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Spielleiter erzielt als Joker den Siegtreffer

Erst der FV Löchgau I, jetzt der SV Germania Bietigheim: Der SV Freudental geht an zwei aufeinanderfolgenden Spieltagen in der Fußball-Bezirksliga als Derby-Sieger vom Feld. Spielleiter Oliver Posch erzielte das späte 1:0.

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Der Bietigheimer Vincenzo Strigaro (links) versucht Imanuel Talayman vom SV Freudental zu stoppen.  Foto: 

Der SV Freudental darf sich erneut über einen Sieg gegen einen Lokalrivalen freuen. Mit einem knappen 1:0-Auswärtserfolg bei Germania Bietigheim schlug die Mannschaft von Trainer Toni Pavone den Nachbarn aus Bietigheim. Dabei musste der SVF lange auf den erlösenden Treffer warten: erst in der 84. Spielminute erzielte Spielleiter Oliver Posch bei seinem ersten Saisoneinsatz das entscheidende Tor. Er stand nur aufgrund massiver personeller Probleme im Aufgebot. Nach einer Hereingabe von Tobias Stark konnte Freudentals Sturmspitze Srdan Stevanovic den Ball zuerst nicht richtig kontrollieren. Aus einer unübersichtlichen Situation heraus kam Posch, der erst kurz zuvor eingewechselt wurde, fünf Meter vor dem Tor an den Ball und erzielte mit dem linken Fuß den einzigen Treffer des Nachmittags.

In der Folgezeit hatten die Gäste aus Freudental weitere hochkarätige Chancen durch Stevanovic (88.) und Posch (90.). Beide schafften es aber nicht auf 2:0 zu erhöhen. Stevanovic setzte seinen Schuss knapp am Bietigheimer Kasten vorbei, Posch scheiterte am guten Bietigheimer Torhüter Tobias Linder.

Der Knackpunkt einer bis dahin ausgeglichenen Partie war der Platzverweis für Germania-Stürmer Axel Bröckel, der frühzeitig runter musste. Kurz nach der Pause sah Bröckel seine zweite Gelbe Karte wegen Reklamierens. Der Bietigheimer hatte sich über ein vermeintliches Handspiel seines Gegenspielers lautstark beschwert - Schiedsrichter Sascha Härter nahm dies zum Anlass um Bröckel des Feldes zu verweisen. "Wenn dein einziger nomineller Stürmer auch noch vom Platz muss, wird es natürlich schwer. Bis dahin waren wir sehr gut im Spiel", kommentierte Germania-Trainer Matthias Schmid die Hinausstellung. In der ersten Halbzeit waren die Bietigheimer in der Tat näher am Führungstreffer: Der starke Vincenzo Strigaro hatte die ersten beiden Möglichkeiten für Bietigheim. Verteidiger Patrick Müller (25.) und Bröckel (22.), mit einem Fernschuss, ließen weitere gute Chancen liegen. Am knappsten scheiterte aber Strigaro, der per Lupfer versuchte Freudentals Keeper Yasin Aydin zu überwinden. Der gefühlvolle Schuss ging knapp links am Tor vorbei (29.). Freudentals Elf, die insgesamt mehr Ballbesitz hatte, brauchte mehr als eine halbe Stunde, um erstmals gefährlich vor dem Tor der Germania aufzutauchen. Nach einer Flanke von Daniel Carmona konnte Stevanovic seinen Kopfball nicht genau genug platzieren (36.) - Linder hielt sicher.

In eine stürmische Anfangsphase der Bietigheimer, in der zweiten Halbzeit, fiel dann der Platzverweis. Anschließend standen die Gastgeber zumeist tief in der eigenen Hälfte. Die zwei Viererketten waren für Freudental zunächst nicht zu knacken. Die Gäste hatten zwar viel Ballbesitz, doch konsequente Aktionen in Richtung des gegnerischen Gehäuses gelangen nicht. Tobias Stark hatte zwei kleiner Gelegenheiten per Kopf (66.) und durch einen Fernschuss (71.). Kurz vor dem Schlusspfiff, als schon ein torloses Unentschieden drohte, markierte dann Posch den entscheidenden Treffer.

Germania-Coach Schmid war trotz Niederlage zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Auch wenn uns fast der komplette Sturm gefehlt hat, war das heute eine gute Leistung", sagte Schmid, "nach vorne haben wir gute Akzente gesetzt." Sein Gegenüber auf Freudentaler Seite, Toni Pavone, lobte die Leistung der Bietigheimer ebenfalls. "Germania hat es nach dem Platzverweis stark gemacht und uns keine Räume gegeben, trotz Unterzahl. Für uns war es dann ein Geduldsspiel." Für Freudental geht es darum noch eine Mannschaft in der Tabelle zu überholen. "Wir wollen entweder Pflugfelden oder Ingersheim noch schnappen", betont Pavone.

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