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FV Löchgau befördert Herbst

Zur Fußball-Saison 2016/2017 wird Thomas Herbst beim FV Löchgau Cheftrainer der ersten Mannschaft. Als Assistent fungiert künftig sein Bruder Simon Herbst, der langjährige FVL-Kapitän. Den Teammanager-Posten übernimmt Manuel Rückle.

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Thomas Herbst ist ab der neuen Saison für die erste Mannschaft des FVL als Trainer verantwortlich.  Foto: 

Der FV Löchgau hat sich bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Evangelos Sbonias für eine interne Lösung entschieden: Die Vereinsführung betraut Thomas Herbst ab der kommenden Saison mit der Aufgabe, die erste Fußball-Mannschaft zu coachen. Das 28-jährige Löchgauer Eigengewächs ist seit nun drei Jahren für das Bezirksliga-Team verantwortlich und hat in dieser Funktion bereits viel Erfahrung im Umgang mit Talenten gesammelt.

Sein künftiges Betätigungsfeld wird höchstwahrscheinlich die Verbandsliga Württemberg sein, denn die Meisterschaft und der Aufstieg ist der Landesliga-Mannschaft des FVL in den letzten neun Saisonspielen kaum noch zu nehmen. Die Schützlinge von Noch-Übungsleiter Sbonias führen mit 13 Zählern Vorsprung souverän die Tabelle an.

"Ich bin dem Verein sehr dankbar für das gegebene Vertrauen. Mein persönliches Ziel ist es, mich stetig zu verbessern und an neuen Aufgaben zu wachsen. Die neue Aufgabe ist für mich eine große Herausforderung die ich mit viel Einsatz, Leidenschaft und einem starken Team angehen werde", sagt Thomas Herbst. Dass er in große Fußstapfen tritt, ist ihm bewusst: "Laki' Sbonias hat in den letzten Jahren hervorragende Arbeit beim FV Löchgau geleistet, die ich zur neuen Saison auf meine Art und Weise fortsetzen möchte."

Thomas Herbst bringt die entsprechenden Voraussetzungen mit. Er hat alle Jugendteams des FVL durchlaufen und kennt den Klub in- und auswendig. Die WFV-Trainer-B-Lizenz hat der junge Coach bereits erworben, die DFB-Elite-Jugend-Lizenz ist der nächste Schein, den er machen will. Außerdem kann Herbst auf die Erfahrungen, die er als aktiver Spieler und durch seine bisherige Trainertätigkeit gesammelt hat, zurückgreifen. Der Verein ist jedenfalls voll von Thomas Herbst überzeugt, wie Daniel Brodbeck hervorhebt. "Er bringt all das mit, was die Mannschaft braucht", stellt der Sportliche Leiter fest. Es sei keine Entscheidung aus dem Bauch heraus gewesen. Brodbeck: "Die Vorstandschaft und die Sportliche Leitung haben sich Gedanken gemacht: Was wollen wir als Verein? Was braucht die Mannschaft? Welches Profil sollte der neue Trainer haben? Wollen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen? Am Ende zeichnete sich ein sehr klares Bild - und auf diesem war Thomas zu sehen."

Unterstützung erhält Thomas Herbst von seinem Bruder Simon. Der langjährige Kapitän der Löchgauer Landesliga-Truppe, der bereits mit 16 bei den Aktiven debütiert hat, fungiert künftig als mitspielender Co-Trainer. Gemeinsam übernehmen Thomas und Simon Herbst die Planung der Trainingsinhalte und die Spielvorbereitung. Einen weiteren Assistentenjob erhält David Pfahl, der für die Bereiche Fitness und Athletik zuständig sein wird. Wie die Herbst-Brüder hat auch Pfahl sowohl in der Jugend als auch bei den Aktiven das FVL-Trikot getragen. Bei seiner neuen Aufgabe im künftigen Löchgauer Trainerstab kommt ihm sein abgeschlossenes Studium als Fitnessökonom zugute.

Als Bindeglied zwischen Trainerteam, den Kickern und der sportlichen Leitung hat der Verein außerdem den Posten des Teammanagers geschaffen. Mit Manuel Rückle wird der aktuelle Bezirksliga-Kapitän und langjährige Weggefährte von Thomas Herbst zur neuen Runde den organisatorischen Part rund um die erste Mannschaft abdecken. Auch Rückle scheint für diesen Job prädestiniert: Beruflich hat der 26-Jährige mit Personalwesen, Recruiting und Organisation zu tun.

 

Ein Kommentar von Andreas Eberle: Gewagte, aber sinnvolle Lösung

Der FV Löchgau bleibt sich treu. Der rührige FußballKlub gilt als Ausbildungsverein, der für seine Nachwuchsarbeit weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist. Darum ist es nur konsequent, dass der FVL auch im Trainerstab auf junge und begabte Leute setzt. Die Beförderung des gerade einmal 28-jährigen Thomas Herbst zum Chefcoach der ersten Mannschaft ist gewagt, macht aber Sinn. Als Eigengewächs kennt er den Verein in- und auswendig. Beim Bezirksliga-Team hat Herbst in den vergangenen drei Jahren bewiesen, dass er mit Talenten erfolgreich arbeiten kann. Der B-Lizenz-Inhaber könnte also zu einem ähnlichen Glücksgriff werden wie einst Evangelos Sbonias, in dessen große Fußstapfen er tritt. Dieser hatte die Landesliga-Mannschaft 2010 ebenfalls als blutjunger Trainer übernommen - und führt sie nun mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit in seiner Abschiedssaison noch in die Verbandsliga. Dort zu bestehen, gleicht allerdings einer Herkulesaufgabe. Denn in Württembergs höchster Spielklasse weht ein rauerer Wind als jetzt in der Landesliga. Sowohl für den FVL als auch den künftigen Übungsleiter wäre die Verbandsliga ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Zu verlieren haben aber beide nichts. Sie können nur gewinnen.

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