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SGV Freiberg angelt sich Ex-Profi Pischorn

Transfercoup am Wasen: Der Fußball-Verbandsligist SGV Freiberg hat mit Marco Pischorn einen langjährigen Profi bis 2019 unter Vertrag genommen.

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Der Freiberger Präsident Emir Cerkez (links) hat gut lachen: Mit der Verpflichtung des langjährigen Profis Marco Pischorn ist dem Verbandsliga-Topfavoriten ein weiterer Transfercoup gelungen. Rechts im Bild Bürgermeister Dirk Schaible.  Foto: 

Ein ungewöhnlicher Transfer erfordert einen ungewöhnlichen Ort für die Präsentation des Neuzugangs – das müssen sich die Macher des SGV Freiberg gedacht haben, als sie geheimnisvoll ins Freiberger Rathaus zur Vorstellung ihres künftigen Führungsspielers luden.

Seit Freitagnachmittag ist die Katze nun aus dem Sack, die Gerüchte im Vorfeld haben sich bewahrheitet: Der langjährige Fußball-Profi Marco Pischorn schließt sich zur neuen Saison dem Verbandsligisten vom Wasen an. Der 1,88 Meter große Innenverteidiger unterschrieb beim SGV einen Dreijahresvertrag – obwohl sein bisheriger Klub, der Drittligist Preußen Münster, noch auf den letzten Drücker versucht hatte, Pischorn zum Bleiben zu überreden – mit einer deutlich verbesserten Offerte. Auch einige andere Angebote aus der Dritten Liga und der Regionalliga schlug der 30-Jährige aus. „Wir freuen uns sehr, dass Marco sich für uns entschieden hat, denn er wird unserer jungen Mannschaft mit seiner Erfahrung sehr helfen können“, sagte Dieter Gerstung, der Sportliche Leiter beim SGV.

Vor allem die berufliche Perspektive hat den in Mühlacker geborenen Pischorn zu einem Wechsel nach Freiberg bewogen. Denn ab dem 1. September macht er eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann innerhalb der Unternehmensgruppe seines Schwiegervaters Jürgen Pflugfelder. Hinzu kam der Wunsch seiner Frau, sich gemeinsam mit den drei Kindern eine Zukunft in „ihrer Heimat“ Freiberg aufzubauen. Der Großvater von Sarah Pflugfelder war einst mehrere Jahrzehnte Bürgermeister in Beihingen und einer der Gründerväter der Stadt. ,,Ich freue mich riesig auf die Herausforderung in Freiberg und den damit verbundenen neuen Lebensabschnitt. Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner Erfahrung einen großen Beitrag dazu leisten kann, den SGV Freiberg mittelfristig wieder nach oben zu führen“, sagte Pischorn und nannte dabei auch das Ziel Regionalliga.

In der Jugend kickte der kopfballstarke Abwehrspieler für den VfR Sersheim und den FV Löchgau. Seine Profikarriere begann er 2007 beim VfB Stuttgart in der zweiten Mannschaft. Für die „kleinen“ Roten bestritt er 114 Partien in der dritthöchsten Spielklasse und erzielte acht Tore, ehe ihn Armin Veh in den Bundesliga-Kader holte. Sein Erstliga-Debüt feierte Pischorn am 27. Oktober 2007 beim Stuttgarter 1:0-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen. Insgesamt kam er auf vier Einsätze in der deutschen Eliteklasse.

Nach zwei schweren Verletzungen – einem Wadenbein- und einem Schädelbruch – wechselte Pischorn 2010 zum damaligen Drittliga-Verein SV Sandhausen. Bei den Nordbadenern hatte er als bester Innenverteidiger der Liga mit sieben Toren maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Zweite Liga. Nach dreieinhalb Jahren und 32 Zweitliga-Begegnungen (zwei Tore) verließ er im Januar 2014 Sandhausen und heuerte beim Drittligisten SC Preußen Münster an. Für seinen neuen Klub war er in 59 Partien fünfmal erfolgreich. Insgesamt hat Pischorn 262 Profispiele in der Ersten, Zweiten und Dritten Liga absolviert, in denen er 25 Mal traf.

„Wir sind sehr froh, dass wir Marco nach vielen persönlichen Gesprächen verpflichten konnten. Mit dieser, aber auch mit den bereits getätigten Verpflichtungen, wollen wir die letzte Saison vergessen machen und wieder nach oben kommen“, stellte der Freiberger Präsident Emir Cerkez fest. Zuvor hatte der SGV mit Marcel Ivanusa, Thomas Gentner, David Kienast und Marcel Sökler schon einige andere gestandene und höherklassig erprobte Hochkaräter an den Wasen gelockt. Cerkez: „Das zeigt, dass wir, abgesehen von der abgelaufenen Saison, in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet haben.“

1:0-Sieg in Neckarsulm

Muzliukaj trifft Der SGV Freiberg hat seine Vorbereitungspartie am Donnerstagabend beim Oberliga-Neuling Neckarsulmer Sport-Union mit 1:0 gewonnen. Das entscheidende Tor erzielte Stürmer Spetim Muzliukaj Mitte der ersten Halbzeit mit einem Seitfallzieher. Der SGV trat in der Innenverteidigung mit U-19-Spieler Marc Häffele an, der zu dieser Saison vom FC Union Heilbronn an den Wasen gewechselt ist. „Freiberg hätte schon für Oberliga-Verhältnisse ein richtig starkes Team“, lobte Sport-Union-Trainer Thorsten Damm die Gäste nach ihrem starken Auftritt. An diesem Samstag (elf Uhr) steht für den SGV der nächste Test auf dem Programm. Der Gegner im Wasenstadion ist der Landesliga-Rückkehrer VfL Brackenheim.

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