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Kameradschaft ist Trumpf beim TSV Häfnerhaslach

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  • Die Mannschaft des TSV Häfnerhaslach demonstriert Einigkeit und Zusammenhalt und bejubelt gemeinsam die Meisterschaft in der Kreisliga B 7. 1/2
    Die Mannschaft des TSV Häfnerhaslach demonstriert Einigkeit und Zusammenhalt und bejubelt gemeinsam die Meisterschaft in der Kreisliga B 7. Foto: 
  •  Der Fußball-Chef vom Heiligenberg: Reiner Schneider prägt seit Jahrzehnten den TSV Häfnerhaslach. 2/2
    Der Fußball-Chef vom Heiligenberg: Reiner Schneider prägt seit Jahrzehnten den TSV Häfnerhaslach. Foto: 
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Anfang 2018 wollen die Fußballer des TSV Häfnerhaslach zum 13. Mal zur Vorbereitung auf die Rückrunde in die Türkei aufbrechen. „Damit sind wir dort sicher die Trainingslager-Weltmeister aus der Kreisliga. Wir hoffen, dass die politsche Situation nicht eskaliert“, sagt Reiner Schneider, der Fußball-Chef des TSV Häfnerhaslach. Als die für Anfang dieses Jahres an der türkischen Riviera gebuchten Profi-Mannschaften nacheinander absagten und sich stattdessen nach Spanien oder Portugal aufmachten, hielten die Häfnerhaslacher ihrem langjährigen Gastgeberland die Treue. „Es ist nicht immer ganz einfach für unsere Spieler. Sie müssen Urlaub nehmen und ein paar Euro kostet sie das auch. Aber unsere Jungs halten zusammen“, so Schneider.

Dass auf dem Sportplatz und im Vereinsheim auf dem Heiligenberg hoch über dem Kirbachtal unter den Spielern eine gute Stimmung herrscht und die Kameradschaft groß geschrieben wird, liegt ganz maßgeblich an Schneider. Der 60-Jährige aus Zaberfeld, der in Bietigheim-Bissingen arbeitet, hat sich seit über vier Jahrzehnten dem TSV Häfnerhaslach verschrieben. Der umtriebige Funktionär und Fußballfachmann ist zweiter Vorsitzender und für den Spielbetrieb verantwortlich sowie Jugendleiter. Der TSV ist im wahrsten Sinne des Wortes „sein“ Verein.

Bis vor fünf, sechs Jahren spielte er selbst noch in der zweiten Mannschaft mit, bis Mitte 40 war er in der ersten Mannschaft aktiv. Der Zusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl zum Klub mit seinen rund 300 Mitgliedern dokumentiert sich auch darin, dass nicht nur Schneider schon während und nach seiner aktiven Laufbahn als Funktionär tätig ist. Aus der aktuellen Mannschaft haben Kapitän Dennis Toetz als Kassier und Marcel Hirsch als Schriftführer Funktionen im Vorstandsteam, das von Willy Gerlacher geleitet wird. Ein Trumpf ist auch die familiäre Atmosphäre im von Mitgliedern bewirtschafteten Vereinsheim und die idyllsche Lage zwischen Weinbergen und Wald.

Wenn die Häfnerhaslacher im nächsten Januar wieder in die Türkei fliegen, tun sie das als A-Ligist. Nach einem spannenden letzten Spieltag holte sich das Team die Meisterschaft in der Kreisliga B 7, punktgleich vor dem TSV Kleinsachsenheim, aber mit der besseren Tordifferenz. Geich in seinem ersten Jahr als Spielertrainer in Häfnerhaslach führte Sedat Yilmaz den TSV zum Titel und zurück in die Kreisliga A 3. „Er hat nicht nur auf die Offensive gesetzt, sondern mehr Wert auf die Defensive gelegt. Dabei ist uns in der Vorrunde unsere komplette Abwehrreihe ausgefallen. Aber wir haben auch vorne getroffen“, nennt Schneider das Erfolgsrezept von Yilmaz. „Wir haben eine junge Truppe. Davon sind mittlerweile 70 Prozent der Spieler aus Häfnerhaslach“, erzählt Schneider. Bislang gebe es noch keine Zugänge, die Mannschaft bleibe aber auch komplett beisammen. Dass ein Torjäger wie Maik Kheim, der 25 Treffer erzielt hat und damit Platz zwei hinter seinem Mitspeler Marco Hirsch (27 Treffer) in der Torschützenliste der Liga belegt, seit Jahren dem TSV die Treue hält, begründet der Fußball-Chef so: „Den Jungs gefällt es bei uns.“ Als es darum ging, einen Nachfolger für die Häfnerhaslacher Trainer-Ikone Erich Wirth zu finden, der insgesamt elf Jahre lang beim TSV tätig war, traf Schneider offenbar die richtige Entscheidung mit der Verpflichung von Yilmaz.

„Es hat immer Spaß gemacht, aber ist es jetzt einfach an der Zeit. Vielleicht kann man durch eine andere Ansprache noch zehn Prozent rauskitzeln, damit es zum Aufstieg reicht“, sagte Wirth zum Abschied. Nach sechs Jahren hatte Wirth den TSV 2010 schon mal verlassen, war aber nach eineinhalb Jahre auf den Heiligenberg zurückgekehrt, um auszuhelfen. Geblieben ist er weitere fünf Jahre. In dieser Zeit belegte der TSV in der Kreisliga B die Plätze, sechs, drei, fünf, zwei und vier.

Meisterschaft knapp verpasst

Ganz bitter war der letzte Spieltag der Saison 2014/2015, als der TSV hauchdünn die Meisterschaft verpasste und dann in der Relegation scheiterte. „Wir hatten in der Kreisliga A auch schon mal fünf Spieltage vor Schluss sieben Punkte Vorsprung. Nach vier Unentschieden und einer Niederlage wurden wir Dritter“, erinnert sich Schneider an die Zeit in der Kreisliga A von 2004 bis 2010, als der TSV insgesamt dreimal auf Platz drei landete und dabei knapp vor dem Aufstieg in die Bezirksliga war. Nach sieben Jahren ist Häfnerhaslach wieder zurück in der A-Liga und Reiner Schneider ist um eine Episode seiner schier unendlichen Geschichte mit dem TSV reicher.

Beim Sportfest des TSV Häfnerhaslach am 24. und 25. Juni 2017 gibt es neben diversen Fußball-Veranstaltungen und einer Festbewirtung auch einen Gottesdienst. Der beginnt am 25. Juni um 10.30 Uhr und wird vom Posaunenchor aus Enzweihingen begleitet. Am frühen Nachmittag findet dann ein Damenturnier und ein Neunmeter-Schießen statt. Am Samstag, 24. Juni, spielen Firmenmannschaften um den Turniersieg. Um 16 Uhr beginnt der traditionelle Flutlicht-Cup mit Freizeitteams. Die Siegerehrung steigt gegen Mitternacht, die Sieger bekommen 50 Liter Weißherbst. cp

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