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Einige Finalisten machen Karriere

Am 14. Mai 2004 standen sich im DFB-Pokalfinale der A-Junioren Hertha BSC Berlin und der SGV Freiberg gegenüber. Zehn Jahre später spielen einige Talente von damals im Profibereich. So Boateng und Ebert sowie Schnatterer und Grüttner.

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  • Marc Schnatterer aus Bönnigheim hat es geschafft: Er stieg als Kapitän mit dem 1. FC Heidenheim in die Zweite Liga auf. Vor zehn Jahren stand er mit den A-Junioren des SGV Freiberg im deutschen Pokalfinale in Berlin. Foto: Avanti 1/3
    Marc Schnatterer aus Bönnigheim hat es geschafft: Er stieg als Kapitän mit dem 1. FC Heidenheim in die Zweite Liga auf. Vor zehn Jahren stand er mit den A-Junioren des SGV Freiberg im deutschen Pokalfinale in Berlin. Foto: Avanti
  • Kevin Prince Boateng vom FC Schalke 04. Der ghanaische Nationalspieler hat von den DFB-Pokalfinalisten 2004 den größten Sprung gemacht. Foto: dpa 2/3
    Kevin Prince Boateng vom FC Schalke 04. Der ghanaische Nationalspieler hat von den DFB-Pokalfinalisten 2004 den größten Sprung gemacht. Foto: dpa
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Es war eine "goldene Generation"", die 2003 und 2004 in der A-Jugend des SGV Freiberg Fußball gespielt hat. Unter Trainer Siegmund Bürkle holten die Freiberger 2003 den Württembergischen Pokal mit einem 3:1-Sieg gegen den SSV Ulm und wurden Meister der Verbandsstaffel Nord. In zwei Aufstiegsspielen setzte sich der SGV gegen den TuS Ergenzingen durch und stieg in die Oberliga auf.

Einige aus der erfolgreichen Mannschaft wechselten aus Altersgründen in den Aktivenbereich, die anderen schafften es zusammen mit nachrückenden Spielern in der Saison 2003/2004 im DFB-Pokal bis ins Finale. Nach Siegen gegen die Sportfreunde Saarbrücken (8:1), den VfB Leipzig (7:5 nach Elfmeterschießen) und den damaligen Oberliga-Tabellenführer Karlsruher SC (2:0) besiegte der SGV im Halbfinale den Bundesligisten SV Werder Bremen vor 1000 Zuschauern mit 2:1. Kapitän der Bremer war der aktuelle Bundesliga-Profi Aaron Hunt. Schiedsrichter damals: Dr. Felix Brych aus München, der die Karriereleiter steil nach oben stieg und bald bei der Weltmeisterschaft in Brasilien im Einsatz sein wird. Im Pokalfinale trafen die Freiberger am 14. Mai im Berliner Ludwig-Jahn-Park vor 1000 Zuschauern auf Hertha BSC Berlin. Es war der bis dahin größte Erfolg einer Jugendmannschaft aus dem Bezirk Enz/Murr und ist es bis heute geblieben.

