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Von der Enz an die Weser

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Oliver Zapel (links) und Evangelos Sbonias haben in dieser Woche beim SV Werder Bremen II die Arbeit aufgenommen. Sie wollen die abstiegsbedrohte Bundesliga-Reserve von der Weser in der Dritten Liga zum Klassenerhalt führen.  Foto: 

Nach einem knappen halben Jahr ist Evangelos Sbonias zurück im Profifußball. Der in Bietigheim-Bissingen geborene Grieche wurde am Montag als Co-Trainer von Oliver Zapel bei Drittligist SV Werder Bremen II präsentiert, nachdem der bisherige U-23-Trainer Florian Kohfeldt mindestens bis zur Winterpause als Bundesliga-Coach der Bremer installiert worden war. „Bei der Trainersuche wurde von uns eine externe Lösung favorisiert, um die gut aufgestellten Trainerteams der U-Mannschaften so gering wie möglich zu beeinflussen“, sagt Geschäftsführer Frank Baumann.

Die Anfrage von Bremen ging aber vom Sportlichen Leiter der U 23, Björn Schierenbeck, aus. „Werder hat Kontakt mit uns aufgenommen, und dann war relativ schnell klar, dass wir das machen“, sagt der 35 Jahre alte Sbonias. „Wir finden hier eine hochtalentierte Mannschaft in einem hochprofessionellen Verein mit hervorragenden Bedingungen vor. Das ist genau der nächste Schritt, den wir gehen wollten.“

Mit dieser Begründung hatten Zapel und Sbonias den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach, trotz eines bis 2018 gültigen Vertrages, im Sommer verlassen. Bei dem Dorfklub war das Trainergespann zur Saison 2016/2017 entstanden. Zapel und Sbonias hatten die Aspacher in der vergangenen Spielzeit auf den zehnten Platz geführt, nachdem die SG lange Zeit im Aufstiegskampf dabei gewesen war. Nun folgt also der nächste Schritt, den beide als Team zusammen gehen. „Nach einer ersten Kennenlernphase zu Beginn in Großaspach war klar, dass wir als Team zusammenbleiben werden“, sagt Sbonias, der von seinem Chef schwärmt: „Oliver Zapel ist ein absoluter Fachmann. Er hat eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, die mich überrascht und mir in manchen Situationen auch die Augen geöffnet hat. Mir imponiert sehr, dass er alles hinterfragt. Ich bin sehr beeindruckt von seiner Art der Menschenführung und seiner innovativen Arbeit.“

Um möglichst gut auf ein neues Trainer-Engagement vorbereitet zu sein, haben Sbonias und Zapel nach dem Abschied in Großaspach weiter hart gearbeitet. „Wir haben für alle Teams der Zweiten Bundesliga und Dritten Liga ein Profil in Form von Videosequenzen erstellt, das wöchentlich aktualisiert wurde. Für diese Arbeit und Analysen waren wir täglich in Kontakt“, berichtet Sbonias. Mit viel Fleiß und Akribie schufen sich die beiden Trainer somit immer den neuesten Überblick über die 38 Mannschaften der beiden Ligen. „Wir wollten top vorbereitet sein, dass wir im Fall der Fälle direkt loslegen können“, sagt Sbonias. Dabei eint beide Trainer, dass sie keine Profispieler-Karriere hinter sich haben. Während Zapel im Hamburger Fußball lange in der Oberliga spielte, war Sbonias ebenfalls im Amateurbereich unterwegs und wechselte früh auf die Trainerbank. Nach Stationen beim FSV 08 Bissingen II und FV Löchgau II, mit dem er in die Bezirksliga aufstieg, übernahm er 2010 die Landesliga-Mannschaft des FVL und führte diese 2016 in die Verbandsliga, ehe er als Assistent von Zapel in Großaspach anheuerte.

Sbonias wohnt im Hotel

Jetzt führt Sbonias’ Weg von seinem bisherigen Wohnort Bietigheim in den Norden Deutschlands, was auch seine alten Wegbegleiter in der Heimat freut. „Das Handy steht nicht mehr still, und ich erhalte viele Glückwünsche, was schön ist und mir schmeichelt“, sagt Sbonias, der in Bremen zunächst im Hotel lebt. „Alle Gedanken sind auf die U 23 gerichtet. Da ist es gut, wenn wir keine Ablenkung haben. Wir wollen das Team wieder auf den richtig Weg bringen“, sagt er.

Nach zuletzt elf Spielen ohne Sieg sind Sbonias und Zapel erstmal als Psychologen gefragt. „Wir müssen den Jungs die Sicherheit in die eigene Leistung zurückgeben und sehen, mit wem wir in das erste Spiel gehen“, blickt Sbonias auf die ersten Aufgaben im Schatten des Weserstadions. Am Samstag (14 Uhr) wartet mit dem Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena direkt eine schwere Aufgabe. „Ziel ist ganz klar der Klassen­erhalt, alles andere ist Zukunftsmusik“, sagt A-Lizenz-Inhaber Sbonias mit Blick auf eine mögliche Fußball-Lehrer-Ausbildung oder ein Cheftrainer-Engagement. „Ich möchte das maximal Mögliche erreichen – und das kann gerne als Trainerduo Zapel/Sbonias geschehen.“

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