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Aufbautraining in Arizona

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Wieder topfit und in Form: Linkshänder Dominik Claus vom Zweitligisten SG BBM Bietigheim.  Foto: 

Ein Jahr musste Dominik Claus verletzungsbedingt (Kreuzbandriss) pausieren. Beim Zweitligisten SG BBM Bietigheim startete er sein Comeback. Am Sonntag trifft er mit der SG BBM in der EgeTrans-Arena auf die HSG Nordhorn-Lingen.

Sie mussten ein Jahr verletzungsbedingt pausieren. Wie fühlt es sich an, wieder auf dem Spielfeld zu stehen?

Dominik Claus: Die erneute Pause für mich war natürlich sehr lange und ich benötige auch bestimmt noch eine gewisse Zeit, um an mein vorheriges Niveau heranzukommen. Trotzdem macht es mir unheimlich viel Spaß, mit der neuen Mannschaft zusammen auf der Platte zu stehen. Wir ergänzen uns aktuell, denke ich, sehr gut, und es fühlt sich super an.

Wie verliefen die Reha und der Wiedereinstieg ins Teamtraining?

Nach der Operation hatte ich anfänglich starke Schmerzen und auch Probleme damit, die Beugung und Streckung wiederzuerlangen. Je länger die Reha allerdings dauerte, desto besser wurde es auch. Höhepunkt war für mich der knapp vierwöchige Aufenthalt in Phoenix, Arizona. Dort konnte ich in der Trainingseinrichtung von Mark Verstegen trainieren, der auch mit dem DFB zusammenarbeitet. Durch dieses Training bin ich nochmal deutlich nach vorne gekommen und es war auch eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag in Deutschland.

Andere Neuzugänge der SG BBM berichten von einer problemlosen Integration ins Team.

Ich muss mich wirklich beim Team und dem Umfeld bedanken. Eine so reibungslose Integration hätte ich nicht erwartet. Vom ersten Tag an habe ich mich hier schon sehr willkommen gefühlt und freue mich jedes Mal, wenn ich die Jungs beim Training wieder sehe. Es macht aktuell wirklich sehr viel Spaß.

Wie kam denn der Kontakt zur SG BBM Bietigheim zustande?

Nachdem bekannt geworden ist, dass ich nicht mehr bei Friesenheim spielen werde, kam relativ bald schon der Anruf von Hartmut Mayerhoffer (Trainer der SG BBM, d. Red.). Er hat sich sehr um mich bemüht und bei einem Gespräch, zusammen mit Bastian Spahlinger (Geschäfstführer der SG BBM, d. Red.), habe ich einen durchweg positiven Eindruck von der SG BBM Bietigheim erhalten. Dementsprechend leicht fiel mir letztlich auch die Entscheidung.

Was sprach für Bietigheim?

Zum einen war die sportliche Perspektive, in einer ambitionierten Zweitligamannschaft zu spielen, sehr reizvoll. Gerade nach einem Jahr Verletzungspause ist solch ein Angebot für mich keine Selbstverständlichkeit gewesen. Aber auch das familiäre Umfeld und die Nähe zu meiner Heimat waren sehr wichtig für mich.

Sie haben erstmals für den Handball Ihre Heimatregion um Speyer verlassen. Wie lebt es sich denn in Bietigheim-Bissingen?

Ich musste zwar erstmals von zu Hause ausziehen, fühle mich aber mittlerweile schon sehr wohl in Bietigheim. Hier herrscht ein hoher Lebensstandard und die Menschen sind sehr freundlich. Nur an die eine oder andere Redewendung im Dialekt muss ich mich noch gewöhnen. Wenn ich am Wochenende nach Hause fahren will, bin ich meistens auch nur eine gute Stunde unterwegs.

Der Saisonstart der SG BBM ist bis vor einer Woche optimal gelungen. Worin sehen Sie die Gründe?

Zum einen haben wir den Vorteil, dass wir ohne Leistungseinbußen wechseln können. Deshalb können wir den Gegnern auch fast immer unser schnelles Spiel aufzwingen und das Tempo hochhalten. Zum anderen harmonieren wir aktuell sehr gut zusammen und haben Spaß am Handball.

War die hohe Niederlage in Hamm ein Ausrutscher?

Das Spiel in Hamm möchten wir möglichst schnell abhaken. Es war einfach ein rabenschwarzer Tag für uns.

Was sind die Stärken und Schwächen der Mannschaft?

Wir sind eine sehr homogene Truppe, die mit Spaß und Emotion an die Aufgaben herangeht. Unser schnelles Umschaltspiel gehört sicherlich zu unseren Stärken. Auch die Verbindung zwischen Torhüter und Abwehr passt sehr gut. Da wir insgesamt sehr jung sind, müssen wir darauf achten, immer fokussiert zu bleiben und jeden Gegner in dieser Liga ernst zu nehmen. Geschenkt bekommen wir keinen einzigen Punkt.

Was ist in dieser Saison möglich?

Da sehr starke Absteiger und auch Aufsteiger neu in die Liga gekommen sind, wird diese Runde sehr anspruchsvoll werden. Wir gehen in jedes Spiel rein, um es auch zu gewinnen.

Sie kommen von einem Erstliga-Aufsteiger und standen bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim zu früheren Bundesligazeiten auch schon im Aufgebot. Wollen Sie zurück in die Bundesliga?

Natürlich ist es der Traum eines ambitionierten Handballers, in der Ersten Liga zu spielen. Ich muss allerdings erst einmal darauf achten gesund zu bleiben und meine Leistungen immer weiter zu verbessern.

Ihr Tipp für das Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen.

Aufgrund des letzten Spiels haben wir einiges gutzumachen. Wir sind extrem motiviert, uns unseren Fans wieder in Bestform zu präsentieren und das Hamm-Spiel vergessen zu machen.

Herr Claus, vielen Dank für das Gespräch.

Domink Claus ist am 26. Februar 1996 geboren. Er begann mit dem Handball bei der TG Waldsee in der Nähe von Speyer. Von dort wechselte er zur TSG Ludwigshafen-Friesenheim (mittlerweile Die Eulen Ludwigshafen), mit der er zweimal in die Bundesliga aufgestiegen ist. Er hatte auch ein Zweitspielrecht für den Drittligisten TV Hochdorf.  Claus absolvierte 36 Länderspiele für deutsche Junioren-Nationalmannschaften, war Kapitän der U 19 und nahm an Europa- und Weltmeisterschaften teil. cp

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