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Aufstiegsanwärter treffen aufeinander

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Das letzte Doppelspiel-Wochenende in der Zweiten Bundesliga steht vor der Tür. Der Tabellenzweite SG BBM Bietigheim empfängt am Sonntag (17 Uhr) in der Viadukthalle Aufsteiger SG Leutershausen zum baden-württembergischen Derby. Zuvor steht aber am Freitag (20 Uhr) das Spitzenspiel bei den DJK Rimpar Wölfen im Fokus. Die Unterfranken können bei einem Sieg mit der SG BBM nach Punkten gleichziehen.

Kein Wunder, dass die Liga am Freitagabend auf die Würzburger s.Oliver-Arena blickt. Während Tabellenführer TuS N-Lübbecke mit neun Punkten Vorsprung auf Rang vier sein Gastspiel in Dessau-Roßlau relativ entspannt angehen kann, streiten sich dahinter derzeit drei Teams um die verbleibenden beiden Aufstiegsplätze in die Handball-Bundesliga: Bietigheim, Hüttenberg und Rimpar liefern sich ein Kopf-an-Kopf Rennen. Ein erster Showdown – aber beileibe nicht der letzte – findet am Freitag in Würzburg statt. Die Bietigheimer treffen im Saisonfinale auch noch auf Hüttenberg und N-Lübbecke, während es der Aufsteiger aus Hüttenberg zusätzlich noch mit Rimpar und N-Lübbecke zu tun hat. Jeder aus dem Trio hat es noch selbst in der Hand.

Müßige Gedankenspiele sind das in den Augen von Hartmut Mayerhoffer: „Wir werden uns in der Schlussphase der Saison so verhalten, wie wir es immer gemacht haben“. Das heißt für den Bietigheimer Trainer: voller Fokus auf das jeweils nächste Spiel, den jeweils nächsten Gegner. Überhaupt wird das Thema um den möglichen Aufstieg ganz unaufgeregt angegangen, schwäbisches Understatement eben. „Damit sind wir bisher gut gefahren. Wir können ohnehin nur unsere eigenen Spiele beeinflussen und müssen in der Regel in jedem Spiel versuchen, für einen Erfolg unsere optimale Leistung abzurufen“. Die ist erst Recht in der Partie bei den DJK Rimpar Wölfen gefordert, auch wenn die bisherige Bilanz der beiden Teams gegeneinander eindeutig für die Bietigheimer Ballwerfer zu sprechen scheint. In fünf Spielen ging die SG BBM fünfmal als Sieger vom Platz. Mayerhoffer sieht beide Teams absolut auf Augenhöhe: „Die Partien waren immer hart umkämpft. Meist haben Kleinigkeiten den Ausschlag für uns gegeben.“ So auch im Hinspiel beim 30:25-Erfolg der SG BBM. Damals glänzte Gerdas Babarskas als neunfacher Torschütze.

DJK Rimpar spielt in Würzburg

Die Mainfranken gehen mit dem Thema Aufstieg offensiv um. Der Dorfverein hat sich in der Zweiten Liga fest etabliert und machte mit dem Umzug in eine größere Spielstätte im benachbarten Würzburg den nächsten Schritt. Die Verstärkung eines nahezu unveränderten Kaders mit dem langjährigen Bundesliga-Spieler Benjamin Herth wurde schon vor dem Saisonbeginn als deutliches Zeichen für Rimparer Ambitionen gewertet. Noch vor dem früheren Balinger Spielmacher (85 Saisontore) rangieren in der internen Torschützenliste Patrick Schmidt (178) und Steffen Kaufmann (129).

„Als Trainer ist mir ein schwerer Gegner im Grunde lieber“, sagt Mayerhoffer und liefert gleich die Erklärung nach: „Die Mannschaft ist schon im Training viel fokussierter. Es gibt keine Nachlässigkeiten. Jeder im Team weiß, dass es auf jeden Einzelnen ankommt.“ Der Coach kann am Freitag auf seinen kompletten Kader bauen.

Die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga hat die Entscheidungen zur Erteilung der Lizenzen für die Saison 2017/2018 bekannt gegeben. Die SG BBM Bietigheim erhält die Lizenz für die Zweite Liga der Männer ohne Auflagen. „Ich freue mich sehr, dass wir die Lizenz in diesem Jahr ohne Auflage erhalten haben. Die Kriterien, die erfüllt werden müssen, sind anspruchsvoll“, sagte Geschäftsführer Bastian Spahlinger. „Der positive Bescheid der HBL zeigt, dass wir im vergangenen Jahr erfolgreiche Arbeit geleistet haben. Auf diesem Fundament wollen wir uns weiterentwickeln.“ bz

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