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Sogar Joachim Löw schaute schon einmal beim VfR vorbei

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Der VfR Sersheim konzentriert sich voll auf Fußball. Die erste Mannschaft des Vereins, hier beim Training, kämpft in der Kreisliga A 3 um den Klassenerhalt.  Foto: 

Zweimal im Jahr wuseln Hunderte Fußball-Begeisterte über das Areal des VfR Sersheim. Alle wollen sie nur eines: Den Alwa-Cup gewinnen. Beim Hallenturnier Ende Januar treten 32 Mannschaften der E- und F-Jugend gegeneinander an. Im Sommer dann die Steigerung: Der Wettbewerb im Freien ist für alle Jugendmannschaften offen – bis zu 50 Teams reisen dafür an. Zum Teilnehmerfeld gehören erwartungsgemäß viele Vereine der Sersheimer Umgebung, darunter einige Dauergäste, aber auch der Nachwuchs einiger Topklubs. „In der Vergangenheit waren unter anderem schon der VfB Stuttgart, der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern bei uns“, erzählt Bernd Steinbach, der Vorsitzende des VfR Sersheim.

Kooperation mit Kleinglattbach

Der Verein stellt momentan eigene Jugendmannschaften von den Bambini bis zur D-Jugend. Die Teams der C- und B-Jugend sind das Ergebnis einer Fusion: Seit drei Jahren kicken die Sersheimer in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Kleinglattbach. Der Trainingsplan regelt auch, wo trainiert wird. „Der Austausch mit Kleinglattbach funktioniert sehr gut“, lobt Steinbach die Kooperation.

Für eine A-Junioren-Mannschaft hat es zwar nicht gereicht, dafür stellen die Sersheimer zwei Teams im Aktiven-Bereich und die „Alten Herren“. Die zweite Mannschaft kickt momentan in der Kreisliga B 8 und bewegt sich im Mittelfeld der Rangliste.

Die erste Mannschaft spielt in der Kreisliga A 3, in die sie erstmals 1980 aufgestiegen ist. Als sein größtes Vereins-Erlebnis bezeichnet Bernd Steinbach den Wiederaufstieg im Jahr 2005 durch ein 3:0 gegen die Spvvg Bissingen in der Relegation. Momentan ist die Lage allerdings etwas ungemütlich. Die Sersheimer würden die rote Laterne gerne abgeben: Für das aktuelle Tabellenschlusslicht zählt nur der Klassen­erhalt. „Der Nicht-Abstieg ist gerade unser größtes Ziel“, sagt Steinbach.

Die Kader würden zwar vor der Saison festgelegt, erzählt der Vereinsvorsitzende. Doch auch hier gelte das Leistungsprinzip. Wenn sich ein Nachwuchsspieler durch Leistung empfehle, könne er zum festen Stamm der Mannschaften dazustoßen. Nachrücker gebe es sowieso – wenn ein Spieler zum Beispiel wegen Krankheit ausfällt und ersetzt werden muss. Etwa 50 Aktive und 150 Jugendspieler treten beim VfR Sersheim gegen den Ball. Während andere Vereine meist aus mehreren Abteilungen bestehen, wird beim 350 Mitglieder starken VfR ausschließlich gekickt. Steinbach: „Wir sind ein reiner Fußballverein.“

Als die deutsche Nationalmannschaft 2014 Weltmeister wurde, verzeichnete der Klub einen Zuwachs an Jugendspielern. Einen ähnlichen Effekt hatte es bereits 2010 gegeben. Auch damals hing es mit der DFB-Elf zusammen. Vor rund sieben Jahren war allerdings mehr Zufall im Spiel: Der Deutsche Fußball-Bund hatte eine Kampagne gestartet, die sich an Vereine richtete, die eine Kooperation mit einer Schule unterhalten. Das Glückslos war auf Sersheimer Seite, wie Steinbach sagt. Von rund 10 000 Fußball-Vereinen gehörte der VfR zu den Gewinnern. Und dann kamen die damalige Nationalspielerin Nia Künzer und Bundestrainer Joachim Löw in die Fünfeinhalbtausend-Einwohner-Gemeinde – inklusive Autogrammstunde. „Das war ein Mega-Ereignis“, erinnert sich Bernd Steinbach. Die Resonanz sei riesig gewesen, etwa 700 Fans tummelten sich auf dem VfR-Gelände.

Apropos Losentscheid: Ebenfalls durch einen solchen gewannen die Sersheimer ein Minispielfeld, das der DFB gesponsert hat. Der Kunstrasenplatz wird vereinsintern für das Training genutzt, steht aber auch der Öffentlichkeit als Bolzplatz zur Verfügung.

Alle Ämter sind besetzt

Abseits der großen Events ist der Hype nicht so groß. „Die Bereitschaft zum Ehrenamt lässt deutlich nach“, will Bernd Steinbach beobachtet haben. Der 49-Jährige selbst gehört seit rund 20 Jahren dem Verein an, steht ihm im sechsten Jahr vor, nachdem er unter anderem jahrelang Jugendtrainer war. Dieses Jahr konnte der Klub wieder alle internen Ämter besetzen – für Steinbach ein positives Signal.

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