Das Endspiel begann vielversprechend für den krassen Außenseiter, der in der Anfangsphase durch Gino Russo und Ender Mermer nach genialen Pässen von Marc Schnatterer zwei dicke Chancen ausließ. In der 32. Minute gingen die Berliner durch Marcus Steinwarth in Führung und gewannen am Ende 5:0. Von den im Pokalfinale vor zehn Jahren eingesetzten 31 Spielern haben es fünf Berliner bis in die Bundesliga geschafft. Torwart Nico Pellatz gehörte den Kadern von Hertha BSC und SV Werder Bremen an. Mit Bremen wurde Pellatz 2009 DFB-Pokalsieger. Zu einem Bundesliga-Einsatz reichte es nicht, dafür absolvierte er vier Zweitliga-Spiele für Dynamo Dresden. Je einmal in der Bundesliga gespielt haben für Hertha BSC Amadeus Wallschläger (derzeit FSV Union Fürstenwalde) und Robert Müller (jetzt beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden). Ganz oben angekommen aus der Berliner Pokalsieger-Mannschaft von 2004 sind Patrick Ebert und Kevin-Prince Boateng. Ebert absolvierte 121 Erstligaspiele für die Hertha, wurde 2009 mit der deutschen U 21 Nationalmannschaft Europameister und wechselte 2012 in die spanische Primera Division zu Real Valladolid. Nach 36 Spielen und neun Toren folgte im Februar 2014 der Wechsel zu Spartak Moskau. Boateng rückte 2005 in den Profikader von Hertha BSC, wechselte 2007 zu Tottenham Hotspurs nach England und gab 2009 ein kurzes Gastspiel bei Borussia Dortmund. Nach Stationen beim FC Portsmouth in England und beim AC Mailand in Italien (2010 bis 2013) kam Boateng im vergangenen Jahr zum FC Schalke 04 und damit in die Bundesliga zurück. Boateng absolvierte 16 Länderspiele für Ghana und wurde 2011 italienischer Meister mit dem AC Mailand. Stationen bei türkischen Erst- und Zweitligisten weist Volkan Altin auf, der aktuell für den Zweitligisten Sanyerspor aktiv ist. Die anderen Mitglieder der Berliner Finalmannschaft von 2004 haben den großen Durchbruch nicht geschafft und spielen meist bei Regionalliga- oder Oberligaklubs. Von der Freiberger Finalelf hat es Marc Schnatterer am weitesten gebracht. Er stieg kürzlich mit dem 1. FC Heidenheim in die Zweite Liga auf. Der 28-jährige Bönnigheimer, seit 2008 in Heidenheim, ist als Spielführer die große Integrationsfigur und Publikumsliebling in Heidenheim. Trotz herausragender Spielzeiten in der Dritten Liga und Angeboten aus der Ersten und Zweiten Liga blieb er Heidenheim treu und schaffte jetzt mit "seinem" FCH den Sprung in die Zweite Liga. Vor ein paar Tagen feierte er mit Heidenheim auch den vierten WFV-Pokalsieg in Folge. Nach seiner Zeit beim SGV Freiberg war Schnatterer beim Karlsruher SC schon mal dicht dran an der Bundesliga, hatte aber Pech mit Verletzungen und spielte für den KSC II in der Regionalliga. Neben Schnatterer hat es aus dem Freiberger Endspielkader auch Marco Grüttner in den Profibereich geschafft. Derzeit spielt er für den VfB Stuttgart II in der Dritten Liga. Zuvor erzielte er seine Tore regelmäßig für die Stuttgarter Kickers, den SSV Ulm, den VfR Aalen, die SG Sonnenhof Großaspach, den TSV Schwieberdingen und den SGV Freiberg. Grüttner ist mit den Kickers und dem VfR Aalen in die Dritte Liga, mit der SG Sonnenhof und dem TSV Schwieberdingen in die Oberliga aufgestiegen.

Eine ähnliche Karriere als Torjäger schien auch Gino Russo vorgezeichnet. Doch der Bönnigheimer hatte viel Pech mit langwierigen Verletzungen. Die verhinderten den Durchbruch bei den Stuttgarter Kickers. Beim SV Hellas Bietigheim machte Russo den rasanten Aufstieg in die Verbandsliga mit. 2013 wechselte Russo zum Bezirksligisten FV Ingersheim. Zur kommenden Spielzeit wechselt er zum FSV 08 Bissingen. Kapitän und Leitfigur beim FV Ingersheim ist Alexander Wagner, der mit der SG Sonnenhof Großaspach einst in die Oberliga aufgestiegen ist. Über den FC Heilbronn und den FSV 08 Bissingen kam Wagner nach Ingersheim. Der Freiberger Pokalfinal-Kapitän Dennis Grab hat bei der SG Sonnenhof Großaspach Karriere gemacht. Er stieg mit der SG von der Verbandsliga bis in die Regionalliga auf, war Spielführer und einer der herausragenden Abwehrspielern der Regionalliga. Aus beruflichen Gründen spielt Grab seit Beginn der laufenden Saison im Großaspacher Verbandsligateam. Tobias Weinreuter spielt derzeit beim Landesliga-Spitzenklub SV Schluchtern. Er wird in der neuen Saison Spielertrainer in der Kreisliga A. In Schluchtern spielt auch Simon Wörner, der im Finale in Berlin auch zum Freiberger Aufgebot gehörte. Wörner wechselte vom SGV Freiberg zum FC Heilbronn und kam über den FSV 08 Bissingen und die Spvgg 07 Ludwigsburg 2012 nach Schluchtern. Abwehrmann Denis Garcia-Franco hat eine lange Liste an Vereinen in seiner Vita, darunter den FC Heilbronn und CfR Pforzheim. Derzeit spielt er beim Landesligisten TV Echterdingen.

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