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Die Bissinger Peter Wiens und Riccardo Gorgoglione (vorne) kämpfen im Walldorfer Strafraum um die Lufthoheit.  Foto: 

Aufatmen am Bruchwald: Am siebten Spieltag der Fußball-Oberliga hat der FSV 08 Bissingen den ersten Heimsieg geholt, nach bis dahin drei Unentschieden hintereinander zu Hause. Der 2:0-Erfolg über den neuen Tabellenletzten FC Astoria Walldorf II zählte am Samstag zur Kategorie „glanzloser Arbeitssieg“. Spielerisch konnte der Vizemeister einmal mehr nicht überzeugen. Doch ein kämpferischer und lauffreudiger Auftritt und einige lichte Momente reichten, um einen letztlich harmlosen Gegner auf dem Kunstrasen in Schach zu halten. „Für die Mannschaft ist dieser Sieg sicherlich eine gewisse Erleichterung, aber ich fühle mich jetzt nicht so, als ob wir Bäume ausgerissen hätten. Ob wir die Punkte daheim oder auswärts holen, ist mir relativ egal“, sagte 08-Trainer Andreas Lechner.

Extralob für Abwehrmann Sarak

Ein Sonderlob erhielt Neuzugang Anil Sarak. Der vom türkischen Drittliga-Klub Tuzlaspor an den Bruchwald gewechselte Innenverteidiger ist einer der wenigen Akteure im Bissinger Kader, die seit Wochen auf einem konstant hohen Level spielen. „Anil hat bisher einen einwandfreien Eindruck hinterlassen. Ich kann mich an kein schlechtes Spiel von ihm erinnern“, sagte Lechner und nannte die Vorzüge des 1,91-Meter-Mannes: „Er gibt der Mannschaft unheimlich viel Sicherheit, gewinnt viele Zweikämpfe, bringt die nötige Ruhe herein und dirigiert die Spieler. Solche Leute brauchen wir derzeit.“ Am Samstag krönte Sarak eine weitere Topleistung mit seinem ersten Pflichtspieltor im blauen 08-Trikot: In der 24. Minute setzte sich der 25-Jährige nach einer Ecke von Alexander Götz energisch im Astoria-Strafraum durch und köpfte aus fünf Metern zur Bissinger 1:0-Führung ein.

Walldorfer Abwehrriegel

Die Hausherren taten sich gegen die Fünfer-Abwehr der Walldorfer allerdings schwer, Chancen zu kreieren und blieben immer wieder an der massiven Deckung hängen. Die Nordbadener mussten in der ersten Hälfte nur zwei weitere kritische Situationen überstehen. Jeweils war Marius Kunde der Unruhestifter. In der Anfangsphase scheiterte der durchgebrochene Stürmer mit einem Sieben-Meter-Schuss an FCA-Schlussmann Paul Lawall. Und in der 28. Minute nutzte Kunde seine Freiheiten und zog von der Strafraumgrenze ab – Lawall klärte mit einer Flugeinlage.

Auch im dritten Anlauf blieb dem Bissinger Torjäger ein Erfolgserlebnis verwehrt. Nach einer Hereingabe von Mario Di Biccari versuchte es der von Walldorfs Kapitän Christoph Stenzel bedrängte Kunde mit der Hacke – die Kugel ging um Zentimeter daneben (51.). So erging es auch dem von Kunde mustergültig freigespielten Götz, dessen Schlenzer knapp am langen Pfosten vorbeiflog (71.).

Die Gäste spielten phasenweise zwar ganz passabel mit, doch richtig gefährlich waren sie nicht, und so verbrachte 08-Keeper Sven Burkhardt einen eher öden Arbeitstag zwischen den Pfosten. Eine halbwegs gute Gelegenheit zu einem Tor versiebte FCA-Mittelstürmer Luca Erhardt, der aus 14 Metern vorbeischoss (66.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit besiegelte Luca Wöhrle mit seinem bereits dritten verwandelten Foulelfmeter in dieser Saison den Bissinger 2:0-Sieg und damit auch den ersten Heimdreier. Zuvor hatte Darian Gurley im Astoria-Strafraum Kunde gelegt.

Damit hat der FSV 08 seine letzten fünf Tore alle nach einer Standardsituation erzielt – drei Treffer fielen per Elfmeter. Hinzu kommen jeweils ein Tor per Freistoß (Di Biccari beim 1:1 gegen Villingen) und nach einer Ecke, nämlich Saraks Torpremiere gegen Walldorf II. „Wir spielen uns schon immer wieder einige Dinger heraus, aber wir haben gerade einfach nicht die Lockerheit, die Tore zu machen“, stellte Trainer Lechner mit Blick die vergebene Riesenchance von Götz fest. Sein Credo: „Ob wir ein Tor mit einem Standard machen oder nach einer Ballstafette, ist mir gerade absolut wurst. Wichtig ist, dass wir den Ball ins Tor bekommen, die Spiele besser gestalten und vor allem gewinnen.“

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