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In Unterzahl gelingt dem Aufsteiger der zweite Auswärtssieg

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Bollwerk: Kapitän Riccardo Macorig (links) und Tobias Baus (rechts) sorgen in der Abwehr des FV Löchgau für Stabilität und Sicherheit. Hier versuchen sie, den Pfullinger Dominik Früh zu stoppen.  Foto: 

Mit einem 1:0-Sieg im Aufsteigerduell beim SV Zimmern hat der FV Löchgau das erste Etappenziel erreicht. Mit 19 Punkten aus 15 Spielen beendete die Mannschaft von Trainer Thomas Herbst die Vorrunde auf Rang zehn. Vier Siege, vier Niederlagen und sieben Unentschieden sind für den Neuling aus Löchgau eine respektable Bilanz.

Die zehn erzielten Tore stellen den Minuswert in der Liga dar, den auch der SV Zimmern und der FV Olympia Laupheim aufweisen Die Löchgauer haben allerdings erst 14 Gegentreffer kassiert. Weniger musste nur der Tabellenführer SGV Freiberg mit neun hinnehmen. Spitze ist der FVL bei den Unentschieden. Dementsprechend fällt auch die Vorrundenbilanz von FVL-Coach Herbst aus: „Defensiv waren wir sehr stabil. An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten, damit wir noch ein paar Punkte drauflegen und aus den Unentschieden noch den einen oder anderen Sieg mehr machen.“

Der Auftritt der Löchgauer auf dem Kunstrasenplatz in Zimmern war ein Spiegelbild des bisherigen Saisonverlaufs. Hinten ließ der FVL wenig bis nichts zu, trat defensiv gut organisiert und gewohnt zweikampf- und laufstark auf, tat sich vorne aber schwer, Torchancen zu kreieren. Das lag allerdings auch mit daran, dass die Gäste zwischen der 37. und 69. Minute sowie die letzten elf Minuten in Unterzahl waren.

Auch wenn die Löchgauer Glück hatten, dass der schwache Schiedsrichter Marcel Lalka beim Führungstor eine Abseitsposition und in der Nachspielzeit ein Handspiel von Tom Kühnle im Strafraum übersah, so war ihr Sieg absolut verdient. Es war der zweite Auswärtserfolg nach dem 1:0 in Essingen. Der FVL wies im Gegensatz zum harmlosen SV Zimmern im Spiel gegen den Ball, in der Defensivarbeit, in der Organisation und im mannschaftlich geschlossenen Auftreten Verbandsliga-Tauglichkeit nach.

An der Disziplin allerdings muss Herbst ebenso arbeiten wie an der Chancenverwertung. In der 37. Minute sah der bereits mit Gelb belastete Giosue Tolomeo nach einem heftigen Armeinsatz im Mittelfeld die Ampelkarte. Zur zweiten Halbzeit musste der FVL-Trainer Abwehrmann Eric Schmidtke aus dem Spiel nehmen, der am Rande eines Platzverweises wandelte. Elf Minuten vor Schluss sah auch noch Löchgaus Philipp Sturm Gelb-Rot wegen einer angedeuteten Kopfnuss gegen Zimmerns Torwart Matthias Müller nach einer harmlosen Szene vor dem Tor des SVZ. Damit waren die Gäste wieder einen Mann weniger, nachdem Denis Gonszcz in der 69. Minute mit seinen Kommentaren den Referee zu Gelb-Rot genötigt hatte.

Kittel erzielt Führungstor

Beim FVL rückte Tom Kühnle von der rechten Außenbahn für den gesperrten Salvatore Langella ins zentrale Mittelfeld. Nach dem Platzverweis von Tolomoe machte Kühnle dann die linke Seite dicht. Nach 18 Minuten gingen die Gäste in Führung. Fabian Gurth hatte sich den Ball erkämpft und flankte nach einem Doppelpass mit Sturm vors Tor. Die Zimmerer bekamen den Ball nach Gurths Flanke mehrfach nicht aus der Gefahrenzone. Kühnle zog aus 16 Metern ab,  und Marco Knittel lenkte die Kugel ins Tor.

Zwei Minuten später hatte Knittel nach einem erneuten Vorstoß von Gurth das 2:0 auf dem Fuß, traf den Ball aber nur unzureichend. In der 26. Minute hatten die Gastgeber ihre beste Chance, aber FVL-Schlussmann Markus Brasch parierte einen Schuss von Vilart Hasani im Flug. Ansonsten schnappte sich Brasch mit Ruhe und Übersicht die Flanken aus dem Halbfeld sicher. Im Zentrum verrichteten Tobias Baus und Riccardo Macorig gewohnt zuverlässig ihre Arbeit. Der eingewechselte Marco Stender sorgte im defensiven Mittelfeld für Stabilität.

Dem SV Zimmern fehlten in der von Nickligkeiten und zahlreichen Unterbrechungen geprägten Partie die spielerischen Möglichkeiten, um überhaupt zu Torchancen zu kommen. Einmal konnte sich Kapitän Tom Schmid im Strafraum durchsetzen, doch sein Schuss wurde abgeblockt. Kühnles Handspiel nach einem Schuss von Marc Bauer in der Nachspielzeit ahndete der Unparteiische nicht. „Die drei Punkte nehmen wir mit und sind glücklich darüber. Wie wir uns phasenweise präsentiert haben, das müssen wir ansprechen. Es kann auch durch Entscheidungen des Schiedsrichters keine Panik ausbrechen. Da müssen wir die Ruhe bewahren“, fordert FVL-Coach Herbst von seinem Team. „Unser Start mit dem 1:0 war gut, Marco Knittel hätte dann das 2:0 machen können. Nach dem ersten Platzverweis hat sich das Spiel geändert. Wir haben aber keine gefährliche Szene zugelassen“, meinte Herbst.

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