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Kutlus Kracher stoppt Pokal-Helden

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Fussball WFV-Pokal Sportfreunde Dorfmerkingen - SGV Freiberg Peter Hageneder  Foto: 

Der Titelverteidiger im DB-Regio-WFV-Pokal ist in der ersten Runde rausgeflogen. Die Pokal-Helden der Sportfreunde Dorfmerkingen, die im Mai sensationell das Pokal-Finale bei den Stuttgarter Kickers mit 3:1 gewonnen haben, verloren zum Auftakt der neuen Runde gegen den SGV Freiberg mit 0:3. Am Sonntag haben die Kicker von der Ostalb noch einmal Großes vor und belohnen sich für sieben Pokalsiege 2016/2017. In Aalen spielen sie in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den deutschen Vizemeister RB Leipzig. Erwartet werden um die 12.000 Zuschauer.

Der SGV Freiberg nahm die hohe Hürde in der ländlichen Idylle, in der durch die Erfolge der Sportfreunde, die auch Meister in der Landesliga geworden sind und künftig in der Verbandsliga spielen, die Fußball-Euphorie ausgebrochen ist, nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit am Ende souverän.

Maßgeblichen Anteil am klaren Sieg hatte Hakan Kutlu mit seinen beiden Kracher-Toren. Der Rückkehrer aus der Dritten Liga in der Türkei hat nach längerer Spiel- und Trainingspause noch einiges an Fitness-Rückständen aufzuholen. Deswegen stand er auch nicht in der Startformation, um die es im qualitativ hochkarätig besetzten Kader des SGV harte Konkurrenzkämpfe gibt. SGV-Trainer Ramon Gehrmann hatte den schussgewaltigen Kutlu eigentlich für die letzten 20 Minuten vorgesehen, um bei einem möglichen knappen Spielstand mit einer (Standard)-Aktion die Partie zu entscheiden. „Mein Co-Trainer Christian Werner hat mich überredet, Hakan schon in der Halbzeit einzuwechseln“, verriet Gehrmann schmunzelnd nach dem Spiel. Da David Kienast und der überragend spielende Steven Kröner in der zweikampfbetonten und zuweilen auch hart geführten ersten Halbzeit jeweils die Gelbe Karte sahen, blieben sie in der zweiten Hälfte draußen.Wir wollten da auf Nummer sicher gehen“, so Gehrmann. In der 44. Minute hatte Marcel Sökler nach den Oberliga-Aufsteiger nach glänzender Vorarbeit von Niklas Pollex mit 1:0 in Führung gebracht. Von Thomas Gentner mit einem genialen Pass in Szene gesetzt, erhöhte Kutlu in der 51. Minute mit einem knallharen Linksschuss aus 17 Metern genau in den Torwinkel auf 2:0. Zehn Minuten später nahm er erneut mit seinem linken Fuß Maß und hämmerte die Kugel flach ins lange Eck. Mit dem 3:0 war die Partie gelaufen. Die Freiberger spielten den Sieg souverän nach Hause. Bei den Gastgebern wechselte Trainer Helmut Dietterle vier Stammspieler im Hinblick auf das Spiel gegen Leipzig aus.

Eine halbe Stunde lang hatten die Sportfreunde jene Leistung auf den Platz gebracht, mit der sie sich zum Pokaltriumph und zur Meisterschaft siegten. Sie machten die Räume eng, gewannen Zweikämpfe und schalteten schnell um. „Wir hatten am Anfang sehr viel Respekt, wollten nicht zu viel riskieren und nicht zu hoch stehen. Wir hatten Glück, denn die Chancenqualität von Dorfmerkingen war höher. Später hat man aber gesehen, dass wir Fußball spielen können“, meinte der Freiberger Coach.

Nietzer hat gute Chancen

Dorfmerkingen war immer dann brandgefährlich, wenn der Ball Daniel Nietzer erreichte. Der schlaksige, technisch starke und schnelle Stürmer behauptete den Ball, leitete ihn auf die nachrückenden Mitspieler weiter oder schloss selbst ab. Einmal rettete Tobias Fausel mit hohem Einsatz in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Nietzer. Freibergs Schlussmann Thomas Bromma rettete zweimal glänzend bei einem Kopfball von Fabian Weiß und einer weiteren Chance von Nietzer. Der SGV hielt dagegen und kam auch zu Chancen. Timo Hirschmann im Tor der Sportfreunde lenkte einen Schrägschuss von Clemens Schlimgen über die Latte und erwischte den Ball gerade noch, der sich nach einer Flanke von Thomas Gentner ins obere Toreck senken wollte. Nach rund einer halben Stunde hatten die Freiberger die Partie mehr und mehr unter Kontrolle bekommen.

In der zweiten Pokalrunde muss der SGV Freiberg am Mittwoch beim TSV Weilheim antreten. Der hatte beim TSV Köngen mit 4:0 gewonnen.

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