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Absteiger sucht noch nach seiner Form

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Der Einsatz von Linksaußen Martin Marcec ist fraglich.  Foto: 

Die Wachsamkeit ist bei den Handballer der SG BBM Bietigheim vor der Aufgabe am Samstag beim ThSV Eisenach (19.30 Uhr) sehr hoch. Auch wenn die Thüringer momentan nur auf dem 18. Tabellenplatz rangieren, warnt Coach Hartmut Mayerhoffer: „Wir haben uns in der vergangenen Saison gegen Eisenach sehr schwer getan. Das Spiel darf man nicht aus der Tabellensituation heraus angehen.“

Die Kontrahenten trennen im Moment 13 Plätze und zwölf Punkte, doch keiner bei den Schwaben wird die Partie in der Lutherstadt auf die leichte Schulter nehmen. Zu unglücklich sind die beiden Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison verlaufen. Zunächst entführte die Truppe von ThSV-Übungsleiter Christoph Jauernik in der Viadukthalle mit einem Last-Second-Tor von Daniel Luther zum 33:33 einen Punkt, dann gab es im Saisonfinale im Kampf um die Top-Plätze eine 24:25-Niederlage in der Werner-Aßmann-Halle. „Das war sehr bitter für uns“, sagt Mayerhoffer.

Ambitioniertes Saisonziel

Auch diesmal wird die Aufgabe gegen einen angeschlagenen Kontrahenten nicht einfacher. Eisenach – Saisonziel ist ein Platz unter den ersten Sechs – hat mit 2:12 Punkten einen klassischen Fehlstart hingelegt. Viele Spieler aus dem Bietigheimer Team können diese Situation nachempfinden. In der vorletzten Saison durchlebte die SG BBM nach dem Abstieg aus der Bundesliga bei der Rückkehr ins Unterhaus einen noch kapitaleren Fehlstart. Irgendwann ist mit viel Geduld bei den Schwaben der Knoten geplatzt. Mayerhoffer ist überzeugt, dass das auch in Thüringen bald der Fall sein wird: „Dazu ist die Qualität in der Mannschaft einfach zu hoch“. In Alexander Saul (Magdeburg II), Justin Mürköster (Tusem Essen) und Ibai Meoki Echeveste (Saarlouis) wurden mit dem ambitionierten Saisonziel im Visier namhafte Verstärkungen geholt. Und in der ersten Eisenacher Sieben stecken jede Menge Erfahrung. Erfolgreichster Werfer mit bislang 50 Saisontoren ist Matthias Gerlich im linken Rückraum, gefolgt von Saul (42) im rechten Rückraum.

Beim Siebten der letzten Runde zeigt man sich vor der Heimaufgabe am Samstag wild entschlossen. „Ob erfahren oder unerfahren, jung oder alt, uns allen Spielern ist der Ernst der Lage bewusst!“, lässt sich Torhüter Jan-Steffen Redwitz zitieren, der in den bisherigen Spielen wesentlich mehr Einsatzzeiten erhalten hat als der frühere SG-Keeper Stanislaw Gorobtschuk. Die Defensive scheint im bisherigen Saisonverlauf nicht die Problemzone der Thüringer zu sein, was auch die jüngste 17:21-Niederlage bei Lübeck-Schwartau unter Beweis stellte. Im Angriff lässt die Jauernik-Truppe momentan noch zu viele Chancen liegen.

Die Bietigheimer möchten in Eisenach dort anknüpfen, wo sie beim 34:30-Heimerfolg über die HSG Nordhorn-Lingen aufgehört haben. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Linksaußen Martin Marcec, der sich im Spiel gegen Nordhorn schon in der ersten Halbzeit an die Adduktoren fasste und im Mannschaftstraining aussetzen musste. Im Gegensatz zur Vorwoche gibt es dagegen keine neuen Erkrankungsfälle im Kader, so dass sich am Samstag der gesamte Tross in Richtung Thüringen aufmacht. „Wir werden 15 Minuten früher losfahren“, verspricht Mayerhoffer mit einem Schmunzeln. Bei der letzten Auswärtsfahrt war die SG staubedingt erst stark verspätet in Hamm eingetroffen – und danach sang- und klanglos untergegangen.

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