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Warten auf Heimsieg geht weiter

Das Warten auf den ersten Heimsieg 2016 geht weiter. Vor 3000 Zuschauern verlor der Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach am Freitagabend gegen den FC Hansa Rostock mit 0:1 (0:1).

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Großaspachs Stürmer Tobias Rühle (Mitte) versucht sich gegen die Rostocker Ronny Garbuschewski (links) und Michael Gardawski durchzusetzen.  Foto: 
Das war ein herber Rückschlag für die SG Sonnenhof Großaspach im Fernduell mit dem VfL Osnabrück und de Kickers Würzburg um den dritten Tabellenplatz, der zu den Relegationsspielen in die Zweite Liga berechtigt. Auch im sechsten Heimspiel 2016 gelang der SG Sonnenhof kein Sieg. Das 0:1 gegen den abstiegsbedrohten FC Hansa Rostock, der von rund 800 stimmgewaltigen Fans unterstützt wurde, war die vierte Heimpleite seit der Winterpause. Großaspachs Trainer Rüdiger Rehm setzte gegen Rostock auf die Siegerelf von Aalen in der Woche zuvor. Torjäger Pascal Breier blieb nach seiner Verletzungspause bis zur 82. Minute draußen und konnte nach seiner Einwechslung gegen die stabile und kopfballstarke Hansa-Defensive nichts mehr ausrichten. So wie in der Spielzeit zuvor seine Kollegen. Einzig zwischen der 27. und 38. Minute drehten die Gastgeber auf, drängten Rostock weit zurück und hatten drei gute Chancen zur Führung. Als sich die Gäste vom Druck befreien konnten und nach einem Konter zu einem Eckball kamen, gingen sie mit ihrer ersten Torchance in Führung. Zuvor hatte SG-Keeper Kevin Broll bei einem 20-Meter-Schuss von Ronny Garbuschewski keine großen Probleme gehabt. Den Eckball in der 39. Minute servierte Spezialist Garbuschewski dann maßgerecht auf den Kopf von Abwehrspieler Marcus Hoffmann, der wuchtig zur Gästeführung einköpfte. Statt in Führung zu liegen, mussten die Großaspacher plötzlich einem Rückstand hinterherlaufen. Dabei hatten sie sich nach einer schwerfälligen Anfangsphase mühsam, aber dann immer besser ins Spiel hineingearbeitet. Das wäre ihnen womöglich erspart geblieben, wenn Bashkim Renneke die erste Gelegenheit nach sechs Minuten zum 1:0 genutzt hätte. Nachdem ihm Tobias Rühle den Ball in den Lauf gespielt hatte, zögerte Renneke mit dem Abschluss, erlief sich eine scheinbar bessere Schussposition, scheiterte dann aber an FC-Schlussmann Marcel Schuhen. Danach waren die Gäste am Drücker, spielten einfach und schnörkellos, kamen aber auch nicht in torgefährliche Räume.

 

Das gelang der SG Sonnenhof nach knapp einer halben Stunde wieder. Zuerst glänzte Schlussmann Schuhen nach einem 17-Meter-Schuss von Rühle, dann half den Gästen die Querlatte. Nach einem Freistoß von Michele Rizzi traf Timo Röttger per Kopfball nur Aluminium (27.). Zwei Minuten später flog Sebastian Schiek im Rostocker Strafraum in eine Flanke von Rizzi und beförderte die Kugel mit dem Kopf Richtung Hansa-Tor. Schuhen lenkte den Aufsetzer noch um den Pfosten. Für Entlastung der voll geforderten Abwehr und Stabilität im Mittelfeld sorgte Rostocks Trainer Christian Brand mit einer taktischen Umstellung. Er beorderte seinen Kapitan Tobias Jännicke ins zentrale Mittelfeld und Michael Gardawski auf die linke Außenbahn. Nach 48 Minuten war Hansa-Verteidiger de Gastgebern auf der rechten Seite entwischt und auf dem Weg zum 2:0 für die Gäste. Frei vor Keeper Broll schoss Ahlschwede den Ball aber knapp am oberen Torwinkel vorbei ins Fangnetz. Diese Szene war symptomatisch für den Verlauf der zweiten Halbzeit. Die Gäste versteckten sich nicht und nutzten immer wieder Gelegenheiten, zu kontern. So wie in der 68. Minute, als Stephan Andrist eine Flanke von Gardawski allzu kunstvoll im gegnerischen Tor versenken wollte und mit seiner artistischen Einlage den Ball über die Latte beförderte. Großaspach kämpfte zwar aufopferungsvoll, aber spielerisch lief bei der Rehm-Truppe wenig zusammen, die auch zu ideenlos agierte. Bei Standardsituationen hatten die überragenden Rostocker Innenverteidiger Hoffmann und Matthias Henn den Kopf dazwischen, und auch am Boden gab es kaum ein Durchkommen. Röttger war in der 52. Minute nahe dran am Ausgleich, aber sein Schuss streifte nur den Pfosten des Hansa-Tores. In der 72. Minute probierte er es aus 18 Metern Entfernung, aber da ging der Ball übers Tor. In der Schlussphase ließen die Gäste beste Kontermöglichkeiten durch Marcel Ziemer und Andrist aus.

Stammkräfte Rühle und Rizzi sollen bleiben

Personalplanungen Bei der SG Sonnenhof Großaspach laufen am Ende der Saison sieben Verträge aus. Den Stamm, der zum Großteil über Jahre zusammen ist, wollen die Verantwortlichen halten. "Es wird immer Spieler geben, die weg wollen, weil sie wenig gespielt haben, oder weil sie ein besseres Angebot bekommen", sagt SG-Trainer Rüdiger Rehm generell zu den Planungen für die neue Spielzeit. Er betont aber auch, "dass die Begehrlichkeiten zu uns zu kommen steigen", und erzählt, dass er durch die Erfolge der SG häufiger Anfragen interessierter Spieler bekomme, die gerne für den Sonnenhof spielen würden. "Unsere gute Saison macht es einfacher, die Spieler zu bekommen, die wir wollen", so Rehm. Zu jenen Spielern, deren Verträge auslaufen, gehören die Leistungsträger Tobias Rühle und Michele Rizzi, mit denen die SG-Bosse schon über eine Verlängerung ihres Kontrakts gesprochen haben und die gehalten werden sollen. Ebenfalls auslaufende Verträge haben die Defensivspieler Robin Schuster, Felice Vecchione und Josip Landeka, der dritte Torhüter Bojan Spasojevic und Offensivmann Pascal Sohm. Mit diesen Spielern stehen demnächst Gespräche über deren sportliche Zukunft an.

CP

So spielten sie

Großaspach - Rostrock 0:1 (0:1)

SG Sonnenhof Großaspach: Broll - Schiek, Leist, Gehring, Lorch - Renneke (74. Sohm), Rizzi, Hägele, Dittgen (68. Binakaj) - Röttger (82. Breier), Rühle.

FC Hansa Rostock: Schuhen - Ahlschwede, Hoffmann, Henn, Dorda - Erdmann - Andrist, Garbuschewski (84. Schwertfeger), Gardawski (68. Ziemer), Jännicke - Platje (74. Kofler).

Tor: 0:1 Hoffmann (39.).

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma).

Zuschauer: 3000.

SWP

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