu schätzen, und wissen auch, dass so etwas nicht selbstverständlich ist“, so die deutsche Auswahlspielerin.

Trainer Martin Albertsen charakterisiert die fünf Neuzugänge der SG BBM Bietigheim so:

Karolina Kaudlacz-Gloc: „Sie hat einen wunderschönen Jungen zur Welt gebracht und ist seit Dienstag bei uns im Training dabei. Sie ist eine überragende  Eins-gegen-eins-Spielerin mit Blick für die Mitspielerinnen. Es wäre unvernünftig, einen Zeitpunkt zu nennen, wann sie für uns spielen wird. Die Beine sind fit, aber es geht um die Wurfkraft. Sie ist charakterlich gut für das Team.

Ines Ivancok: Da reden wir über viel Wurfkraft. Sie hat sich schnell in der Mannschaft wohlgefühlt. Sie muss Step by Step das Spiel bei uns erleben, denn wir spielen hier ein bisschen anders Handball. Bei meinen Beobachtungen bin ich sehr zufrieden.

Cecilie Woller: Auch sie hat sich sehr schnell bei uns wohlgefühlt im System, jetzt müssen wir sie noch besser in die Abwehr integrieren. Sie kann verschiedene Positionen spielen.

Charris Rozemalen: Sie ist Linkshänderin und spielt auf halbrechts. Es gibt Spiele, bei denen alles läuft, dann gibt es aber auch schwächere. Sie hat bisher durchschnittlich gespielt, aber mit einem Plus. Sie hat Schnelligkeit und Durchstezungsvermögen, macht gute Anspiele auf unsere Rechtsaußen und hat einen Assistwillen. Sie muss sich noch mehr ins Spiel einbringen.

Nicole Roth: Sie hat auch ein Zweit-Spielrecht für die Tigers Waiblingen. Sie kommt vom HC Leipzig und damit aus einer guten Torwartschule. Ich habe von ihr schon sehr gute Sachen gesehen, sie kann uns gleich helfen. Mit unseren drei Torhüterinnen als Team stehen wir gut da. Sie haben auch eine gute Stimmung.“ cp

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