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Später Schock für Germania

Ein Gegentor in der 86. Spielminute brachte den SV Germania Bietigheim im Heimspiel gegen die SKV Rutesheim II um drei Punkte. Im Verfolgerduell der Fußball-Bezirksliga überzeugten die beiden Teams vor allem mit guter Defensivarbeit.

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Germania-Kicker Fabio Tricarico (rechts) hat die Kugel fest im Blick. Doch sein Rutesheimer Gegenspieler eilt herbei, um ihm den Ball abzuluchsen.  Foto: 

Der SV Germania Bietigheim hat den Sprung auf den dritten Platz der Fußball-Bezirksliga knapp verpasst. Im Spiel gegen den Tabellennachbarn SKV Rutesheim II erzielte Michael Käpplinger fünf Minuten vor dem Schlusspfiff im Sportpark Ellental den verdienten Ausgleich für die Gäste.

"So kurz vor Schluss noch das Gegentor zu bekommen - nachdem wir über das ganze Spiel fast nichts Konkretes zugelassen haben - ist natürlich bitter. Aber ich will der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben über 90 Minuten gut gearbeitet. Dass Rutesheim richtig gut ist, hat man auch gesehen", analysierte Germania-Coach Matthias Schmid. SKV-Trainer Alexander Ziegler konnte mit dem Punkt gut leben: "Wir hatten mehr Spielanteile als Bietigheim. Germania stand aber extrem gut und hat wenig zugelassen. Ich bin mit dem 1:1 zufrieden, wir haben den Abstand in der Tabelle gehalten."

Bei immer wieder aufkommendem Regen war der Kunstrasenplatz im Ellental äußerst rutschig, beide Mannschaften brauchten einige Minuten bis sie sich an daran gewöhnt hatten. Die Gastgeber wählten für das Spitzenspiel eine abwartende Defensiv-Taktik: Erst ab der Mittellinie attackierten die Schmid-Schützlinge die spielstarken Rutesheimer. Nach einer Viertelstunde gab es den ersten Aufreger der Partie: Ein Freistoß von Maurice Giray blieb in der Mauer des SVG hängen - Schiedsrichter Cengizhan Temtek erkannte ein Handspiel und entschied auf Strafstoß. Mit einem starken Reflex wehrte der zuletzt von Coach Schmid kritisierte Torwart Jens Krüger den Schuss von Patric Vaihinger ab und bewahrte sein Team vor einem frühen Rückstand. So lag das Hauptaugenmerk der Heimelf weiter auf der laufintensiven Abwehrarbeit, ab und an wagten sich die Germanen durch schnelle Konter nach vorne.

In der 36. Minute sprach Schiedsrichter Temtek den Platzherren einen Freistoß in der Nähe der linken Eckfahne zu, Vaihinger hatte eine Flanke mit der Hand geblockt. Patrick Kraut brachte den Ball scharf in die Gefahrenzone, Tobias Krüger verlängerte, und am zweiten Pfosten köpfte der freistehende Pascal Schöbinger zur Germania-Führung ein. Mit dem 1:0 im Rücken überließ die Schmid-Elf dem jungen Gästeteam weiter deren Hälfte zum Spielaufbau. Konkrete Torgefahr konnten die Rutesheimer in Durchgang eins trotz größerer Spielanteile aber nicht mehr entwickeln.

Nach dem Wiederanpfiff bot sich das gleiche Bild wie in den ersten 45 Minuten: Die SKV ließ den Ball laufen, zündende Ideen fehlten allerdings. Erst in der 76. Minute brachten die Gäste einen gefährlichen Abschluss zustande: Nach Ablage von Simon Weinmann prüfte Vladyslav Bondar SVG-Schlussmann Krüger mit einem kraftvollen Dropkick ins lange Eck. In der 84. Spielminute setzten dann die Blau-Weißen noch einmal einen gefährlichen Gegenangriff, Kraut konnte die Malik-Hereingabe aber nicht im Tor unterbringen. Stattdessen kam der Tabellendritte noch zum späten, aber verdienten Ausgleichstreffer: Von der linken Seite flankte Yassin Samadi halbhoch in die Mitte, der Ball flog zwischen den SVG-Innenverteidigern hindurch und am langen Pfosten drückte Michael Käpplinger den Ball aus acht Metern ins Netz (86.).

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