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Ausrufezeichen zum Auftakt

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Alkje Ziegler vom TSV Bönnigheim springt ab und wirft auf das Pforzheimer Gehäuse. Anita Szabo (links) und Deborah Müller (vorne) können sie nicht stoppen. Ziegler erzielte vier Tore.  Foto: 

Mit einem überzeugenden 24:22-Heimerfolg über den Titelaspiranten TG Pforzheim sind die Bönnigheimer Handballerinnen in ihre dritte Oberliga-Saison gestartet. Sie machten sich aber zwischenzeitlich nach einer 16:11-Führung (40.) das Leben etwas schwer. Einen Traumeinstand beim TSV feierte das 18-jährige Toptalent Sina Häberlen, die auch noch in der A-Junioren-Bundesliga für die Neckarsulmer Sport-
union aufläuft. Häberlen war bei ihrem ersten Auftritt in der Bönnigheimer Sporthalle mit sechs Toren nicht nur beste Werferin ihres Teams, sondern setzte zur Pause auch mit einem frechen direkten Freiwurftreffer den Glanzpunkt in einem meist offenen und spannenden Schlagabtausch.

„Mit unserer Abwehrleistung sowie unserer Torhüterin Alina Bauer bin ich sehr zufrieden. Doch nach dem 16:11 haben wir es wieder einmal versäumt, die einfachen Tore zu machen und dazu vier Siebenmeter verschenkt. Da müssen wir einfach noch schlauer werden“, analysierte Bönnigheims Trainer Benjamin Koch die am Ende für seine Mannschaft noch einmal richtig kitzelig werdende Partie. „Ich glaube, Pforzheim hat sich das hier viel einfacher vorgestellt, aber eigentlich hätten wir viel, viel höher gewinnen müssen“, fügte er noch schmunzelnd hinzu. Neben Häberlen und der mit tollen Paraden aufwartende Torhüterin Alina Bauer überzeugte beim TSV auch Alkje Ziegler, die mit ihren sehenswerten und unnachahmlichen Eins-gegen-eins-Aktionen Lücken in die Pforzheimer Abwehr riss und meist nur durch Fouls zu bremsen war. Auf Seiten der Gäste ragte Anika Henschel mit zehn Toren, davon drei per Siebenmeter, heraus.

Von Beginn an entwickelte sich ein zunächst ausgeglichenes Spiel, wobei allerdings die Gastgeberinnen recht schwer aus den Startlöchern kamen, weil sie mit einigen technischen Fehlern und zu frühen und überhasteten Abschlüssen aufwarteten. Erst in der sechsten Minute gelang Katharina Bauer per Tempogegenstoß das erste Tor für den TSV in der neuen Saison, dem sie nur wenige Sekunden später das zweite zum 2:2-Gleichstand folgen ließ. Mit einem tollen Wurf aus der zweiten Reihe zum 4:3 (10.) sorgte Neuzugang Alice Vilara-Heipl, die zuvor noch etwas übermotiviert agierte, für die erste Bönnigheimer Führung. Dieser knappe Vorsprung hielt dann auch dank Sina Häberlen bis zum 12:11-Pausenstand.

Elf Minuten kein Gegentor

Gleich nach dem Wechsel schraubten Sakia Benz (2), Häberlen und Sandra Graner (Siebenmeter) die Führung zum 16:11 weiter nach oben. Ganze elf Minuten vernagelte Alina Bauer ihren Kasten, ehe Pforzheims Beste Anika Henschel zur Aufholjagd blies und in der 55. Minute zum 20:20-Ausgleich traf. Zwischenzeitlich hatten hintereinander Katharina Bauer (2), Graner und Häberlen Strafwürfe vergeben. Dann hatte auch Sabrina Zerweck ihr Wurfglück gefunden, und sorgte mit ihren Treffern zum 22:20, 23:21 und 24:21 dafür, dass die Bönnigheimerinnen durchaus ein Ausrufezeichen zum Auftakt setzen konnten.

TSV Bönnigheim: Schuch, Alina Bauer; Anika Bauer, Franziska Ziegler, Zerweck (4/2), Graner (1/1), Hildenbrand, Krieg (n.e.), Benz (2), Alkje Ziegler (4), Häberlen (6), Vilara-Heipl (1), Katharina Bauer (5/3), Swantje Ziegler.

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