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Spvgg Bissingen entlässt Grotz

Die Spvgg Bissingen hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainerduo Roger Grotz und Gerold Schöfer getrennt. Bis zur Winterpause coacht Teammanager Sebastian Miessl die Mannschaft in der Fußball-Kreisliga A 3.

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Für Roger Grotz kam nach dreieinhalb Trainer-Jahren bei der Spvgg Bissingen das Aus.  Foto: 

Nach dreieinhalb Jahren ist für Roger Grotz das Kapitel Spvgg Bissingen als Trainer der ersten Fußball-Mannschaft beendet. Der Verein, der in der Kreisliga A 3 derzeit den sechsten Tabellenrang belegt, trennte sich am Mittwochabend überraschend von seinem langjährigen Übungsleiter. Auch dessen Assistent Gerold Schöfer erhielt den Laufpass.

"Sportlich sind wir zwar immer noch in Schlagweite zu Relegationsplatz zwei, aber im Verhältnis zwischen Team und Trainer gab es nach dreieinhalb Jahren deutliche Abnutzungserscheinungen. Wir sind der Meinung, dass das Team einen externen Impuls benötigt, damit wieder eine andere, positivere Grundstimmung entsteht", begründete die Spvgg den Trainerwechsel in einer Mitteilung.

Bis zur Winterpause übernimmt nun Sebastian Miessl bei den Bissingern eine Doppelrolle. Neben seinem Job als Teammanager fungiert er als Interimscoach. Miessl wird beim Gastspiel am Sonntag (14.30 Uhr) in Kleinglattbach erstmals auf der Spvgg-Bank sitzen.

"Dies ist jedoch nur eine Übergangslösung. Zur Vorbereitung auf die Rückrunde soll dann schon ein neuer Trainer seine Arbeit aufnehmen", sagt Jochen Helfensdörfer, zweiter Abteilungsleiter Fußball. "Wir haben jetzt noch genug Zeit, um uns in Ruhe mit geeigneten Kandidaten zu unterhalten. Ich hoffe, dass sich die Mannschaft ebenfalls in der Pflicht sieht und den Kontakt nach oben nicht abreißen lässt. Es stehen noch drei sehr unangenehme Auswärtsspiele auf dem Programm."

Die Entscheidung sei dem Verein nicht leicht gefallen, stellt Helfensdörfer fest und verweist auf dreieinhalb sehr erfolgreiche Jahre unter Grotz. Gleich in seiner ersten Saison 2012/2013 wurde der 54-Jährige mit einer neu formierten Truppe Meister in der Kreisliga B 6 - durch einen 3:2-Sieg im letzten Saisonspiel gegen den Titelrivalen TASV Hessigheim. Seit dem direkten Aufstieg spielte Bissingen in der Kreisliga A 3 immer im oberen Tabellendrittel mit.

Grotz reagierte mit Unverständnis auf seinen Rauswurf und den seines Assistenten. "Das kam für uns sehr plötzlich. Es ist absolut nichts vorgefallen. Wir haben unsere Arbeit dreieinhalb Jahre gut gemacht", sagt der Kriminalkommissar, der nur wenige Meter entfernt vom Sportplatz wohnt. Atmosphärische Störungen innerhalb der Mannschaft hat er im Gegensatz zu den Abteilungsverantwortlichen nicht festgestellt - abgesehen von einigen unzufriedenen Reservisten. "Das letzte Spiel gegen Freudental haben wir vor zwölf Tagen mit 9:0 gewonnen, da war die Stimmung sehr gut", meint Grotz.

Er hatte bei der Spvgg einst mit dem Kicken angefangen, spielte Mitte der 80er-Jahre auch als Aktiver für Bissingen und trainierte zwischen 1996 und 2004 diverse Jugendteams des Klubs. Nach dem Abstieg 2012 übernahm er dann die erste Garde der Spvgg. "Das war meine Mannschaft, die ich von Grund auf aufgebaut habe", sagt Grotz verbittert. Die Spvgg sei sein Heimatverein, weshalb ihm die Trennung umso schwerer falle. "Ich bin neben dem Sportplatz geboren worden und bereits 1966 der Spvgg beigetreten, schon mein Großvater und mein Vater waren Mitglied im Verein", sagt Grotz. "Ich muss das alles jetzt erst einmal sacken lassen."

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