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Neuzugang Grellmann tut seinem Ex-Klub weh

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  • Der Spitzenreiter SGV Freiberg (blaue Trikots) stolperte am Samstag im Derby beim FV Löchgau. Hier attackiert FVL-Innenverteidiger Eric Schmidtke (links) den Gästekicker David Kienast.  1/2
    Der Spitzenreiter SGV Freiberg (blaue Trikots) stolperte am Samstag im Derby beim FV Löchgau. Hier attackiert FVL-Innenverteidiger Eric Schmidtke (links) den Gästekicker David Kienast. Foto: 
  • Niko Grellmann. 2/2
    Niko Grellmann. Foto: 
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Die Verbandsliga-Fußballer des FV Löchgau waren am Samstagabend außer sich vor Freude. „Derbysieger, Derbysieger“ sangen sie im Mannschaftskreis nach dem 2:0-Überraschungserfolg über den Klassenprimus SGV Freiberg. Ihnen war beim Wiederauftakt das gelungen, was in dieser Saison noch keine andere Mannschaft geschafft hat: den Topfavoriten und designierten Meister zu schlagen. Zuvor war das hochkarätig besetzte Ensemble vom Wasen in 17 Verbandsliga-Partien und vier WFV-Pokal-Duellen ungeschoren davongekommen.

In der Winterpause gewechselt

Nun sind die Freiberger ihren Nimbus los. Ausgerechnet im Derby, ausgerechnet gegen einen Aufsteiger – und ausgerechnet mit einem Ex-Spieler als Spielverderber. Denn mit Niko Grellmann leitete ein Akteur die erste Saisonniederlage ein, der lange selbst für den SGV gekickt hat. Der in der Winterpause vom SV Schluchtern nach Löchgau gewechselte Stürmer stand in der 30. Minute goldrichtig und versenkte Kai Irrgangs perfekte getimte Hereingabe per Direktabnahme aus sechs Metern zum 1:0 im Gästetor. „Es ist sicher etwas Besonderes, gegen seinen Ex-Klub gleich zu treffen – in seinem ersten Spiel für den neuen Verein. Aber überbewerten würde ich das jetzt auch nicht. Der Fußball ist schnelllebig“, sagte FVL-Trainer Thomas Herbst.

Beim vorentscheidenden zweiten Treffer des Underdogs war Grellmann nicht mehr auf dem Feld. Doch sein Nachfolger Bash­kim Susuri sprang in die Bresche. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung besorgte der Joker aus kurzer Distanz das 2:0 (67.). Die Freiberger Proteste bei Schiedsrichter Andreas Zürn wegen einer Abseitsstellung waren indes berechtigt, denn Tom Kühnle hatte mit seinem Anspiel auf Dominik Wolter zu lange gezögert, so dass dieser eigentlich im Abseits stand. Da Zürn aber weiterspielen ließ, wurstelte sich Wolter durch – und Susuri war letztlich der Nutznießer. In der 77. Minute hatte der FVL sogar die Riesenchance zum 3:0. Susuri spielte Marco Knittel frei, doch der scheiterte an Thomas Bromma. Auch beim Nachschuss blieb Freibergs Schlussmann der Sieger.

Pomadigen Auftritt hingelegt

Auf der anderen Seite ließ die Fünfer-Abwehrkette der Löchgauer – wie schon beim 1:1 in der Hinrunde – kaum etwas zu. In den 90 Minuten kaufte der Aufsteiger dem SGV mit großem kämpferischem Einsatz und einer aggressiven Spielweise den Schneid ab. Der Spitzenreiter vom Freiberger Wasen legte dagegen einen pomadigen und trägen Auftritt hin, spielte ideenlos und kam mit dem berüchtigten Kunstrasen des FVL augenscheinlich gar nicht klar. Von der spielerischen Klasse, die das Gehrmann-Team sonst auszeichnet, war wenig zu sehen. Auch das Experiment mit Rückkehrer Savino Marotta auf der rechten Abwehrseite floppte und wurde nach der ersten Hälfte abgebrochen. Allerdings brachten auch die Einwechselspieler nicht den von Trainer Ramon Gehrmann erhofften frischen Wind ins Offensivspiel.

Beste Chance in der 88. Minute

Erst in den letzten zehn Minuten, als sich Kapitän und Abwehrchef Marco Pischorn in die Offensive einschaltete, wurde der Druck der Gäste größer. Die erste und einzige hochkarätige Chance verbuchte der SGV allerdings erst in der 88. Minute: Nach einem langen Ball von Mahir Savranlioglu tauchte Spetim Muzliukaj frei vor Löchgaus Keeper Markus Brasch auf, brachte den Ball aber nicht im Netz unter. Am Ende blieb es aber beim durchaus verdienten 2:0-Sieg des Außenseiters.

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