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Sonnenhof Großaspach ist mit dem Sieg in Aalen näher an den Relegationsplatz gerückt

Der Fußball-Drittligist SG Sonnenhof Großaspach ist mit einem 1:0-Sieg beim VfR Aalen näher an den Relegationsplatz herangerückt. Mit Sebastian Schiek traf erneut ein Abwehrspieler für die Rehm-Elf.

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Die Großaspacher Drittliga-Profis Timo Röttger, Tobias Rühle (Nummer 31), Kai Gehring (25) und Maximilian Dittgen (11) feiern ihren Torschützen Sebastian Schiek (Zweiter von links) nach dem 1:0.  Foto: 

Vor zwei Wochen sicherte Innenverteidiger Kai Gehring der SG Sonnenhof Großaspach im Drittliga-Derby gegen die Stuttgarter Kickers mit seinem Treffer zumindest noch ein 1:1. Am Samstag sprang beim nächsten Schwabenduell, diesmal beim VfR Aalen, erneut ein SG-Abwehrspieler für die Kollegen im Angriff in die Bresche: Rechtsverteidiger Sebastian Schiek erzielte in der 62. Minute das entscheidende Tor zum Aspacher 1:0-Sieg.

Da sich der VfL Osnabrück und die Würzburger Kickers, die beiden Rivalen um Platz drei, remis trennten, fehlen der viertplatzierten SG Sonnenhof jetzt nur noch zwei Punkte zum Relegationsrang. Der zweite Platz, der zum direkten Aufstieg berechtigt, scheint für die Aspacher sechs Spieltage vor dem Saisonende nicht mehr erreichbar - der FC Erzgebirge Aue ist schon um sieben Zähler enteilt. "Wir genießen diese Phase. Es ist eine schöne Situation, oben heranzuschnuppern und mit dem harten Abstiegskampf nichts zu tun zu haben", sagte SG-Trainer Rüdiger Rehm. Die Aalener schweben dagegen trotz ihrer bereits 40 Punkte und Rang elf nach wie vor in Abstiegsgefahr.

Wie ein Absteiger trat die Elf von der Ostalb vor den 4622 Zuschauern in der Scholz-Arena auch auf. Dabei hätte der VfR nach den starken Auftritten in der Wochen zuvor eigentlich mit breiter Brust antreten können. Doch die Initiative ergriffen von der ersten Minute an die Gäste. Die Rehm-Elf war spielerisch überlegen, hatte mehr Ballbesitz und die zwingenderen Offensivaktionen. Zweimal wackelte das Aalener Abwehrbollwerk im ersten Durchgang bedenklich. In der zehnten Minute ließ die VfR-Defensive Bashkim Renneke im eigenen Sechzehner jede Menge Freiraum. Der Großaspacher Flügelspieler lief durch und traf aus acht Metern den Innenpfosten, seinen Nachschuss wehrte Daniel Bernhardt zur Ecke ab. Nach einer knappen halben Stunde war Aalens Schlussmann erneut gefordert: Maximilian Dittgen bediente Michele Rizzi mit einer Hereingabe, und dessen Schuss klärte Bernhardt mit einer exzellenten Fußabwehr (29.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Mannen in Weiß und Schwarz ihre stärkste Phase. Zweimal lag die VfR-Führung in der Aalener Luft. Zunächst entschärfte Aspachs Ersatzkeeper Kevin Broll, der für den rotgesperrten Christopher Gäng zwischen den Pfosten stand, einen Rechtsschuss von Gerrit Wegkamp (51.). Dann zog Dominick Drexler aus der Drehung ab, Sebastian Neumann kam mit der Fußspitze ans Leder, und der Ball trudelte im Zeitlupentempo um Millimeter am Pfosten vorbei (60.). Da hatten die Gäste jede Menge Dusel.

Zum für die SG Sonnenhof perfekten Zeitpunkt fiel in der 62. Minute das 0:1. Der sonst blasse Timo Röttger marschierte Richtung VfR-Strafraum, verlor aber den Ball. Der mitgelaufene Schiek setzte nach und setzte die Kugel im Fallen flach ins Eck. "Ich dachte mir, wenn du schon mal so weit vorne bist, musst du den Ball auch reinschießen", sagte der Matchwinner später.

Für die Hausherren war dieser Treffer bereits der K.o-Schlag. Der VfR kam danach nicht mehr auf die Beine und spielte bis zum Abpfiff keine einzige ernsthafte Chance mehr heraus. Auch die Einwechslung des früheren Aspacher Stürmers Matthias Morys verpuffte. Die SG Sonnenhof war dem 2:0 näher als Aalen dem Ausgleich. So in der 81. Minute, als Markus Schwabl nach einem Schuss von Renneke für seinen bereits geschlagenen Keeper Bernhardt auf der Torlinie rettete.

Nach dem dürftigen Auftritt im Württemberg-Duell gab man sich im VfR-Lager selbstkritisch. "Für so eine Leistung gibt es in der Dritten Liga keine Punkte", stellte Trainer Peter Vollmann nüchtern und ernüchtert fest. Noch einen Schritt weiter ging Torhüter Bernhard, Aalens Bester. "Im Großen und Ganzen hat heute die Einstellung nicht so gepasst", sagte er.

SG-Coach Rehm freute sich derweil über den verdienten Auswärtserfolg - und über die Vollstreckerqualitäten, die seine Defensivkräfte zurzeit an den Tag legen: "Es ist schön, dass auch die Abwehrspieler torgefährlich sind. Unsere Stürmer arbeiten ja umgekehrt auch gut nach hinten. Aber natürlich dürfen auch sie gerne wieder treffen."

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